Autorenarchiv

Kurz: RDA veröffentlicht

25.06.2010 | von Doreen Thiede | Keine Kommentare » |

Ein kurzer Hinweis darauf, das die RDA (Resource Deskription & Access) gestern vom JSC veröffentlicht wurden und bis zum 31. August kostenfrei mit dem RDA: Resource Description & Access Toolkit getestet werden können (nach Registrierung). Die RDA sollen die Anglo-American Cataloguing Rules, second edition, (AACR2) ersetzen und stellen Richtlinien für die Katalogisierung digitaler Ressourcen bereit. Die RDA bauen auf zwei konzeptionellen Modellen auf, die von der International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA) entwickelt wurden: den Funktionellen Anforderungen an bibliografische Datensätze (Functional Requirements for Bibliographic Data (FRBR)) und den Funktionellen Anforderungen an Normdaten (Functional Requirements for Authority Data (FRAD)). Weitere Informationen gibt es hier und hier.

ELAG 2010 – Meeting new user expectations

22.06.2010 | von Doreen Thiede | Keine Kommentare » |

An dieser Stelle ein kleiner (leider reichlich später) Bericht zur ELAG-Konferenz, an der ich vom 9.-11. Juni in der finnischen Nationalbibliothek in Helsinki teilgenommen habe. ELAG steht für European Library Automation Group und der Sinn dieser Veranstaltung ist es, die Kommunikation zwischen Bibliothekaren und Technikern / Informatikernzu verbessern. Zu diesem Zweck besteht die Konferenz nicht nur aus Vorträgen, sondern zu einem großen Teil auch aus Workshops. Ich habe an einem Workshop zu Discovery Interfaces teilgenommen, die Ergebnisse der dort gebildeten Gruppen findet man hier. Ein Highlight waren auf jeden Fall die beiden Vorträge am Donnerstagnachmittag von Charles Lowell (Serials Solution Summon) "Working with your users to develop a modern user interface for search bzw. Building a User Interface with Feedback Loops" und Jindrich Mynarz (National Technical Library of Czech Republic) "Linked data as a library platform". Lowell begann seinen Vortrag damit zu schildern, was er alles nicht ist (kein Bibliothekar, kein Entscheider, ...) um dann darzustellen, wo das eigentliche Problem bei der Entwicklung von Suchoberflächen liegt: an den zu langen Releasezyklen (6 Monate) zwischen Planung, Entwicklung und Freigabe der Software. Problematisch ist dieser Zeitraum laut Lowell deshalb, weil der Nutzer zunächst praktisch immer unzufrieden ist. Werden die Zyklen hingegen verkürzt, kann schneller auf Kritik und Anmerkungen der Nutzer eingegangen werden. Allerdings dürfte die von ihm vorgeschlagene Releasezykluszeit von 3 Wochen im Bibliotheksumfeld doch etwas utopisch sein. Trotzdem ist diese Methode der agilen Entwicklung der richtige Weg, wenn man bedenkt, wieviele Projekte viel zu lang im stillen Kämmerlein entwickelt und dann nach der Veröffentlichung in Grund und Boden ...

FIZ Technik meldet Insolvenz an

1.06.2010 | von Doreen Thiede | 2 Kommentare » |

Das Fachinformationszentrum (FIZ) Technik hat beim zuständigen Insolvenzgericht in Frankfurt die Eröffnung der Insolvenz beantragt, nachdem das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Ende April angekündigt hatte, das FIZ über den 30. Juni 2010 hinaus nicht weiter zu fördern. Die Geschäftsführung des FIZ hofft, sich durch diese schnelle Reaktion sämtliche Sanierungsoptionen zu erhalten. Die Geschäftsführerin Ursula Deriu ist optimistisch, entsprechende Investoren zu finden. „Wir stehen vor einer sehr schwierigen, aber lösbaren Aufgabe“, gibt sich Deriu kämpferisch und versichert, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um FIZ Technik als profitable und eigenständige Einrichtung auf Kurs zu bringen. Die interne Strategie ziele darauf ab, spätestens 2013 kostendeckend zu arbeiten. Grundlage für dieses Ziel ist ein Konzept, das das FIZ im vergangenen Jahr mit einer Unternehmensberatung erarbeitete und das dem FIZ "ein großes Potenzial mit sehr guten Chancen auf eine wirtschaftliche Unabhängigkeit" (Pressemitteilung) bescheinigte. Dies allerdings wirft die Frage auf, warum erst auf Investorensuche gegangen wird, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und nun nur acht Wochen Zeit dafür bleiben. Ganz abgesehen vom konkreten Fall des FIZ bleibt abzuwarten, ob uns derartige Meldungen über den kurzfristigen Abzug von Fördergeldern in diesem Jahr nicht noch öfter begegnen werden. Quellen: Pressemeldung des FIZ Technik: http://www1.fiz-technik.de/images/stories/download/mitteilung_presse_31052010.pdf Metall - Technik - Wissenschaft: http://www.metall-web.de/home/wirtschaft/news-detail/news/2/1275343200fiz-technik-beantragt-erffnung-des-insolvenzverfahrens/ ntz - News für Kommunikationsprofis:  http://www.ntz-online.de/index.php?option=content&task=view&id=9750&Itemid=2

CfP für Libreas – Library Ideas #17

17.05.2010 | von Doreen Thiede | Keine Kommentare » |

Der Call for Papers für die nächste LIBREAS-Ausgabe mit dem schönen Thema "Helden und Heldinnen" ist zwar bereits im März im LIBREAS-Blog zeitgleich mit der aktuellen LIBREAS-Ausgabe veröffentlicht worden, doch bekanntermaßen kann es nicht schaden, solche CfPs möglichst weit zu streuen, um viele interessante und durchaus auch kontroverse Beiträge im nächsten Heft zu versammeln. Ein kurzer Auszug: Den Hintergrund der Themenwahl bildet nicht reiner Personenkult – auch wenn so mancher Vertreter der Bibliothekswissenschaft durchaus eine tiefere Würdigung verdient hätte – sondern die Annäherung an die permanente Frage nach der Position der Bibliothekswissenschaft in der Gesellschaft und in der Wissenschaftslandschaft. ... Für die nächste Ausgabe von LIBREAS, im 5. Jubiläumsjahr, suchen wir daher Beiträge, die sich mit Wegbereitern, Denkerinnen, Denkern und Persönlichkeiten beschäftigen, die für die Bibliotheks- und Informationswissenschaft essentiell sind, gern auch Personen, die es auf den zweiten oder dritten Blick sind. Es soll also nicht nur um Beweihräucherung und Lobgesänge gehen (obwohl selbstverständlich Respekt gezollt werden kann, wem er gebührt), sondern durchaus auch um eine kritische Auseinandersetzung mit den Leistungen, Errungenschaften oder auch Denkmodellen einzelner Persönlichkeiten und deren Auswirkungen. Redaktionsschluss ist der 18. Juli.

Ein Blick zurück – mein persönlicher BID-Kongress 2010

21.03.2010 | von Doreen Thiede | 1 Kommentar » |

Auch von mir ein paar Eindrücke zum gerade zu Ende gegangenen 4. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek, bevor der allseits bekannte Alltagstrott wieder das Regiment übernimmt. Was ist hängen geblieben? Ein paar (persönliche) Schlaglichter: Nationallizenzen werden von Allianzlizenzen abgelöst Allianzlizenzen werden ein Zweitveröffentlichungsrecht zwingend beinhalten "Neues vom Urheberrecht": gruppenbezogene Schrankenregelung soll Fragmentierung beenden Der OPAC ist tot - es lebe der OPAC Spieltheorie (homo ludens) bei der Vermittlung von Informationskompetenz Ich hoffe, ich werde in den nächsten Tagen noch dazu kommen, ein wenig detaillierter auf diese Themen einzugehen. Insgesamt kann ich mich Dörtes Eindruck nur anschließen, dass aktuellen Themen (z.B. Open Data oder auch dem Social Web und seiner Bedeutung für Bibliotheken) wenig bis gar kein Raum (im wahrsten Sinne) gegeben wurde. So interessant und ehrenvoll die zahlreichen Aktivitäten der Zukunftswerkstatt (inkl. der Vereinsgründung) auch waren und weiterhin sind, sie machen eines deutlich: zwischen eingeschworenen "Traditionalisten" und den gern als "Junge Wilde" bezeichneten Akteuren besteht ein breiter Graben, den man gut und gerne auch als Digital Divide bezeichnen könnte. Gemeint ist hier nicht die generelle Debatte über die (Ir)Relevanz einzelner Dienste wie etwa Facebook oder Twitter, sondern die Botschaft, die viele dieser Diskussionen unter Bibliothekaren unterschwellig mittransportieren: die latente Angst des Kompetenz- und Bedeutungsverlusts, wenn man sich nur erstmal mit dem "Teufel" eingelassen hat, verbunden mit der Überlegung, welches denn die Kernaufgaben der Bibliothek sind und wie und ob "digitale Angebote" im weitesten Sinne überhaupt in das klassische Bibliotheksportfolio passen. Ich persönlich denke, dass die nächsten Jahre richtungsweisend und spannend sein werden für die Bibliothek als Institution und auch als Prinzip. In ...

Gedanken zum Neuen Jahr

1.01.2010 | von Doreen Thiede | Keine Kommentare » |

Ein neues Buch, ein neues Jahr Theodor Fontane Ein neues Buch, ein neues Jahr was werden die Tage bringen? Wirds werden, wie es immer war, halb scheitern, halb gelingen? Ich möchte leben, bis all dies Glühn rücklässt einen leuchtenden Funken. Und nicht vergeht, wie die Flamm im Kamin, die eben zu Asche gesunken.

[Adventskalender] 23. Dezember

23.12.2009 | von Doreen Thiede | Keine Kommentare » |

Die Weihnachtsmaus James Krüss Die Weihnachtsmaus ist sonderbar (sogar für die Gelehrten), denn einmal nur im ganzen Jahr entdeckt man ihre Fährten. Mit Fallen oder Rattengift kann man die Maus nicht fangen. Sie ist, was diesen Punkt betrifft, noch nie ins Garn gegangen. Das ganze Jahr macht diese Maus den Menschen keine Plage. Doch plötzlich aus dem Loch heraus kriecht sie am Weihnachtstage. Zum Beispiel war vom Festgebäck, das Mutter gut verborgen, mit einem Mal das Beste weg am ersten Weihnachtsmorgen. Da sagte jeder rundheraus: "Ich hab es nicht genommen! Es war bestimmt die Weihnachtsmaus, die über Nacht gekommen." Ein andres Mal verschwand sogar das Marzipan von Peter, was seltsam und erstaunlich war, denn niemand fand es später. Der Christian rief rundheraus: "Ich hab es nicht genommen! Es war bestimmt die Weihnachtsmaus, die über Nacht gekommen." Ein drittes Mal verschwand vom Baum, an dem die Kugeln hingen, ein Weihnachtsmann aus Eierschaum nebst andern leckren Dingen. Die Nelly sagte rundheraus: "Ich habe nichts genommen! Es war bestimmt die Weihnachtsmaus, die über Nacht gekommen." Und Ernst und Hans und der Papa, die riefen: "Welche Plage! Die böse Maus ist wieder da, und just am Feiertage!" Nur Mutter sprach kein Klagewort. Sie sagte unumwunden: "Sind erst die Süssigkeiten fort, ist auch die Maus verschwunden!" Und wirklich wahr: die Maus blieb weg, sobald der Baum geleert war, sobald das letzte Festgebäck gegessen und verzehrt war. Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus - bei Fränzchen oder Lieschen - da gäb es keine Weihnachtsmaus, dann zweifle ich ein bisschen! Doch sag ich nichts, was jemand kränkt! Das könnte euch so passen! Was man von Weihnachtsmäusen denkt, bleibt jedem überlassen!

[Adventskalender] 20. Dezember

20.12.2009 | von Doreen Thiede | Keine Kommentare » |

Ein Winterabend Georg Trakl [caption id="" align="alignright" width="240" caption="Winterabend"][/caption] Wenn der Schnee ans Fenster fällt, Lang die Abendglocke läutet, Vielen ist der Tisch bereitet Und das Haus ist wohlbestellt. Mancher auf der Wanderschaft Kommt ans Tor auf dunklen Pfaden. Golden blüht der Baum der Gnaden Aus der Erde kühlem Saft. Wanderer tritt still herein; Schmerz versteinert die Schwelle. Da erglänzt in reiner Helle Auf dem Tische Brot und Wein.

[Adventskalender] 14. Dezember

14.12.2009 | von Doreen Thiede | Keine Kommentare » |

Christbaum Ada Christen [caption id="" align="alignright" width="180" caption="Weihnachtsbaum"][/caption] Hörst auch du die leisen Stimmen aus den bunten Kerzlein dringen? Die vergessenen Gebete aus den Tannenzweiglein singen? Hörst auch du das schüchternfrohe, helle Kinderlachen klingen? Schaust auch du den stillen Engel mit den reinen, weißen Schwingen? ... Schaust auch du dich selber wieder fern und fremd nur wie im Traume? Grüßt auch dich mit Märchenaugen deine Kindheit aus dem Baume? ...

[Adventskalender] 13. Dezember

13.12.2009 | von Doreen Thiede | Keine Kommentare » |

Immer ein Lichtlein mehr Matthias Claudius [caption id="" align="alignright" width="240" caption="Lichterzeit"][/caption] Immer ein Lichtlein mehr im Kranz, den wir gewunden, dass er leuchte uns so sehr durch die dunklen Stunden. Zwei und drei und dann vier! Rund um den Kranz welch ein Schimmer, und so leuchten auch wir, und so leuchtet das Zimmer. Und so leuchtet die Welt langsam der Weihnacht entgegen. Und der in Händen sie hält, weiß um den Segen!