Archiv für die Kategorie ‘Informationskompetenz’

Wie zitiert man richtig um Plagiatsvorwürfe zu vermeiden?

2.09.2010 | von Dörte Böhner | Keine Kommentare » |

Nachdem LOTSE mit seinem Tutorial "Plagiate - (k)ein Problem?" schon die Problematik angesprochen hat, werden nun Hilfestellungen zum Zitieren gegeben, um sich gar nicht erst einem Plagiatsvorwurf auszusetzen. Das neue Tutorial stellt unterschiedliche Zitierstandards vor und zeigt an einem konkreten Beispiel, wie eine gute Zitierweise aussehen kann. (Leider kann das Tutorial auf den Seiten bei LOTSE noch immer nicht gezielt per Link angesprochen werden. Also bis ans Ende der Seite scrollen). Stefan und die Bibliothekarin widmen sich einigen kniffligen Fragen – alles Wichtige haben wir außerdem im dazugehörigen Skript zusammengestellt. Das Tutorial kann wie immer an die fachlichen Standards angepasst werden. Es enthält fachliche Platzhalter, so dass die RedakteurInnen die Möglichkeit haben, fachspezifische Details in das Tutorial zu integrieren, zum Beispiel in puncto Zitierstandards. Diese können sich ja schon in einer einzigen Diszplin erheblich voneinander unterscheiden. Wie zu allen Tutorials gibt es auch hier ein entsprechendes Skript. Diesesmal wird bereits im Lotse-Moodle ein kleines Quiz mitgeliefert (Anmeldung erforderlich), so dass der Lernende sich selbst noch einmal zu vergegenwärtigen, was im Tutorial angesprochen wurde. Gerne hätten die KollegInnen von LOTSE ein Feedback zu dem Tutorial. Die Daten lassen sich inzwischen über einen XML-Export übernehmen und in das eigene Bibliotheksangebot integrieren. Zudem werden aktive BibliothekarInnen gesucht, die sich aktiv an dem Projekten von LOTSE mit beteiligen.

[Leseempfehlung] Wir müssen uns mal wieder vom Buch verabschieden…

16.08.2010 | von Dörte Böhner | Keine Kommentare » |

..., diesesmal aber eher vom E-Book. Dies prophezeien Umberto Eco und Jean-Claude Carrière in ihrem neuen Buch "Die große Zukunft des Buches", erschienen im C. Hanser Verlag, München 2010 für 19,90 Euro. Der Philosoph und der Drehbuchautor glauben, dass das E-Book die gedruckten Bücher nicht ersetzen können als dauerhafter Wissens- und Erkenntnisspeicher? Sind die so gespeicherten Daten zu flüchtig? Immer mehr Bücher stehen digital zur Verfügung. Ein dramatischer Preiskampf zeigt, dass so langsam der Zukunftsmarkt heiß umkämpft wird. Gerade Fachbücher aber auch zunehmend Belletristik wird auf entsprechenden Lesegeräten oder am PC gelesen. Ist das ein Zeichen dafür, dass das gebundene Buch durchs E-Book verdrängt werden? Carrière prophezeite sogar beim Weltwirtschaftsforum in Davos 2008 ein Verschwinden der Bücher, wie wir sie kennen, innerhalb der folgenden fünfzehn Jahre. In ihrem gemeinsamen Buch haben sich der italienische Medienwissenschaftler, Schriftsteller und Philosoph und der französiche Drehbuchautor - beide fast achtzigjährige Buchliebhaber und -sammler (40.000 - 50.000 Bände in ihren Privatbibliotheken) - Gedanken über die Geschichte des Buches, seine Zukunft und ihre Bedeutung für den Zustand unserer Kultur gemacht. Sie sind sich einig, dass das Buch noch eine große Zukunft vor sich hat. Der französische Journalist Jean-Philippe de Tonnac animierte sie mit seinen Fragen, sich voller Esprit über das Buch als eine Art "Rad des Wissens und des Imaginären" zu unterhalten, welches trotz technologischer Veränderungen in seiner Funktion nicht zu übertreffen sei. Teil des Gespräches war auch die persönliche Beziehung zu ihren Büchern, der damit verbundenen Sammelleidenschaft, ihren Lektürevorlieben und den Zukunftspläne für ihre Bibliotheken, wenn sie sterben. Mit dem Buch verbunden ist ...

Zukunft? Die bücherlose Bibliothek

17.07.2010 | von Dörte Böhner | 1 Kommentar » |

Eine Bibliothek ohne Bücher kündigte im letzten Schuljahr die Cushing Academy in Massachusetts an. Neuste Computer mit hochauflösenden Monitoren sollen die Regale mit Büchern ersetzen und den Schülern der Spitzenprivatschule Recherche und Lektüre ermmöglichen. Schulleiter James Tracy will damit ein Modell für die Schule im 21. Jahrhundert entwickeln. Das Presseecho, das so eine Ankündigung schaffen sollte, blieb aus. Eine Bibliothek ohne Bücher war vor zwanzig Jahren nicht denkbar und mit dem Internet im Rücken möchte man meinen, man kann auf eine Bibliothek mit Büchern jetzt verzichten. Heute scheint die Nachricht fast überfällig. Ich bin in den vergangenen Jahre häufig in Bibliotheken gewesen und habe mehr Menschen auf Computerbildschirme starren als in Büchern blättern sehen. Die wichtigste Funktion von Bibliotheken scheint heute bereits nicht mehr darin zu bestehen, den Zugang zu Druckwerken, sondern den Zugang zum Internet zu ermöglichen. Der Schulleiter will Bücher nicht verbannen, sondern will nur dem Beispiel namenhafter Universitäten wie Havard folgen. Zudem glaubt er: “When I look at books, I see an outdated technology, like scrolls before books,’’ said James Tracy, headmaster of Cushing and chief promoter of the bookless campus. Wie mag sich eine solche Meinung aber auf die Schüler auswirken, welche die Tragweite dieser Entscheidung noch gar nicht abschätzen können. Mit sechzehn Jahren kann man so eine Entwicklung von der lockeren Seite sehen, denn da verbindet man eine Bibliothek mit staubigen Büchern und das Lesen von Büchern gehört auch nicht unbedingt zur Lieblingsbeschäftigung von Jugendlichen.

eLearning-Konzept der UB Würzburg unterstützt das “Studieren ohne Grenzen”

13.07.2010 | von Dörte Böhner | 1 Kommentar » |

Christiane Maibach stellte am 17.06.2010 auf dem Bayerischen Bibliothekstag das E-Learning-Konzept der UB Würzburg vor. Da der Vortrag so interessant war, werde ich jetzt doch noch darüber berichten, obwohl der Bibliothekstag schon einige Wochen zurück liegt. Das Konzept der UB Würzburg entstand in den letzten Jahren. Ziel war es, kein isoliertes Lernen zu schaffen, sonder ein integriertes. Nun kann man den Begriff eLearning sehr unterschiedlich auffassen. So kann man eLearning mittlerweile selbstverständlich als Teil der Lehre und als vernetztes Lernen begreifen. Es hat die Diskussion um Didaktik und Methodik in der Hochschullehre (Präsenzlehre) wiederbelebt. Es kann auch als ein Lernen mit neuen Mitteln verstanden werden. Durch eLearning wird ein Mehrwehrt gegenüber der Präsenzlehre geschaffen. Um diesen oben genannten Anforderungen zu genügen setzt man auf drei verschiedene Bausteine in Würzburg, den WueCampus, CaseTrain und E-Tutorials. Hinter jedem dieser Angebote stehen verschiedene Grundideen. 1. WueCampus Der WueCampus basiert auf Moodle, welches an der ganzen Uni eingesetzt wird. Darunter kann man einen virtuellen Kursraum verstehen. Über Moodle werden die elektronischen Semesterapparate bereitgestellt, die nur den Teilnehmern der entsprechenden Kurse zugänglich sind. Die Bibliothek nutzt WueCampus für ihre Informationskompetenzkurse mit ETCS-Erwerb. Sie dienen als Ergänzung der Präsenzlehre, sind aber auch keine reine Materialsammlung. Einerseits werden über Moodle Nachrichten und Informationen zum Kurs weitergegeben (einseitig), über ein Kursforum aber auch die Kommunikation untereinander unterstützt. Das Forum wird gut angenommen und für den kursspezifischen Informationsaustausch genutzt. Ein Glossar zur Informationskompetenz und ein FAQ können ebenfalls von den Studierenden ergänzt. Die Ergänzungen werden aber durch die Bibliothekare (Fachleute) moderiert. Die zugrundeliegende Präsenzveranstaltung findet in ...

“Le Labo BnF” in der Bibliothèque François Mitterrand: Ein zeitgemäßer Ort für neue Technologien und Nutzer

3.07.2010 | von Wolfgang Kaiser | Keine Kommentare » |

Vor fast genau einem Monat, am 2. Juni hat die Nationalbibliothek Frankreichs (BnF), die Bibliothèque François Mitterrand das sogenannte "Labo BnF" eröffnet.  Die Zeitung "Le Figaro" betonte, dass die zur Eröffnung 1996 vergebene Einschätzung über die Bibliothèque François Mitterrand nun Wirklichkeit wird, dass es sich bei der BnF mit dem "Labo" um eine neue Art von Bibliothek handelt:  "N'avait-on pas dit, à l'époque de sa construction, qu'elle serait une bibliothèque «d'un genre nouveau»?"  Zu diesem Zeitpunkt war man sich vielleicht noch nicht der Außmaße und der zukünftigen (möglichen) Rolle der Bibliothek  bewußt. Spätestens jetzt wird klar, dass es sich bei der Funktion des damals (1996)  neuen Baus der Bibliothek, um eine neue und zusätzliche Aufgabe handelt, den Menschen die Befürchtungen und Ängste vor den neuen Technologien zu nehmen. Letzteres betont der Direktor Bruno Racine in vielen Stellungnahmen.  "Labo BnF" erstreckt sich auf einer Fläche von 120 m² und ist jeden Montag von 14-19 Uhr, Dienstag bis Samstag von 10-19 Uhr und an den Sonntagen von 13-19 Uhr geöffnet. Im Gegensatz zur kostenpflichtigen und aktiven Nutzung der Nationalbibliothek, ist dieser Bereich für alle Besucher frei zugänglich, unabhängig davon, ob jemand über einen Ausweis verfügt oder nicht. Dieser neugeschaffene Raum ist das erste öffentliche "Experimentierlabor", dass den NutzerInnen ermöglicht die neuen Technologien des Lesens (E-Books), des Schreibens (z.B. elektronische Tinte) und des Web 2.0 näher zu bringen. Den Besuchern wird auf die "userorientierte" Weise ein anderer Zugang zum Bestand der Bibliothek gewährt. Gibt es denn vergleichbare deutschsprachige Bibliotheken, die ähnliche Dienstleistungen zum Ausprobieren anbieten und Räume ...

[Kurz] Citavi 3 – Die Preview ist draußen

16.06.2010 | von Dörte Böhner | Keine Kommentare » |

Das war nach einem arbeitsamen Tag heute ein schöne Überraschung, als ich Twitter aufmachte und dort lesen konnte, das Citavi heute die Preview von Citavi 3 online gestellt hat. Man kann das Programm parallel zur aktuellen Version von Citavi installieren. Nur den Picker sollte man nicht ersetzen. Es kann als erstes nur die Literaturverwaltung in vielen Bereichen genutzt und ausprobiert werden, um sich einen ersten Eindruck von den tollen Verbesserungen des Programms verschaffen zu können. Ich habe mich jetzt eine Stunde lang mit dem Programm beschäftigt und finde alles, was ich bereits bei der Firmenpräsentation auf dem Bibliothekskongress im März gezeigt bekam und was mich begeistert hat, durch Citavi 3 bestätigt.

Bücherfinden leicht gemacht an der Bibliothek der STH Basel

27.05.2010 | von Dörte Böhner | Keine Kommentare » |

Anleitung für die Bibliothek an der STH Basel

LOTSE fragt: Plagiate – (k)ein Problem?

15.05.2010 | von Dörte Böhner | 19 Kommentare » |

"Plagiate - (k)ein Problem?" heißt es in einem neuen Tutorial von Lotse, welches in der Beta-Version noch ohne Ton heute vorgelegt worden ist. In etwa acht Minuten reißt das Tutorial nur die wichtigsten Problempunkte an. Bei der Konzeption des Tutorials ging es um die sozio-politische Dimension des Themas. Gerade in einer Zeit, in der heftig um Urheberrechte, OpenAccess und geistiges Eigentum gestritten, in der Wissen als wichtige Ressource gehandelt wird, sind wir der Meinung, dass es den Studierenden nicht reicht, „nur“ um gutes Zitieren und dessen Regeln zu wissen. Ihnen sollte auch deutlich werden, dass es darum eine Debatte und verschiedene Positionen gibt. Denn das gehört zu einer kritischen Informationskompetenz, wie sie Lotse vermitteln will. Folgende Punkte werden angesprochen: Intro und Begriff Plagiat (2:33) Denkkonzept Plagiat (1:38) Argumente für korrektes Zitieren (1:39) Folgen von unkorrektem Zitieren und Plagiarismus (2:35) Zusammenfassung (1:34) Links & Literatur (00:49) Nach Fertigstellung des Tutorials wird es neben einer Audiountermalung auch ein Quiz geben. Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken. (Galileo Galilei) In bewährter Form werden sich dann Sofia und Stefan über das Thema unterhalten. Folgen wird demnächst ein Tutorial zu "Zitierregeln". Dieses ist noch mitten in der Konzeptionsphase. Die Skripte zu den insoweit fertiggestellten Tutorials - außer dem Plagiat-Tutorial gibt es noch eines zum Deep Web - werden in der Lotse-Toolbox zur Verfügung gestellt. Doch gibt es eine Möglichkeit, die Filme (mit Vorlagen, Powerpoint-Grundlage, Tondateien) nachzunutzen? Wünschenswert wäre es außerdem, wenn den Filmen eine Funktion beigefügt wird, mit der sich die Filmchen in andere Angebote einbinden ließen oder ...

Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten

11.05.2010 | von Dörte Böhner | 1 Kommentar » |

Screencast der Fachrichtung Informationswissenschaft Saarbrücken zum Thema "Korrektes Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten". Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten from infowiss on Vimeo. Die beiden Figuren Inge und Willi erklären den zuhörenden Zuschauern recht anschaulich die wesentlichen Regeln beim Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten. Sie sprechen über den Sinn und Zweck von Zitaten, erklären den Unterschied zwischen wörtlichen und inhaltlichen Zitate sowie demonstrieren anhand von Beispielen die Formatierung von bibliographischen Angaben im Text. Mit ca. 12 Minuten muss der Zuhörer/-schauer jedoch einiges an Interesse und Zeit mitbringen. Über ein Inhaltsverzeichnis kann man jedoch im Bereich der E-Learning-AG einzelne Fragestellungen direkt anwählen.

Nachdenken über Informationskompetenz

8.05.2010 | von Dörte Böhner | 4 Kommentare » |

Die erste Session, die ich heute besucht habe, beschäftigte sich mit dem Thema Informationskompetenz (Thomas Hapke) und persönliches Wissensmanagement (Anke Wittich)Auf diesen zweiten Bereich gehe ich nicht ausführlicher ein, da für mich in der Beschäftigung die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Informationskompetenz wichtiger war). Es wurde sich dabei mit Fragen beschäftigt wie: Welche Kompetenzen benötigen wir? Was machen Bibliotheken im Rahmen von Informationskompetenz und reiccht das? Thomas Hapke stieg mit einem Zitat von Walter Benjamin ein: "In diesen Tagen darf sich niemand auf das versteifen, was er 'kann'. In der Improvisation liegt die Stärke. Alle entscheidenden Schläge werden mit der linken Hand geführt werden." "These are days when no one should rely unduly on his competence. Strength lies in improvisation. All the decisive blows are struck left-handed." Dieses Zitat enthält auf Englisch sogar den Begriff Kompetenz und zeigt, dass man sich nicht mehr auf das vorgebetete Wissen und bereits erworbene Kompetenzen verlassen kann, sondern dass man darüber hinaus gehen muss. Im nächsten Schritt verdeutlichte Hapke auch, dass der englische Begriff "Information Literacy" über den engen deutschen Begriff von "Informationskompetenz" hinausgeht und weiter gefasst wird. Die amerikanische Forschung versteht unter "Literacy" etwas, das über Kompetenz hinausgeht. Informationskompetenz wird wie folgt definiert: Fähigkeit, die es ermöglicht, bezogen auf ein bestimmtes Problem Informationsbedarf zu erkennen, Informationen zu ermitteln und zu beschaffen sowie Informationen zu bewerten und effektiv zu nutzen. Doch wie kann man an dieser Stelle Informationskompetenz bewerten? Wann ist Informationskompetenz erreicht? Welche Kriterien spielen dabei noch eine Rolle? Lässt sich Informationskompetenz mit Standards erfassen? Informationskomptenz kann inhalts-, lern-, gesellschafts-, personen-, kontext- oder beziehungsbezogen ...