Archiv für die Kategorie ‘E-Learning’
13.07.2010 | von Dörte Böhner | 1 Kommentar » |
Christiane Maibach stellte am 17.06.2010 auf dem Bayerischen Bibliothekstag das E-Learning-Konzept der UB Würzburg vor. Da der Vortrag so interessant war, werde ich jetzt doch noch darüber berichten, obwohl der Bibliothekstag schon einige Wochen zurück liegt.
Das Konzept der UB Würzburg entstand in den letzten Jahren. Ziel war es, kein isoliertes Lernen zu schaffen, sonder ein integriertes. Nun kann man den Begriff eLearning sehr unterschiedlich auffassen. So kann man eLearning mittlerweile selbstverständlich als Teil der Lehre und als vernetztes Lernen begreifen. Es hat die Diskussion um Didaktik und Methodik in der Hochschullehre (Präsenzlehre) wiederbelebt. Es kann auch als ein Lernen mit neuen Mitteln verstanden werden. Durch eLearning wird ein Mehrwehrt gegenüber der Präsenzlehre geschaffen.
Um diesen oben genannten Anforderungen zu genügen setzt man auf drei verschiedene Bausteine in Würzburg, den WueCampus, CaseTrain und E-Tutorials. Hinter jedem dieser Angebote stehen verschiedene Grundideen.
1. WueCampus
Der WueCampus basiert auf Moodle, welches an der ganzen Uni eingesetzt wird. Darunter kann man einen virtuellen Kursraum verstehen. Über Moodle werden die elektronischen Semesterapparate bereitgestellt, die nur den Teilnehmern der entsprechenden Kurse zugänglich sind. Die Bibliothek nutzt WueCampus für ihre Informationskompetenzkurse mit ETCS-Erwerb. Sie dienen als Ergänzung der Präsenzlehre, sind aber auch keine reine Materialsammlung. Einerseits werden über Moodle Nachrichten und Informationen zum Kurs weitergegeben (einseitig), über ein Kursforum aber auch die Kommunikation untereinander unterstützt. Das Forum wird gut angenommen und für den kursspezifischen Informationsaustausch genutzt. Ein Glossar zur Informationskompetenz und ein FAQ können ebenfalls von den Studierenden ergänzt. Die Ergänzungen werden aber durch die Bibliothekare (Fachleute) moderiert.
Die zugrundeliegende Präsenzveranstaltung findet in ...
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11.05.2010 | von Dörte Böhner | 1 Kommentar » |
Screencast der Fachrichtung Informationswissenschaft Saarbrücken zum Thema "Korrektes Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten".
Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten from infowiss on Vimeo.
Die beiden Figuren Inge und Willi erklären den zuhörenden Zuschauern recht anschaulich die wesentlichen Regeln beim Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten. Sie sprechen über den Sinn und Zweck von Zitaten, erklären den Unterschied zwischen wörtlichen und inhaltlichen Zitate sowie demonstrieren anhand von Beispielen die Formatierung von bibliographischen Angaben im Text. Mit ca. 12 Minuten muss der Zuhörer/-schauer jedoch einiges an Interesse und Zeit mitbringen. Über ein Inhaltsverzeichnis kann man jedoch im Bereich der E-Learning-AG einzelne Fragestellungen direkt anwählen.
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8.03.2010 | von Dörte Böhner | 2 Kommentare » |
Was lange währt, wird endlich gut. Teil meiner Arbeit an der UB Augsburg ist es, im Rahmen einer bayernweiten Kooperation von Hochschulbibiotheken Online-Tutorials zu erstellen. Bisher haben unter anderem die Universitätsbibliotheken Würzburg, Bamberg, Technische Universität München und Regensburg erfolgreich ihre Tutorials online gestellt.
Die Universitätsbibliothek Augsburg bietet seit heute allen ihren Nutzern E-Tutorials zur Einführung in verschiedene Datenbanken und Recherchemittel an.
Ziel dieser Tutorials ist es, in einer Schritt-für-Schritt-Erklärung den Nutzern ohne bibliothekarische Fachbegriffe die Handhabung verschiedener Datenbanken und Dienste näher zu bringen und ihnen die Scheu vor Recherchen in Datenbanken wie Juris oder dem Handbook of Latin American Studies (HLAS) zu nehmen. Die entsprechenden Tutorials wurden in der Uni-Augsburg "nah" bei den einzelnen Recherchemöglichkeiten integriert. So findet man Verlinkungen zum OPAC und zu DBIS unter Literatur suchen, wo auch andere Hilfestellungen zu den Suchmöglichkeiten integriert wurden. Außerdem wurden die Tutorials, sofern möglich, in DBIS auf der Detailseite der einzelnen Datenbanken integriert, z.B. auf der Detailseite zu Juris.
Die Tutorials dienen dem Selbststudium. Die Studierenden sollen sich dabei die wichtigsten Funktionen und Recherchemöglichkeiten selbst aneignen können. Die Flash-Filme können über den Browser abgespielt werden. Wichtig ist es allerdings, einen aktuellen Flashplayer installiert zu haben. Die einzelnen Inhalte lassen sich über das eingefügte Inhaltsverzeichnis zielgerichtet anspielen. Der vorhandene Text kann auf abgespielt werden, wodurch man sich statt auf den Text besser auf die Abläufe des Film konzentrieren kann.
Grundlage der Tutorials waren zuvor erstellte Powerpoint-Präsentationen. Die Screenshots für die Powerpoint-Präsentation mussten mit hoher Genauigkeit hergestellt werden, um ein Ruckeln und Springen der Bilder zu vermeiden. Für die festlegbare Größe war ...
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18.03.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |
Nein, ich werde jetzt nicht erst noch auf das Lebenslange Lernen eingehen. Ich denke, dass ist hinlänglich thematiisiert. Doch wie kann lebenslanges Lernen unterstützt werden?
Nun, zur Erprobung neuer Einsatzmöglichkeiten aktueller Informations- und Kommunikationstechnologien bieten sich Orte an, an denen sowieso bereits gelernt wird. Durch das Hochschulentwicklungsprojekt ePUSH sollen diese Technologien gebündelt und kommuniziert werden, dass sie bei Studierenden und Lehrenden bald zu einem selbstverständlichen Teil des Lernen und Lehrens werden.
Das Projekt ePUSH läuft bereits seit Oktober 2007 und geht noch bis September 2009 und legt Schwerpunkte auf innovative Unterrichtsformen und CommunityBuilding durch Schaffung passender Infrastrukturen.
Das Projekt will entsprechende ICT-Entwicklungen für den Bildungsbereich aktiv mitgestalten und kritisch begleiten. Zu diesem Zweck setzt man auf fünf Einzelmaßnahmen – eCommunityBuilding, eInfrastruktur, eModul-Prüfung, eSupport Schlüsselkompetenzen und eQualifizierung.
ePUSH soll innerhalb von zwei Jahren Strukturen der Hamburger Fakultäten Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft nicht nur zusammenführen, sondern das neue System entwickeln und nachhaltig etablieren. In einem konzertierten Verfahren soll Vorhandenes und Auffindbares gesammelt, unterstützt und aufeinander abgestimmt bzw. im Bedarfsfall auch ergänzt werden. Das Projekt ist von vornherein so ausgelegt, dass nachhaltige Strukturen geschaffen werden, die Angebote und Services bereitstellt, die dann wiederum in den Habitus einer verinnerlichten neuen Lehr- und Lernkultur münden sollen.
ePUSH hat eine nachhaltige Einbettung von ICT in die Prozesse von Lehren und Lernen an der Fakultät IV zum Ziel. […] ePUSH umfasst alle Handlungsebenen von der Organisation von Lerninhalten, -formen und Lerngemeinschaften bis zur organisationalen Infrastruktur. Das Projekt soll dem effektiven Anschub der strategischen Ziele des ICT-Gesamtkonzepts der Fakultät IV dienen.
Durch den Aufbau vorn Strukturen und ...
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26.02.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |
Bibliotheksservices sind das, was das Überleben von Bibliotheken sichert. Hier können Bibliothekare ihre Kompetenzen einbringen und werden für den Otto-Normal-Studenten und -Lehrenden sichtbar. Besonders wichtig ist dies in der Online-Welt, aber es betrifft nicht nur Informationsangebote auf Webseiten.
Im Bereich E-Learning haben sich Bibliotheken häufig das Befüllen von E-Learning-Plattformen bereits aus der Hand nehmen lassen oder stehen auch aus rechtlicher Unsicherheit eher abwartend da. Doch inzwischen entdecken Verlage diese Lücke.
Wiley bietet inzwischen mit WileyPLUS für Dozenten & Studenten eine optimale Lehr- und Lernumgebung auf Lehrbuch-Basis an. Derzeit stehen 5 Kurse auf Lehrbuchbasis aus dem Bereich Chemie zur Verfügung. Zwei der Kurse sind als Demo-Version zur Verfügung.
Man arbeitet mit Texten, Videos, PowerPoint-Präsentationen und auch reinen Audio-Mitschnitten.
Gut gemachter Auftritt, interaktiv aber kostenpflichtig. Ein Kursverantwortlicher beantragt den Zugang zum Kurs und seine Studenten erhalten von ihm dann die benötigten Informationen zum Login.
Angebotsinformationen und Preise sind auf der Website von WileyPLUS nicht erhältlich sondern nur auf direkte Nachfrage.
Auch Microsoft verstärkt mit seinem Portal Microsoft Student Experience seine Ambitionen beim Kampf um Studierende.
Der Konzern stellt im Portal Software, Vorlagen und Dokumente zur Verfügung, die ganz “uneigennützig” natürlich auf die Produkte von Microsoft zugeschnitten sind.
Also Achtung Bibliotheken (und Rechenzentren), hier macht euch jemand Konkurrenz. Wir als Bibliothekare müssen rasch mit passenden und gut gestalteten Angeboten darauf reagieren. Es kann sonst rasch passieren, dass wir an dieser Stelle mit unseren Services zu spät kommen.
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24.02.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |
Das 4. Mal gibt es am 27. Februar den Bundesweiten Fernstudientag, bei dem sich alles ums Fernlernen, Fernstudium und E-Learning dreht. An dem Aktionstag gibt es ein buntes Aktionsprogramm von Fernschulen, Hochschulen und Online-Kursanbietern aus 50 Städten.
Seit Ende 2008 kann man sich auch über ein Newsblog über Entwicklungen in der DistancE-Learning-Branche informieren.
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12.02.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |
Lebenslanges Lernen begleiet uns als Teil der Informationsgesellschaft und besonders die rasanten Weiterentwicklungen der Computertechnologie macht dieses auch nötig. Wissenschaftler aus den USA haben untersucht, wie Computer hier weiterhelfen können.
Elisabeth Zelinski, Universität Südkalifornien, und Glenn Smith, Mayo Clinic, konnten in einer Studie nachweisen, dass ältere Menschen kognitiv fitter bleiben, wenn sie mit einer Lernsoftware Denkaufgaben am PC lösen.
In der Studie "Improvement in Memory with Plasticity-based Adaptive Cognitive Training" (IMPACT) wurden knapp 500 Probanden des Altersbereis Ü-65 untersucht, wobei 50 % innerhalb von 8 Wochen insgesamt 40 Stunden mit der kommerziellen Software "The Brain Fitness Program" (Posit Science) trainierten. Ziel war es, im Programm am Computer feine Tonunterschiede zu erkennen. Die zweite Hälfte verbrachte die gleiche Zeit mit einer Lern-DVD und Ratespielen.
Diejenigen, de mit der kommerziellen Software gearbeitet hatten, konnten ihre kognitiven Fähigkeiten deutlich verbessern. So konnten die Probanden nach den acht Wochen doppelt so schnell verarbeiten wie zuvor.
Die geistigen Fortschritte machten sich ihren Angaben zufolge auch im Alltagsleben bemerkbar. So stellen sie fest, dass sie sich beispielsweise einfacher Namen merken und leichter Gesprächen in einer lauten Umgebung folgen konnten.
Damit zeigten sich die Teilnehmer auch im Vergleich mit 10 Jahre jüngeren, untrainierten Testpersonen ebenbürtig auch bei Aufmerksamkeits- und Gedächtnistests, die sie nicht trainiert hatten.
Die zweite Gruppe zeigte nach dem Testzeitraum kaum Fortschritte.
"Die Veränderungen bei den Testpersonen waren bemerkenswert - und deutlich größer als in der Kontrollgruppe" [...]. "Das bedeutet, eine Verschlechterung der kognitiven Leistungen ist kein unausweichlicher Begleiter des Alterns mehr. Genau abgestimmte geistige Übungen können auch im Alter unsere Fähigkeiten steigern."
Die ...
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