E-books VS Print – Long Live the Book?

Weil es so gut zu Wolfgangs heute gefundener Infografik passt, hier noch ein paar sehr interessante weitere Fakten und die Frage, wird das Buch das E-Book überleben?

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Gibt ein alter E-Book-Hase auf?

Screenshot Sony's Reader Store mit Schließungsankündigung

 

Verabschiedet sich Sony von seiner E-Book-Sparte? Schlägt hier die Konkurrenz von Amazons Kindle + Shop zu und zwingt einen der ersten Anbieter, sich vom Mark zurück zu ziehen? Ich gebe zu, ich besitze einen Sony-Reader und wir zwei sind nie wirklich miteinander warm geworden, nachdem ich auch das bequeme Handling des Kindle zu schätzen gelernt habe (und weil Amazon einer der größten Anbieter ist, muss ich nicht fürchten, demnächst ohne Bücher dazustehen). Dennoch ganz ohne Sony kam ich nicht aus, denn Amazon hat nicht alle Bücher im Angebot (man staune, aber so ist es), erlaubt keine Nutzung der Onleihe (anderes Format) und eigentlich wollte ich nicht nur bei Amazon kaufen (wurde aber einfach zu umständlich mit dem Sony und den schlechten Martplätzen von Thalia, Jokers, Weltbild und Co.). Während man die Bücher bei Sony irgendwo auf einem echt internetfähigen Gerät kauft und am besten dann von da aus auch gleich über ein Kabel auf den Reader schiebt, kann man bei Kindle das gekaufte Buch einem Gerät zuordnen und sobald dieses das nächste Mal sich in ein WLAN-Netzt einklinkt, wird das gekaufte Buch synchronisiert. Einfacher geht nicht!

Was sehe ich gerade als problematisch an:

  1. Hier werden Informationen über Leser (Bestandskunden) ausgetauscht.
  2. Was passiert allerdings mit dem Shop-Angebot? Mit der Langzeitverfügbarkeit der Bücher?
  3. Kobo kann nur die Rechte für die Bücher verwalten, die in ihrem eigenen Shop angeboten werden. Für alle anderen Bücher wird es komplizierter.

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Digitale Straßenbibliotheken Teil IV: Eine Bibliothek für Fernbusreisende

Seit fast genau einem Jahr dürfen Linienbusse zwischen allen deutschen Städten fahren, wie das beispielsweise in Spanien und anderswo schon länger der Normfall ist. Die Liberalisierung des Busmarktes hat das Reisen in Deutschland verbilligt. Niemand braucht mehr eine Bahn-Card zu besitzen oder ein Auto. Nur mehr Zeit ist dabei einzuplanen. Alexander Demling brachte es letztes Jahr in dem Artikel “Liberalisierter Fernreisemarkt: Ludwig Erhard würde Bus fahren” auf den Punkt, indem er darauf hinwies, dass insbesondere Menschen mit niedrigen Einkommen diese Alternative nun zur Verfügung steht. Zudem sei das Personal der staatlichen Anbieter, wie der Deutschen Bahn, oftmals schlechter bezahlt im Gegensatz zu so manchen Busfahrern:

Der Kampf gegen Monopole im Dienste der sozialen Gerechtigkeit ist kein neoliberales Ablenkungsmanöver. Selbst der linke Vordenker Colin Crouch erinnert seine Gesinnungsfreunde gerne daran, dass sie ihren Kampf gegen offene Märkte oft an der Seite von Großkonzernen führen – obwohl sie doch eigentlich die Interessen normaler Bürger im Auge haben sollten. Ludwig Erhard nannte es “den sozialen Sinn der Marktwirtschaft, dass jeder wirtschaftliche Erfolg dem Wohle des ganzen Volkes nutzbar gemacht wird”.

Hinzu zum sozialen Aspekt, kommt seit kurzem die kostenfreie Reisebibliothek, welche der Fernbusanbieter city2city seit Dezember 2013 im Angebot hat.

Das Angebot für Fahrgäste nennt sich „time4books“. Der Piper-Verlag stellt die “Bücher” zur Verfügung, zu welchen die Reisenden über einen QR-Code Zugang erhalten. Es ist geplant alle 3-4 Monate ein neues Sortiment anzubieten. Ein weitere Plus diese Buslinie zu nutzen, ist das kostenlose WLAN-Angebot. Im Gegensatz zur Deutschen Bahn, die nun auch dieses Jahr wieder die Fahrpreis um 3 % anheben wird und immer noch über keine kostenfreie WLAN-Verbindung verfügt, ist City2City hier Vorreiter. Allerdings sind es, wie bei dem Beispiel aus Bukarest, welches hier im Blog 2012 vorgestellt wurde, nur Leseproben, welche nur bis zu 35 Minuten ein Lesevergüngen bieten. Dennoch könn(t)en neben den Verlagen auch Bibliotheken profitieren, indem diese gezielt damit deutschlandweit werben, dass sie E-Books – in diesem Fall aus dem Piper-Verlag – kostenfrei (je nach Jahresgebühr) in vollständiger Form anbieten. Selbst wenn kommunale Bibliotheken eben dafür einen anderen Fernbusreisenanbieter finden, der bereit wäre die Onleihe auf bestimmten Strecken zu ermöglichen. Zudem gibt es ein Gewinnspiel, bei dem Reisende das vollständige Buch gewinnen können. Wie Buchreport gestern anmerkte, gibt es ähnliche Angebote in Italien. Dort bietet der Verlag RCS Libri über ein WLAN-Netz vollständig kostenfreie E-Books in Zügen der der Eisenbahngesellschaft NTV an. Deren Ziel ist es, das Nutzungsverhalten der Leser zu erforschen. Im Blog eBook-Fieber wird festgestellt, dass solche Ideen und Maßnahmen diejenigen Skpetiker unter den Leser und Leserinnen an das elektronische Lesen gewöhnen und Lust auf Mehr machen.

Schließlich merken sie spätestens beim entspannten Sitzen im Bus, wie einfach man auch unterwegs an Nachschub für die digitale Bibliothek herankommt. Wer dann vom Lesen auf Tablet oder Smartphone nicht ganz so angetan ist, kann sich ja immer noch nachträglich einen eReader zulegen. Was haltet ihr von dem Piper-Angebot?

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[Zitat] Unkommentiert – Entstehungsjahr unbekannt

“We shouldn’t use e-books to replace traditional books, and we shouldn’t expect them to do something that they don’t. They’re not substitutes for a human being.” Molly F. Collins

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[Infografik] Lehrbuchrezeption bei E-Books

e-textbooks and Students

Wissenschaftliche Bibliotheken, die Fachinformationsdienste und Bibliotheken von Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen setzen zunehmend auf elektronische Medien. Hinter dem häufig verwendeten Schlagwort “e-only” versteckt sich eine Erwerbungspolitik, die aus Platzspargründen und der besseren Verfügbarkeit und Nutzbarkeit großer Informationsmengen auf eine rein elektronische Anschaffung von Medien setzt.
Ob diese Politik in Hinsicht auf die Nutzung begründet ist? Das Rasmussen College hat dazu eine Umfrage unter Studierenden durchgeführt und die Ergebnisse in der folgenden Infografik zusammengefasst:
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So umgehen Sie das Kindle-DRM

Amazon schafft es mit immer neuen Angeboten, z.B. das E-Book zum Buch (kostengünstig, kostenfrei) oder die kostenfreien MP3s zur gekauften CD (Autorip), Kunden dauerhafter an sich zu binden. Das Kindle-DRM stört jedoch viele, weil es das Buch von einem bestimmten Lesegerät abhängig macht und somit den Nutzer auf einen bestimmten Anbieter festlegt. Das folgende Video, das Michael Schmalenstroer in seinem Blog vorstellt, zeigt eine Variante, wie man Kindle-DRM oder sicherlich auch das DRM der Onleihe oder andere ePub-E-Books ganz analog umgehen kann. Das Video zeigt auf sehr kreative Weise, wie man seine Privatkopie sichern kann. Umgesetzt wurde diese Variante des “Do-it-yourself Buchscanners” durch Peter Purgathofer, Professor für interaktive Systeme an der TU Wien.

DIY kindle scanner from peter purgathofer on Vimeo.

Im Ganzen ist dies nichts anderes als die Do-it-yourself-Scanner zum Einscannen ganzer Bücher.

Quellen:
Wie man E-Books mit Lego und Laptop von DRM befreit, iRights.info
Schmalenstroer, Michael: Wie man auf analoge Weise das Kindle DRM knackt, Schmalenstroer.net

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[Kurz] Die Onleihe ist kein Flatrate-Modell

… und schon gar kein funktionierendes!

Frau Lison nimmt im Buchreport Stellung zur Onleihe.

Die E-Book-Ausleihe ist – wie alle Innovationen – noch eine relativ unbedeutende Größe, wenn man die Gesamtzahl der Ausleihen betrachtet. Allerdings hat sie gewaltige prozentuale Steigerungsraten, besonders in den Großstadtbibliotheken.

Es besteht Redebedarf mit dem Börsenverein als Vertreter der Verlage. Allerdings – oh, wen wundert es – wurden die Gespräche aus “kartellrechtlichen Gründen” (!) abgesagt, genauso wie im letzten Jahr.

Es ist wohl kein Wunder, nachdem letzte Woche ein Aufschrei durch die Runde ging, die die Städtischen Bibliotheken Dresden würde Bücher deutschlandweit über die Onleihe anbieten. Von einer Flatrate für 10,00 Euro im Jahr war da die Rede und armen Verlagen, die dadurch Schaden erhielten.

Die die Städtischen Bibliotheken Dresden bezogen heute selbst endlich Stellung dazu und nannte die wichtigsten Fakten zur Onleihe: die Ausleihe erfolgt wie bei physischen Büchern 1:1, häufig mit kürzeren Leihfristen und nur für Anghörige der Bibliothek. Unerwähnt blieb die Kritik an diesem Modell, z.B. dass die Nutzung mehr schlecht als recht funktioniert dank eines regiden Digital Rights Managements (DRM) und wirkliche Alternativen zur Onleihe gibt es für Bibliotheken bis heute nicht.

Weitere Informationen zu “E-Book-Flatrates”:
Upmeier, Jessica: E-Book-Flatrates im Vergleich, Lesen.net
Flatrate- und Leihmodelle für Ebooks, AKEP Wiki

Artikel zur Onleihe:
Stuber, Peggy: eBooks leihen: Dresdner Onleihe online und bundesweit nutzen, Lesen.net
Dresdner Bibliotheken bieten E-Book-Verleih bundesweit an : E-Book-Flatrate für 10 Euro im Jahr, Buchreport
Bibliotheken Dresden beziehen Stellung zu ihrem E-Book-Verleih, Buchreport
Barbara Lison erläutert die Sicht der Bibliotheken zur Onleihe, Buchreport

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