Andere für sich arbeiten lassen
Kategorie(n): Bibliothek, Social Web, Web x.0
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Menschen sind verspielt. Es ist Teil ihrer Neugier und teil des Lernens. Diesen Spieltrieb nutzen verschiedenste Netzprojekte, um mit kleinen Spielchen Freiwillige sonst unlösbare Aufgaben erledigen zu lassen.
Schon Tom Sawyer machte Zaunstreichen seinen Freunden schmackhaft, weil er tat, als sei dieses ein großer Spass. Danach schufteten die Freunde freiwillig für ihn und beschenkten ihn auch noch. Diesen psychologischen Trick nutzen Internetportale wie Flickr, YouTube oder del.icio.us lassen sich mit Inhalten von ihren Nutzern füttern, seien es Fotos, Filme oder Links, die dann auch gleich noch durch die Vergabe von Tags seitens der Nutzer inhaltlich erschlossen werden.
Richtige Bibliothekare und Archivare würden systematisch vorgehen, wären aber teuer. Doch können diese Aufgabe mit guten Resultaten auch ganz normale Menschen bewältigen, wenn es nur genug von ihnen sind – “Social Tagging” nennt sich das.
Wie man Freiwillige durch das Angebot kleiner Spiele und die Herausforderung des Wettbewerbsgeistes motiviert, einen Dienst der Gemeinschaft zu erbringen, wurde von Markus Krause und Hidir Aras von der Universität Bremen untersucht. Auch Luis van Ahn von der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh hat für seine Doktorarbeit ein kleines Online-Game entwickelt, welches als Zugabe zuverlässige Beschreibungen von Bildinhalten ausgab. Ziel des von ihm entwickelten Spiels war, dass zwei zufällig zusammengestellte Teams möglichst die gleichen Begriffe für Bilder, Töne oder Texte vergeben, um als Belohnung Punkte zu erhalten. Van Ahn berechnete, dass so alle Google Bilder innerhalb weniger Monate beschriftet sein könnten, wenn dieses Spiel eine ähnliche Popularität erreichten würde wie übliche Online-Spiele.
Krause und Aras haben dieses Spielmodell leicht modifiziert, um den Prozess noch weiter zu beschleunigen:
Hier denken sich die Spieler die Begriffe nicht selbst aus, sondern müssen ein einmal gewähltes Stichwort in Bezug setzen zu bestimmten Teilen einer Webseite.
Auch hier geht es letzendlich um die Übereinstimmung der Tags, die dabei abfallen und die später den Suchenden ihre Recherche erleichtern.
Der Spieltrieb, der den Menschen innewohnt, kann auch genutzt werden, um bestimmte Verhaltensweisen zu erreichen, z.B. für ein ökologisch korrektes, d.h. benzinsparendes Fahren, welches durch das Cockpit eines Autos belohnt wird.
So arbeitet der Autohersteller Ford an einer Idee:
Auf einem Display blüht oder verdorrt eine Weinranke, je nachdem, wie gut der Mensch mit seinem Tankinhalt haushält.
Einen ähnlichen Ansatz hat der Klimaforscher Byron Reeve von der Stanford University. Dabei sollen die Menschen im Netz um den niedrigsten Stromverbrauch konkurrieren.
Die Mitspieler sollen die Daten ihres eigenen Stromverbrauchs in virtuelle Welten einfließen lassen, die wie World of Warcraft oder Second Life funktionieren, nur dass sie niedrigen Stromverbrauch mit höheren Punktzahlen belohnen. Wobei Datenschützer die aktuell geplanten intelligenten Stromleser, die dafür nötig wären, nicht besonders mögen.
Das Ganze geht weiter. Konkrete Ideen können auf Ideenportalen Geld einbringen. Auf der Plattform Atizo beispielsweise schreiben Unternehmen ihre Probleme aus und lassen dann die Community um die besten Lösung in Wettbewerb treten. So sind 2000 Schweizer Franken für Produktideen aus Schweizer Poulettfleisch ausgeschrieben. 357 Ideen wurden dafür bereits eingereicht, obwohl es nur einen Gewiner gibt und noch kann man bis 25.11. weitere Ideen einreichen.
[D]ie erst 2008 ins Leben gerufene Seite lockt immer mehr “Innovatoren” an. 5.300 haben sich inzwischen registriert. Seit der Gründung hat die Seite über 50 Projekte durchgeführt, unter anderem für namhafte Kunden wie Migros, Google, Swisscom und BMW.
Können sich Bibliotheken dieses Verhalten zunutze machen? Sicherlich gäbe es hier die Möglichkeiten dess Social Taggings. Spiele müssen dabei die Nachteile des Social Taggings jedoch in Griff bekommen:
Ben Heuwing kommt in seiner Magisterarbeit “Tagging für das persönliche und kollaborative Informationsmanagement: Implementierung eines Social-Software Systems zur Annotation und Informationssuche in Bibliotheken” von 2008 zu folgendem Ergebnis:
Es konnte eine relativ geringe Wiederverwendung des Vokabulars und eine geringe Überschneidung bei den getaggten Ressourcen festgestellt werden. Damit sich daraus keine Nachteile für die Benutzbarkeit ergeben, sollten geeignete Methoden für die Unterstützung bei der Tagvergabe und der Suche angewendet werden. (S. 128)
Quelle:
Wie man andere einspannt, ohne dass sie es merken auf Zeit.de
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[Studie] Internetbasierte Kooperationen im Social Web
Kategorie(n): Social Web, Web x.0, Wissenschaftskommunikation
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Die Kulturpädagogin Christiane Schulzki-Haddouti hat eine umfangreiche Studie zum Social Web vorgelegt. Die Journalistin begutachtete dafür mehr als 1000 Anwendungen Andwendungsfällt und interviewte 47 Experten.
Diese Studie “Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft” (BY-NC-SA) konnte sieben Faktoren ermitteln, die für den Efolg und die Akzeptanz eines Social-Web-Angebots notwendig sind. Dazu zählen flexible Strukturen, kontextorientierte Regeln, die Untersützung von partizipativen Identitäten, soziale Umgangsformen aller Beteiligten oder auch das Feedback.
Frau Schulzki-Haddouti entwarf zudem Szenarien für
- Wissensmanagement in Unternehmen (mit Fallbeispielen, z.B. für IBM, Coremedia)
- Forschergruppen (mit Fallbeispielen, z.B. für das MPI für Wissenschaftsgeschichte)
- Berufliche Bildung (mit Fallbeispielen, für Das Produktions-Lern-System (PLS), Daimler AG und Business Learning, Siemens AG)
- Nichtstaatliche Organisationen (NGO) (mit Fallbeispielen, z.B. Ehrenamtportal Greenpeace, Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung)
Das klingt nach jeder Menge Lesestoff für die nächste Zeit.
Diese umfangreiche Studie ist eine Analyse für die Innovations- und Technikanalyse (ITA) im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und entstand im Rahmen eines Forschungsprojekts am Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt.
Quelle:
Studie über internetbasierende Zusammenarbeit via heise online
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Twitter als Eliteschmiede
Der Internet-Kritiker Keen, bekannt geworden durch sein Buch “Die Stunde der Stümper” zeigt sich im Spiegel-Online-Interview mit Michael Soukup geläutert.
Keen verweigert sich dem Netz nicht. Er ist selbst bei Twitter unterwegs, geht aber auch auf sehr ironische Art mit dem Internet um. So warnte Keen in seinem Buch vor einer “Diktatur der Affen” und sprach immer wieder von der “Verdummung durch Web 2.0″. Er steht dazu, ein Polemiker zu sein, der mit seiner Art von Humor Dinge und Probleme beschreibt. Dass dies missverständlich sein kann, zeigten die erbosten Reaktionen von Bloggern auf sein Buch. Dieses richtete sich gegen die enthusiastische Begeisterung bezüglich Web 2.0. Ein akademisch gehaltenes Buch wäre kaum aufgefallen und hätte keine Reichweite bekommen. Keen geht es nach eigener Aussage nicht darum, sich damit zu profilieren. Er wollte einfach nur das unendliche Geltungsbedürfnis und die neuen Fakten des Lebens aufzeigen. Es gibt eine neue Realität, die vielen nicht gefällt und die man dennoch akzeptieren muss.
Viele Leute wollen nicht bei Web 2.0 mitmachen, weil es sie nervt. Aber sie haben keine andere Wahl. Idealismus wird durch Selbstmarketing ersetzt. Künstler, Journalisten, Musiker und Autoren der alten Schule haben keine Chance mehr. Wer überleben will, muss permanent an seinem Internet-Image feilen, seine eigene Ich-Tag aufbauen.
Der Kritiker sieht im Microbloggingdienst Twitter ist ein gutes Beispiel für diese Behauptung, denn bei Twitter ist seiner Meinung nach eine neue Elite im Begriff zu entstehen. Dabei beginnt eine Hierarchie zwischen Talent und Publikum das Amateurhafte wieder zu verdrängen. Hilft Twitter das Web 2.0 zu professionalisieren?
Keen selbst sieht in seinem Blogger- und Twitterleben keinen Widerspruch zu seinen polemischen Äußerungen.
Ich bin talentiert und ein guter Verkäufer. Das Web ist für mich ein wichtiges Marketingmittel. Aber ich verkaufe wenigstens das Internet nicht als die große Demokratisierung.
In seinem Buch kritisierte er schwerpunktmäßig die angebliche Kommerzialisierung des Internets, die aber nur in den seltensten Fällen wirklich als erfolgreich zu bezeichnen ist. Wer besitzt schon Google, wohl das einzige Unternehmen, das in der Gratiskultur des Netzes, Milliarden verdient. Aber Google verdient dieses Geld durch die Verwendung freier Inhalte. Es syndiziert diese Inhalte und blendet Werbung ein, mit der das Unternehmen Milliardenumsätze generiert.
Bei Twitter zeigt sich Keens Meinung nach, dass vor allem bisherige Medienstars die meisten Follower, d.h. Leser haben. Allerdings heißt es für diese, dass sie auch ihre menschliche Seite mit ins Gewicht werfen müssen, denn das ist ein Teil der Twitterkultur.
Keen sieht im Microblogging Twitter eine Trendwende, die einen Bedeutungsverlust der Blogosphäre nach sich gezogen hat. Grund dafür ist, dass gerade die neuen Dienste die alte Hierarchie der Experten stützt. Spätestens hier muss ich beim Lesen des Interviews schlucken. Keen spricht im Zusammenhang dieser Wende von einem Web 3.0. Das Buzz-Word wird in anderen Fachkreisen nämlich mit einer weitgehenden Automatisierung des Webs, dem Semantic Web verwendet. Automatisiert werden sollen in diesem Zusammenhang die Erkennung von Bedeutungszusammenhängen von Inhalten.
Auch finde ich es ingesamt schwierig, von einer zunehmenden Bedeutung von Experten zu sprechen. Hier verkennt man die Veränderungen des Web 2.0, des Social Webs bzw. Mitmachwebs. Die vorherigen Experten des Web 1.0 waren diejenigen, die in der Lage waren, Websiten zu gestalten, Daten auf Server zu laden und ggf. die technische Seite des Computers oder Internets zu beherrschen. Auf diese Form des Expertentums reagierten die Anwendungen des Web 2.0, das jetzt jedem ermöglichte, Teil des Internets zu werden, ohne programmieren können zu müssen. Aber auch im Web 2.0 setzten sich jene durch, die sich qualitativ als Experte in einem Bereich von den anderen absetzten. Microbloggingdienste wie Twitter beschleunient diese Entwicklung nur.
Keen steht der Entwicklung in vielen Teilen weiterhin kritisch gegenüber. Eine Professionalisierung des Internets in dieser Form sieht er als positive Entwicklung an, bemerkt jedoch dazu:
Während wir als Teil der Medienelite verstehen, wie das Internet tickt, sind die meisten Menschen dem Web 2.0 schutzlos ausgeliefert. Ihnen fehlt die gesunde Portion an Misstrauen. Denn Blogs zerstören zunehmend die professionelle Informationsvermittlung. Da niemand redaktionell eingreift und Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt prüft, verbreiten sich Fehler und Lügen im Web wie Bakterien. Wir wissen, dass auf Wikipedia vieles nicht stimmt, unseren Kindern ist das aber nicht bewusst.
Zurecht äüßert der Spiegeljournalist Soukup, dass hierin aber auch die Gefahr der Verklärung der alten Medien zu sehen sei: So wurden 2007 bei einem Vergleich von Wikipedia mit der Encyclopädia Britannica nur geringe Qualitätsunterschiede festgestellt und der Online-Brockhaus schnitt sogar schlechter als die Freie Enzyclopädie ab. Keen erkennt das eigentliche Problem in der fehlenden redaktionellen Gewichtung. Ausschlaggebend für die Länge und Genauigkeit eines Wikipediaartikels sind eher ein (Massen)Interesse als die Bedeutung eines Themas.
Keen erkennt an, dass sich aus Blogs professionelle Online-Magazine entwickeln können, z.B. TechCrunch. Hier wurden ehemals amateurhafte durch professionelle Strukturen ersetzt.
Keen relativiert in diesem Interview mehr und mehr seine eigenen Aussagen, auch wenn er 80 – 90 Prozent seiner Prognosen als eingetroffen bezeichnet. In seinem nächsten Buch will er die sozialen Netzwerke jedoch differenzierter betrachten. Eine entsprechende Aufmerksamkeit dürfte ihm nach dem ersten Rundumschlag sicher sein.
Quelle
“Bei Twitter entsteht eine neue Elite”, Andrew Keen im Interview mit Michael Soukup, via Spiegel online
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Kindle zwischen den Fronten
Die Kindle-Macher stehen derzeit im Kreuzfeuer. Man kann inzwischen schon fast titeln: “Immer Ärger mit dem Kindle.” Kaum war der Kindle 2 auf dem Markt, da gingen Autoren und Verlage wegen der Vorlesefunktion des Gerätes auf die Barrikaden. Nach dem der US-Autorenverband Authors Guild heftig gegen die Text-to-Speech-Fähigkeit protestiert
hatte, gab Amazon fast zu kampflos nach und überließ Autoren und Verlagen die Entscheidung darüber, ob der Kindle das Buch vorlesen darf.
Nun kritisiert der US-Blindenverband National Federation of the Blind (NFB) Amazons Entscheidung, die Vorlesefunktion des Kindle 2 einzuschränken. Der Vorwurf lautet, dass so die Sehbehinderten und Menschen mit Leseschwäche und Lernschwierigkeiten durch Author Guild und die Verlage diskriminiert würden.
Der technologische Fortschritt und die bessere Verfügbarkeit der E-Books helfen den Betroffenen, einen gleichberechtigten Zugang zu Informationen zu erhalten. Da wirkt es schon sehr willkürlich, wenn Autoren und Verlage nun über einen Informationszugang entscheiden können, indem sie über die Text-to-Speechfähigkeit entscheiden können. Diese Diskriminierung könne der Verband nicht akzeptieren.
Das nächste Schlachtfeld, auf dem der Wind eisiger wird, ist Amzons Preisgestaltung bei den elektronischen Büchern.Vielen Kindle-Besitzern sind die Preise der E-Books zu hoch. Auch sie protestieren bei Amazon und zwar direkt auf der Verkaufsplattform.
Unter dem Motto “9.99boycott” rufen die Protestierer Gleichgesinnte dazu auf, nicht mehr als 9,99 US-Dollar für ein E-Book zu bezahlen. Alle E-Books, die teurer sind, sollen bei Amazon mit dem Hinweis “9.99boycott” versehen werden.
Bibliothekarin und Kindlebesitzerin Crystal O’Brien begründete im Blog on Wired den “9.99boycott”.
A Kindle book is more restricted in its use than a paper book and therefore should not cost as much.
Es erscheint ihr unfair, für weniger Leistung mehr als 9.99 $ zu zahlen.
“You are not getting something you can lend out to other people, you are not getting a physical item,” [...] “So you shouldn’t have to pay so much for a digital copy.”
Das sind nicht die einzigen Argumente:
Kindle books are limited in their use: They cannot be donated to a library, sold to a used-book store or even Amazon’s used marketplace or traded elsewhere. In addition, some books are badly designed and offer little pictorial or other kind of visual relief [...].
Indirekt kämpft diese Bewegung damit auch gegen Digital Rights Manangement (DRM), das für viele der Beschränkungen bei den Kindle-E-Books verantwortlich ist.
Quellen:
Gehring, Robert A.: US-Blindenverband protestiert gegen US-Schriftstellerverband via Golem.de
Ganapati, Priya: Kindle Readers Ignite Protest Over E-Book Prices auf Wired Gadget Lab
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Microsoft Carta – ein Auslaufmodell
Wikipedia wird zum Killer renommierter Enzyklopädien. Dazu kommen Wissenssammlungen, welche durch Internet-Suchmaschinen zugänglich gemacht werden. Die Konkurrenz ist wohl für das profitable Geschäft mit der Microsoft Carta viel zu groß. Microsoft entschied sich daher, die Multimedia-Enzyklopädie Encarta komplett einzustellen. Zum 31.10. werden die Online-Seiten eingestellt, zu Ende Mai der Vertrieb von CDs.
Abonnementen bekommen ihre zu viel gezahlten Abo-Gebühren erstattet.
In Microsofts Erklärung heißt es:
People today seek and consume information in considerably different ways than in years past. As part of Microsoft’s goal to deliver the most effective and engaging resources for today’s consumer, it has made the decision to exit the Encarta business.
Der Gewinn der 1993 gestarteten Carta ging seit 2001 die Abonnement-Einnahmen kontinuierlich zurück.
Der englischsprachige Wikipedia-Eintrag über die Encarta ist – wie sollte es auch anders sein – schon auf dem neusten Stand.
Wieder verschwindet somit ein Stück kontrolliertes Wissen aus der Welt des Netzes. Jürgen Vielmeier meint zurecht:
Nur noch einer Quelle vertrauen zu können, ist keine schöne Vorstellung
Es geht also nicht nur Qualität verloren – worüber man sich sicherlich schreiten kann – sondern hier ist auch ein Verlust an Informationsvielfalt zu beklagen, der durch die Kostenlosigkeit des Netzes verursacht wird.
Quellen:
Microsoft stellt Enzyklopädie Encarta ein via heise online
Vielmeier, Jürgen: Gegen Wikipedia chancenlos: Microsoft stellt Encarta ein auf FreshZweiNull
Microsoft beerdigt Encarta bei Spiegel Online
Microsoft gibt sich Wikipedia geschlagen auf Tagesschau.de
Important Notice: MSN Encarta to be Discontinued via Microsoft
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Umfrage: Blogs zur Unterstützung von Seminaren
Kategorie(n): Umfrage, Web x.0, Wissenschaftskommunikation
Weiteres:
Hier ein Hinweis auf eine Umfrage von Ralf Appelt auf LOVE it or CHANGE it . com :
11 Fragen zur Gestaltung von Seminarblogs
Kostet 5 Minuten Zeit…
Hintergrund:
Bedingt durch das vergangene Semester und den Einsatz eines Blogs als zentrale Online-Plattform zur Begleitung eines Seminars stellt sich mir in Vorbereitung auf das kommende Semester folgende Frage:
Wie sieht ein optimales Seminarblog aus?
Um nicht nur meine Erfahrungen im Umgang mit Blogs als Seminarplattform nutzbar zu machen starte ich hiermit eine kleine Umfrage (11 Fragen) die dazu beitragen sollen dem Ergebnis auf die Spur zu kommen. Ich würde mich sehr über zahrleiche Beteiligung und Verlinkung freuen. Im Gegenzug werden die Umfrageteilnehmer (auf Wunsch) über die Ergebnisse informiert, ausserdem werde ich die Ergebnisse selbstverständlich an dieser Stelle veröffentlichen.
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Kooperation oder Kontrolle?
Kategorie(n): Digitale Bibliothek, Web x.0
Weiteres:
Diese Frage stellen sich Alexey Maslov, Adam Mikeal und John Leggett in Bezug auf Digitale Bibliotheken. Sie sehen die Digitalen Bibliotheken abgekoppelt vom Web 2.0 – Geschehen.
The Web 2.0 trend has placed a renewed emphasis on interoperability and cooperation between systems and people. The digital libraries community is familiar with interoperability through technologies like OAI-PMH, but is disconnected from the general Web 2.0 community. This disconnect prevents the digital library from taking advantage of the rich network of data, services and interfaces offered by that community. This paper presents a case study of a collection within the Texas A&M Repository that was improved by adopting the principles of cooperation embodied by the term Web 2.0.
Gestellt wird sich der Frage, welche Vorteile kooperative und zentralistische Ansätze bieten können und in welcher Form die Inhaltssyndikation für eine digitale Bibliothek sinnvoll ist.
Der zwölfseitig Artikel erschien in der Ausgabe des Journal of Digital Information, Vol 10, No 1 (2009).
Maslov, Alexey et al.: Cooperation or Control? Web 2.0 and the Digital Library
Aufmerksam geworden über:
Baker, Gavin: Web 2.0 vs. digital libraries
via Peter Subers Open Access News
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BITKOM gibt einen “Leitfaden für Web 2.0 in der öffentlichen Verwaltung” heraus
Interessanter Lesestoff, den die BITKOM da mit “Web 2.0 für die öffentliche Verwaltung” liefert. Neben einer kurzen Darstellung der Prinzipien des Web 2.0 gibt es dann auch nationale und internationale Kurzvorstellungen von Angeboten. Hier werden positive Beispiele der nationalen und internationalen Verwaltung gezeigt. Die 32-seitige Broschüre ist ein netter Überblick.
Quelle:
News: BITKOM – Leitfaden für Web 2.0 in der öffentlichen Verwaltung via Juristisches Internetprojekt Saarbrücken
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Wer hat Angst vor Youtube?
MGM zumindest nicht, denn Metro-Goldwyn Mayer ist das erste große Filmstudio, welches Filme und Serienmaterial auf Youtube bereit stellt.
Zu den Inhalten, die MGM Youtube zur Verfügung stellen will, gehören zunächst Folgen aus der 80er-Jahre-Gameshow “Amercian Gladiators” sowie der “Impact”-Channel, über den MGM Ausschnitte aus Actionfilmen wie Rocky oder Ronin anbietet.
Der Western “McQuade, der Wolf” und der Actionfilm “Der kugelsichere Mönch” sollen sogar in voller Länge über Youtube zu sehen sein.
Eine entsprechende Vereinbarung wurde zwischen dem Filmstudio und Google für die USA geschlossen. Für Youtube-Besucher aus anderen Ländern heißt es dabei: “Wir müssen draußen bleiben.”
MGM ist nicht der einzige Anbieter, der mit Youtube zusammen arbeitet. Der Fernsehsender CBS will innerhalb des Monats November Folgen der Fernsehserien “Star Trek” und “Beverly Hills 90210″ über diesen Kanal verbreiten.
Quelle:
Filmstudio MGM bietet Filme über Youtube an
via golem.de
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Bloggiquette für zufriedene Leser
Wie gestaltet man sein Blog so, dass der Leser sich dabei wohl fühlt? Wie geht man dabei am besten vor? Nun vielleicht schaut man sich selbst erstmal eine Weile verschiedenste Blogs an. Dabei merkt man sicherlich, was einem gefällt, was einen stört und was so als Standard angesehen werden kann.
Gut Tipps, was man beachten sollte gibt Steffi Nitzpon in ihrem Blog Blogwiese. Sie zählt folgende 13 Punkte auf.
- 1. Werbung in Blogs
- 2. Sichtbarer Feedbutton bzw -link
- 3. Suchfeld ist wichtig
- 4. Emailbenachrichtigung bei Folgekommentare
- 5. Opt-in statt Opt-out
- 6. Gekürzte Feeds
- 7. Editfunktion für Kommentare
- 8. Zwangsregistrierung
- 9. Bild-Captcha
- 10. Schliessen von Beiträgen
- 11. Lieber heller Hintergrund statt dunkler
- 12. Linkvorschau
- 13. Nimm dir Zeit für deine Leser
Nun, dazu lassen sich sicherlich weitere Punkte finden. Strittig können auch einige der folgenden Vorstellungen sein:
- Kennzeichnung von Links
Ich bevorzuge persönlich, wenn ich sehe, ob der Link auswärts geht, ob er auf ein PDF- oder Word-Dokument verweist, welche Sprache mich erwartet. Andere finden das zu viele Informationen und verzichten auf eine solche Kennzeichnung, um den Textfluss nicht zu stören oder um zu viele bunte Bilder zu vermeiden. - Öffnen in einem neuen Fenster/Tab
Immer wieder lese ich, dass es doof ist, verweisende Links ein neues Fenster öffnen zu lassen. Ich bevorzuge es, wenn ich einen längeren Blogbeitrag lese, mich interessierende Links bereits zu öffnen, aber den Text weiterlesen zu können. Bei Firefox, mit dem ich die meiste Zeit arbeite, kann man es so einstellen, dass sich die neue Seite automatisch in einem neuen Tab und nicht in einem neuen Fenster öffnet. Wenn es auch eine “Unsitte” sein soll, werden in diesem Blog verweisende, externe Links pertarget="_blank"geöffnet, es sei denn, es hagelt hier Proteste.
- Smilies
Texten fehlt Mimik, fehlt Gestik, fehlt die stimmliche Tonlage, so dass oft nicht klar ist, ob etwas ironisch, sarkastisch oder ernst gemeint ist. Smilies sind eine nette Form, Dinge deutlicher zu kennzeichnen. - Netiquette
Schon aus Mails und Foren ist die Netiquette ein wichtiges Stichwort, dessen dahinter stehenden Inhalte man unbedingt verinnerlichen sollte. - Wohlfühlen
Beim Schreiben und Pflegen seines eigenen Blogs sollte man sich auch wohlfühlen. Nur wer Spass hat und sich den Spass erhält, bleibt kreativ und mit Lust dabei.
Quelle:
Nitzpon, Steffi: 13 Tipps für zufriedene Blogbesucher auf der Blogwiese


