31.08.2010 | von Wolfgang Kaiser | Keine Kommentare » |
"Das intellektuelle Afrika bleibt vielen Deutschen, aber auch vielen Afrikanern unbekannt. Dabei gibt es in Afrika nicht nur hervorragende Autoren und Autorinnen, Musiker und Musikerinnen, sondern es gibt auch eine florierende Filmindustrie. Auch europäische Filmemacher entdecken den Kontinent für sich. Den an Afrika Interessierten fehlt es allerdings an leicht zugängigen Medien, anhand derer sie sich über Musik, Filme, Geschichte, Politik und Kultur informieren können." Hervé Tcheumeleu
Über die französische Webseite Livres Hebdo wurde ich gestern auf die Eröffnung eines Afrika Medienzentrums in Berlin-Wedding aufmerksam, die bereits am 18.08. 2010 stattfand. Die Suche nach einer Berichterstattung über dieses Ereignis in den einschlägigen Berliner Tageszeitungen (Tagesspiegel, TAZ, Berliner Zeitung), verlief leider erfolglos. Wenn in den überregionalen und regionalen Mainstreammedien Meldungen wie die Eröffnung eines Afrika Medienzentrums in Berlin überhaupt nicht Erwähnung findet, ist das sicher kein Einzelfall im Hinblick auf eine gewisse Ignoranz von multikulturellen Themen, die weniger Klischees und Stereotype transportieren, als die bekannten reißerischen Meldungen. Bereits im Blogeintrag vom 9. Mai diesen Jahres zum 5. Geburtstag der Hannah-Arendt-Bibliothek in Hannover kam ich am Ende meiner Ausführungen auf das afrikanische Viertel in Berlin-Wedding und möglichen Synergieeffekten mit Stadtteilbibliotheken zu sprechen. Die Aussagen von Herrn Diallo, dem Leiter des Afrikahauses Berlin, haben durch die Eröffnung des Afrika Medienzentrums wieder an Aktualität gewonnen. Er merkte am 07.10.2009 an, dass sich deutsche Bibliotheken und BibliothekarInnen stärker für die Informationsbedürfnisse der Einwohner Deutschlands, welche aus Afrika stammen, interessieren sollten. Für sie sei die Bibliothek nicht ...
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7.07.2010 | von Dörte Böhner | Keine Kommentare » |
Es ist der 100. Bibliothekartag, der vom 7. - 10. Juni 2011 in Berlin stattfindet. Für diese Jubiläumsveranstaltung ist nun der Call for Papers draußen. Für neun Themenbereiche können nun die Abstracts und Vorschläge für Einzelbeiträge und Blockveranstaltungen eingereicht werden.
1. Blick auf die Informationslandschaft (u.a. braucht die Gesellschaft noch Bibliotheken? Wie sehen Nichtnutzer und Nutzer Bibliotheken? Wie reagieren wir darauf? / Was erwartet die Gesellschaft, was erwartet die Wissenschaft von Bibliotheken? Was sind unsere Angebote? / Informationsverhalten im Wandel)
2. Gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen (u.a. Bibliotheksgesetze, Urheberrecht, Open Access versus Personen- und Datenschutz / Bibliotheken in der Finanzkrise / Bibliotheken und Verlage / Bibliotheken als Kultur- und Bildungseinrichtungen, aber auch als deren Partner / interkulturelle Bibliotheksarbeit / Engagement und Ehrenamt)
3. Berufsbild: gestern – heute – morgen (u.a. Ausbildung, Fortbildung / Veränderungen der Anforderungen und Aufgaben)
4. Berufsethik (u.a. Mitarbeitermotivation / kollegiales Verhalten / Informationsethik / Datenschutz)
5. Bibliothek als Ort: real und virtuell (u.a. Informationsräume / Bibliotheksbau / Barrierefreiheit / Lernort Bibliothek / Kommunikationsort Bibliothek / Bibliothekspräsenz im WWW)
6. Bewahren des kulturellen Erbes (u.a. Digitalisierung: Kosten und Nutzen / Bestandserhaltung / Kooperationen)
7. Konzepte und Strategien im Wandel (u.a. Erwerbungsmodelle / Erschließungskonzepte / von der Auskunftstheke bis zum 24Stunden-Chat / Zielgruppenspezifische Angebote / Teaching Library)
8. Bibliotheksmanagement im 21. Jahrhundert (u.a. Modelle der Reorganisation / neue Anforderungen und Aufgaben für Bibliothekare / demografischer Wandel / Personalmanagement / leistungsabhängige Bezahlung)
9. Bibliotheken X.0 (u.a. neue ...
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19.05.2010 | von Katharina Lachmann | 21 Kommentare » |
Eigentlich kann sich jede Bibliothek glücklich schätzen, wenn sie ihre Daseinsberechtigung mit phantastischen Nutzer- und Ausleihzahlen rechtfertigen kann. In Berlin werden diese aber immer mehr zum Problem. Das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, welches schnell den Spitznamen „Märchen-Zentrum“ erhielt, ist die am 12.Oktober 2009 eröffnete neue Zentralbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin. Mit dieser bekommt die UB der HU erstmals in seiner Geschichte ein eigenes Gebäude. Vorher war sie 100 Jahre Untermieterin in der Staatsbibliothek zu Berlin. Mit dem Neubau kehrt die UB außerdem zurück in die unmittelbare Nähe des Campus in Mitte.
Das momentane Hauptproblem der Bibliothek sind ihre Nutzer. Diese haben die Bibliothek mehr als nur gut angenommen: sie stürmen die UB geradezu. Hätte man mit diesem Ansturm rechnen müssen? Diese Frage kann man sowohl mit Ja als auch mit einem Nein beantworten. Ja, in dem Sinn, dass in das neue Gebäude der UB zahlreiche Zweigbibliotheken integriert wurden, darunter die Bibliotheken sehr lese-intensiver Fächer wie Geschichte oder Philosophie. Nein, wenn man bedenkt, dass man die Platzkapazitäten mit etwa 1200 Lesesaalplätzen mehr als verdoppelt hat. Dennoch scheinen diese nicht auszureichen. So musste die Bibliothek Anfang Mai 2010 bekanntgeben, dass es ab sofort nicht mehr möglich ist, Einzelarbeitsplätze zu reservieren. Diese sind bis ins nächste Jahr ausgebucht. Doch nicht nur die Einzelarbeitskabinen sind ausgebucht, auch im Lesesaal findet man dieser Tage selten ein freies Plätzchen.
Mittlerweile wurde das Platzproblem sogar durch die Presse wahrgenommen. Diese berichtet von Quotierungen, gar ominösen Parkscheiben, verschobene Abgabeterminen von Hausarbeiten und Protesten von Studenten anderer Hochschulen. Was ist los im „Märchen-Zentrum“?
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9.05.2010 | von Wolfgang Kaiser | Keine Kommentare » |
„Jeder Mensch braucht eine Heimat, eine Heimat, die Boden, Arbeit, Freude, Erholung, geistigen Fassungsraum zu einem natürlichen, wohlgeordneten Ganzen, zu einem eigenen Kosmos zusammenschließt. Die beste Definition von Heimat, das ist eine Bibliothek“. (Elias Canetti)
Dieses Zitat aus Canettis Roman "die Blendung" beschreibt sehr anschaulich, welche Bedeutung gerade die Hannah-Arendt-Bibliothek und viele andere Bibliotheken für Menschen haben, deren eigentliche "gefühlte" Heimat nicht Deutschland ist. Dennoch bezieht sich dieses Zitat auch auf uns BibliothekarInnen, da wir die Aufgabe haben/hätten den "geistigen Fassungsraum", den Ort der Erholung und der Freude anderen zu vermitteln und mehr Menschen teilhaben zu lassen an einer "zweiten Heimat Bibliothek". Vor wenigen Tagen, am 06.05. feierte die Hannah-Arendt-Bibliothek in Hannover ihren fünften Geburtstag. An dieser Stelle gratuliere ich nachträglich, indem ich etwas ausführlicher auf diese Einrichtung eingehe. In der Zeit zwischen 14 und 15 Uhr war die Bibliothek gestern für BesucherInnen geöffnet. Die normale Öffnungszeit der Bibliothek ist Montag bis Donnerstag zwischen 14 und 18 Uhr. Als Dokumentationszentrum und Präsenzbibliothek können aber auch andere Zeiten vereinbart werden.
Auf Anfrage an Walter Koch, konnte ich die folgenden Einzelheiten über die Entstehungshintergründe in Erfahrung bringen:
"Am 6. Mai 2005 trug Oskar Ansull, Mitbegründer des Hannah Arendt Stipendiums für bedrohte Autoren, dazu bei, dem Ort und dem Ortsgeist einen Namen zu geben. Schon lange fügten sich im hannoverschen Universitätsviertel, aber auch im Stadtteil Linden Fluchtbibliotheken (Iranische Bibliothek, Nordafrika-Bibliothek, Kurdische oder Pontisch-griechische Bibliothek) zu Räumen babylonischer Kommunikation. Diese kaum bekannten Blüten der Vielsprachigkeit sollten durch das Angebot eines einigenden Bandes ins Licht ...
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14.03.2010 | von Wolfgang Kaiser | Keine Kommentare » |
Bereits seit dem 11. Januar und noch bis zum 31. Juli 2010 ist im Zentrum Moderner Orient in Berlin-Nikolassee die Ausstellung Wissensstädte - Bibliotheken in Afrika: über die Geschichte und die Gegenwart von Bibliotheken in afrikanischen Städten zu sehen. Sie wurde von Brigitte Krause, Robert Liebscher und Tobias Mörike konzipiert. Ein Besuch der Ausstellung ist nur werktags zwischen 10 - 16 Uhr möglich.
Das ZMO (Zentrum Moderner Orient) ist übrigens die einzige Forschungseinrichtung Deutschlands, die sich interdisziplinär und in historisch-vergleichender Perspektive mit dem Nahen Osten, Afrika, Süd- und Südostasien auseinandersetzt. Im Fokus der Forschung steht die Interaktion überwiegend islamisch geprägter Gesellschaften sowie deren Beziehungen mit den nicht-islamischen Nachbarregionen. Momentan ist dort noch eine Stelle als Praktikant in der Bibliothek ausgeschrieben. Bei letzterer geht es um die wissenschaftliche Erschließung von Archivmaterialien aus dem Nachlass von Prof. Dr. Gerhard Höpp über ein elektronisches Findbuch.
Auf dem 72. PEN-Kongress 2006 in Berlin, an dem ich damals im Berliner Ensemble teilnahm, meinte die südafrikanische Literaturnobelpreisträgerin von 1991, Nadine Gordimer, dass es in Afrika immer noch viel mehr Investitionen in Gewehre als in Bücher gibt. Ihrer Meinung nach kann das ...
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3.01.2010 | von Wolfgang Kaiser | Keine Kommentare » |
Nach Gesprächen mit BibliothekarInnen, aber auch aus meiner eigenen Berufserfahrung heraus und durch die Bekanntschaft mit StudentInnen nicht-deutscher Herkunft vertrete ich nun mehr denn je die Ansicht, dass es mit der zunehmenden Internationalisierung von Hochschulen, aber auch mit der zunehmenden Teilhabe von Migranten am Aufstiegprozeß eine größere Anzahl von StudentInnen geben wird, die künftig wissenschaftliche Bibliotheken aufsuchen werden. Hierbei wird verstärkt auch von MitarbeiterInnen wissenschaftlicher Bibliotheken Interkulturelle Kommunikation als Kernkompetenz verlangt: "Wenn ab 2015 die geburtenschwachen Jahrgänge Abitur machen, könnten sich die Hörsäle leeren. Hochschulen entdecken daher neue Zielgruppen wie Migranten oder Studenten mit Kindern", so Marion Schmidt in einem Artikel in der Financial Times Deutschland. Laut dem Statistischen Jahrbuch aus dem Jahre 2008 haben schon jetzt rund 21 % der BürgerInnen nicht-deutscher Herkunft Abitur im Gegensatz zu 18 % der übrigen Bevölkerung. Dieser Trend wird sich künftig weiter fortsetzen. Die Universität Duisburg-Essen, sowie die RWTH Aachen, setzen seit kurzem vermehrt auf Diversity Management, um sich mehr für Berufstätige, für Kinder aus Migrantenfamilien und für internationale Studierende zu öffnen. Es wäre wünschenswert, wenn hiervon auch mehr Einrichtungen betroffen wären, die zukünftige BibliothekarInnen und InformationswissenschaftlerInnen ausbilden. Frau Klemm, die Prorektorin für Diversity Management an der Universität Duisburg-Essen erwähnt die in der Gesamthochschulstrategie verankerten Perspektiven ihrer Öffentlichkeitsarbeit in ihrer Präsentation, um frühzeitig eine Vielfalt an StudentInnen zu gewinnen. Denn in den klassischen Großstädten oder auch in der Stadt Heilbronn (45% der Bevölkerung mit Migrationshintergrund), bei der in der Altersgruppe zwischen 10 und 14 63% nicht-deutscher Herkunft sind, spiegelt sich diese Vielfalt einer pluralistischen Bevölkerung bei den MitarbeiterInnen ...
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29.11.2009 | von Wolfgang Kaiser | 1 Kommentar » |
Am 12.11. fand im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche "Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek" eine Podiumsdiskussion in der Bezirkszentralbibliothek Philipp-Schaeffer in Berlin statt. Die Bibliothek zählt mit 13 anderen zur Citybibliothek Berlin, in der die Bibliotheken der Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg zusammengefasst sind.
Frau Hübner-Gepp, die Leiterin der Bibliothek am Luisenbad in Berlin-Wedding, die bereits an der Veranstaltung "Das Fremde in uns und wir im Fremden" (vom 07.10.09) teilnahm und hierfür den Puttensaal ihres Hauses zur Verfügung stellte, war als Podiumsgast dabei und vertrat vermutlich Frau Reintjes.
Anbei ein Auszug aus dem Programm der Diskussion:
Ein Ort der Integration? Migranten und Bibliotheken – Von Versäumnissen, Vorbehalten und Chancen
Über die Integration von Zuwanderern wird vermehrt gesprochen. Fragen der Bildungschancen, der Gewaltprävention, der gesellschaftlichen Teilhabe überschneiden sich dabei. Starke Provokationen wechseln mit Forderungen nach einem eigenen Ministerium ab. Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek“ fragt Forum – Die Debatte im Inforadio zum Schwerpunktthema Migration nach den Möglichkeiten und Grenzen, die ein Informationsort wie die Bibliothek für die Verständigung zwischen der Zuwanderer- und der Mehrheitsgesellschaft hat.
Ist es ein Ort des persönlichen Austausches verschiedener Bevölkerungsgruppen? Werden migrantenspezifische Angebote gemacht? Werden sie von den Zielgruppen auch abgefragt? Was hemmt, was fördert die Nutzung? Und wie unterscheidet sich der Gebrauch von Medien in den verschiedenen Generationen und Geschlechtern? Kann eine Bibliothek zur Werkstatt werden, an dem man sich über die gesellschaftlichen Brüche verständigt?
Es diskutierten:
Günter Piening, Beauftragter des Berliner Senats für Integration und Migration
Birgit Lotz, Vorsitzende der Kommission für interkulturelle Bibliotheksarbeit des dbv
Ingrid Reintjes, Sachgebietsleiterin Interkultur Stadtbibliothek Mitte
Dilsad Budak, Kulturpolitische Sprecherin und Mitglied ...
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4.11.2009 | von Katharina Lachmann | Comments Off |
Die Bezirke und die Landesregierung der Hauptstadt sperren sich gegen eine gesetzliche Regelung und damit auch indirekt gegen ein funktionierendes Bibliotheksnetz in Berlin. Zwanzig Jahre nach der Wende sind die beiden Stadthälften zusammengewachsen, aber von einem einheitlichen Bibliotheksnetz kann nicht die Rede sein.
Die bezirklichen Einrichtungen sind abhängig von der Finanzkraft der Bezirke, so das allgemein ein massiver Unterschied sowohl in der personellen als auch in der finanziellen Ausstattung festzustellen ist. Bibliotheksschließungen sind im Berlin des Jahres 2009 Alltag und besonders in Ostberlin ist von einem engmaschigen Netz nur noch ein Flickenteppich übrig geblieben. Die ZLB betreibt immer noch eine Landesbibliothek in zwei Häusern und kämpft doch schon seit der Wiedervereinigung im Dienste der Nutzer um ein gemeinsames Haus. Es kam Anfang des Jahres Bewegung in diese Entwicklung, doch dass die Pläne umgesetzt werden, daran mag vor allem der Nutzer nicht wirklich glauben, bevor er nicht die Räumlichkeiten betreten hat. Schon zu oft scheiterte in Berlin der gute Wille an der Finanzierung.
Wenn man die Öffentlichen Bibliotheken in Berlin betrachtet und ihre Stellung in der Stadt, hat man als Nutzer oft das Gefühl, sie fristen ein Dasein am Rande des Senatsinteresses. Es ist richtig, dass die Stadt am finanziellen Abgrund steht, aber während man um den Erhalt der Opern eine Medienwirksame Diskussion ausgetragen hat, verschwinden die Meldungen über die Schließungen und die Notlage vieler kleiner Bezirksbibliotheken im Zeitungsnirvana. Zu viele dieser kleinen Einrichtungen sind in den letzten zwanzig Jahren geschlossen worden und denen, die noch existieren, laufen die Nutzer aufgrund des veralteten Medienbestandes davon.
Kann ...
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1.09.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |
Architekturstudenten der Beuth Hochschule für Technik Berlin präsentieren ihre ersten Entwurfsideen für die neue Zentralbibliothek,die laut des bezirklichen Bibliotheksentwicklungsplans im Zentrum des Bezirks Mitte auf dem Weddinger Rathausplatz errichtet werden soll.
Die Studierenden stellen ihre Visionen im Rahmen einer Ausstellung vor. Das Gebäude soll bürgernah sein, Jung und Alt zum Lesen oder wissenschaftlichen Arbeiten einladen und den Rathausplatz beleben.
Um den notwendigen Platz zu schaffen, muss das Hochhaus einem wirtschaftlicheren Neubau weichen und die Parkplätze der Genter Straße unter die Erde verschwinden.
Der unter Denkmalschutz stehende ehemalige BVV-Saal, gebaut um die "gläserne Demokratie" zu dokumentieren, soll in die Bibliothek integriert werden.
Die Entwürfe zeigen Plätze, auf denen sich Menschen gerne aufhalten und "durchlässigen Verbindungen zwischen Leopoldplatz und Beuth Hochschule". Mit der Ausstellung sollen die Bürger als zukünftige Nutzer neugierig gemacht und auch die Politiker gewonnen werden, den Neubau und die Veränderungen auch umzusetzen.
Die Ausstellung ist vom 4. September bis zum 1. Oktober 2009 in der Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstraße 163, in 13353 Berlin zu sehen. Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 11:00 bis 13:00 und 14:00 bis 19:00 Uhr. Informationen unter: Tel. (030) 4692-119.
Für eine Diskussion der Ausstellung hat man die Bezirksstadträtin für Bildung und Kultur, Dagmar Hänisch, den Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung Ephraim Gothe, die Vizepräsidentin Prof. Dr. Gudrun Görlitz der Beuth Hochschule und Vertreter des Fachbereichs Architektur gewonnen. Die Bürger sind dazu gerne in die Galerie am Freitag, 18. September 2009, um 18.00 Uhr, eingeladen.
Quelle
Jansen, Monika: Neue Bibliothek im Herzen des Wedding idw
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12.03.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |
Heute findet in der ZLB eine sehr interessante Veranstaltung in der ZLB Berlin statt.
19.00 Uhr; Haus Berliner Stadtbibliothek
Ribbeck-Haus
Breite Str. 36, 10178 Berlin-Mitte/Berlin-Saal
Moderiert von Frau Prof. Claudia Lux diskutieren heute Dr. Klaus Ceynowa (Stellvertreter des Generaldirektors der Bayerischen Staatsbibliothek), Susanne Metz (Amtsleiterin der Stadtbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg), Prof. Dr. Stefan Gradmann (Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin) sowie Dr. Hannelore Vogt (Leiterin der Stadtbibliothek Köln) zum Thema: Die Zukunft der Bibliotheken - wie der Wissens-Tsunami bewältigt wird
Bitte melden Sie sich unter www.bwg-ev.net/events/ an.
Mehr Informationen unter:
Die Zukunft der Bibliotheken - wie der Wissens-Tsunami bewältigt wird via Zentral- und Landesbibliothek Berlin
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