[Kurz] Der BVB / das Gateway Bayern mit Browser-Plugin
Kategorie: Bibliotheksservices, Suchmaschine
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Fast hätte ich es übersehen, obwohl ich täglich viel mit dem Gateway Bayern zu tun habe, aber seit neustem gibt es ein Browser-Plugin, mit dem man den Katalog wie Google bequem aus dem Browser heraus durchsuchen kann.
Mit dem Suchmaschinen-PlugIn des BibliotheksVerbunds Bayern (BVB) wird Ihre Literaturrecherche im Portal Gateway Bayern jetzt noch einfacher und noch viel schneller. Denn, egal, ob sie sich gerade mit Ihrem Browser auf unserem Portal befinden oder nicht, die BVB-Suchleiste steht Ihnen immer suchbereit zur Seite (nur im Firefox ab Version 2 und höher und Internet Explorer ab Version 7 und höher).
Sie brauchen nur noch Ihren Suchbegriff dort einzutragen und Ihre Enter-Taste zu drücken. Und schon erscheint, wie gewohnt, in Ihrem Browserfenster Ihre Gateway-Bayern-Trefferliste.
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Was machen Buchcover in einem Katalog?
Momentan werden Bibliothekskataloge – auf neudeutsch – gepimpt. Meine Fage ist dabei immer: Wozu benötigt man eigentlich diese Buchcoveranzeigen in wissenschaftlich ausgerichteten Bibliotheken?
Im belletristischen, populärwissenschaftlichen Bereich sind die Buchcover ja wirklich oft ein Hingucker. Sollen sie dies sein, um den Verkauf anzukurbeln? Sollen sie einem erzählen, was einem im Buch erwartet, Phantasien wecken und dem Leser vorgauckeln, dass ganz viel Tolles in dem Buch steht? Dienen die Cover im Katalog der gleichen Aufgabe? Aufmerksamkeit wecken, verlocken, das Buch anzusehen, es zuentleihen, es zu lesen?
Seth Godin gesteht dem Cover genau diese eine wichtige Aufgabe zu. Das Cover soll anzeigen, dass das Buch wichtig ist und viel Inhalt hat.
It’s [...] because if the book has maximum impact, then word of mouth is created, and word of mouth is what sells your product, not the cover.
Taktisch gesehen verkauft das Cover macht neugierig auf den Verlagstext auf dem Buchrücken. Die Infos auf dem Buchrücken sorgen dann dafür, dass das Buch in den Warenkorb wandert und verkauft wird.
If those steps end up selling a book that the purchaser doesn’t like, game over. So you have to be consistent all the way through and end up creating a conversation after the purchase.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie ein Cover diese Aufgaben bewältigen kann:
- Ironie – signalisiert Wichtigkeit
- Sichtbarkeit quer durch den Raum – wird bei vielen gesehen und macht neugierig, zu wissen, was es damit auf sich hat.
- Ausgeklügelt – vermittelt die Vorstellung, dass der Inhalt des Buches Ihre Zeit wert ist.
- Originell – denn warum sollten Sie ein Buch lesen, dass Sie schon kennen?
- Clever
- Lustig
- Typisch – sollte das Genre wiederspiegeln oder wie ein anderes Buch, dass Ihnen gefiel, aussehen – typisch, aber nicht langweilig.
Kann diese Aufgabe über Cover im Katalog übernommen werden? Meisten kann man allerhöchstens erahnen, wie das Buch in Wirklichkeit aussehen könnte. Bei wissenshaftlichen Büchern sind die Cover manchmal nicht mal besonders hübsch und recht einfallslos, da sie nichht mehr zwecken dienen, als die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Serie anzuzeigen. Hm – bin ratlos…
Quelle:
Godin, Seth: The purpose of a book cover via Seth Godin’s Blog
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Der beschwerliche Weg zur modernen Bibliothek
Kategorie: Bibliotheksservices, One Person Library
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Vor einiger Zeit berichtete ich an dieser Stelle von einer Bibliothek ohne Katalog. Die Mitarbeiter dort waren ganz froh, dass sie sich mit dieser Technik nicht auseinander setzen mussten und sahen den OPAC eher als Gefahr und nicht als Service am Nutzer. Auch sonst erinnerte die Bibliothek in Niederkassel-Ranzel eher an die alten Thekenbibliotheken, als an eine moderne Einrichtung, die gern von jung und alt besucht wird.
Dass dies auch anders geht, zeigt das Beispiel der Bibliothekarin Christiane Golz. Sie betreibt eine One Person Library in Stahnsdorf (Brandenburg) und sie will mehr. Mehr Personal und finanzielle Mittel, um den Service am Nutzer auszubauen. Dabei denkt man erstmal: Welche Bibliothek will das nicht? Doch wenn man dann die bescheidenen Wünsche der Bibliothekarin in der Märkischen Allgemeinen liest, spürt man, wie unterschiedliche die Probleme doch in einer Stadtbibliothek und einer Dorfbibliothek sind. Frau Golz möchte einen Internetauftritt für ihre Bibliothek und eventuell einen elektronischen Katalog. Fast bescheidene Wünsche, die vor allem an der mangelnden Finanzierung und der fehlenden Zeit scheitern, nicht aber am Engagement der Bibliothekarin.
Da bleibt zu hoffen, dass sich zumindest im Interesse der Nutzer der Wunsch nach mehr Personal umsetzen lassen. Denn so wie Frau Golz in dem Artikel wirkt, klappt das mit dem Internetauftritt dann schon ganz von alleine.
Aufmerksam geworden durch:
Plieninger, Jürgen : Modernisierung der Bibliothek erfordert Aufwand via Netbib.de
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Eine Bibliothek ohne Katalog
Kategorie: Bibliotheksservices, Öffentliche Bibliothek
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Die Bibliothek in Niederkassel-Ranzel erinnert an längst vergangener Zeiten. Eine Zeit als der Leser noch, ob er wollte oder nicht, an die Theke treten musste und die für ihn geeignete Literatur ausgehändigt bekam. Eine Zeit als das oberste Ziel der Bibliothek noch Erziehung hieß und man dem Leser nicht zutraute sich selber die für ihn geeignete Literatur zu suchen. Die Zeit der Thekenbibliothek, die so weit weg scheint. Doch es gibt sie noch!
Wer in Niederkassel-Ranzel auf der Suche nach einem bestimmten Buch ist oder dieses bestellen will, muss ob er will oder nicht in die Bibliothek. Einen OPAC, wie er inzwischen fast überall üblich ist, gibt es nicht und selbst eine Homepage der Bibliothek sucht man im Netz vergeblich. Diese Tatsache mutet vielleicht noch nicht all zu schlimm an, doch der nächste Schock erwartet den Nutzer in der Bibliothek selbst. Einen Zettelkatalog gibt es ebenfalls nicht. Es bleibt nur der Weg an die Theke, wo die Bibliothekarin anhand einer Liste nachschaut, ob das Buch da ist.
Der Vorteil, den diese Form der Auskunft bietet, ist sicher der direkte Kontakt zum Nutzer. Doch langfristig wird man mit dieser Art der Information nicht konkurrenzfähig bleiben können und den Leser eher abschrecken als binden. Das Argument der Bibliothekarin, dass EDV teuer ist, mag zutreffen, aber ist für den Nutzer nicht ganz nachvollziehbar, zumal dieser auch noch doppelt zur Kasse gebeten wird, in Form einer Jahresgebühr und Gebühren für jedes entliehene Buch.
Auch das Argument, dass die Nutzer gar nicht erst kommen würden, wenn sie feststellen, dass das Buch nicht da ist, kann ich nicht ganz nach vollziehen. Verärgert man so nicht die Nutzer auf Dauer, weil sie ganz umsonst zur Bibliothek kommen? Das wirft für mich noch die Frage auf: Wieso werden die Öffentlichen Bibliotheken in anderen Orten trotz OPAC genutzt?
Um diese Frage zu beantworten, wäre es interessant sich mal exemplarisch einige Öffentliche Bibliotheken heraus zu suchen und deren Benutzerstatistiken vor und nach der Einführung des OPACs zu analysieren.
Aufmerksam geworden durch:
Plieninger, Jürgen : Kein Online-Katalog – und schon müssen die Leute kommen! via Netbib.de
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[Kurz] Creative Commons und Bibliographische Daten
Creative Commons scheinen mittlerweile zum Publikationsbild im Internet zu gehören. Fast mag man meinen, es ist chic, die kleinen Bilder von CC unter seinem eigenen Text stehen zu haben. Für bibliographische Daten wird es etwas komplizierter. Jakob fordert in seinem Blog Bibliographische Daten müssen frei sein. Die bibliographischen Daten sind an sich frei. Sie sind Daten ohne jegliche Schöpfungshöhe. Damit fallen sie nicht unter §2 Abs. 2 UrhG. Damit gelten aber auch CC-Lizenzen nicht für sie (selbst wenn sie dabei stehen).
Jonathan Rochkind
schreibt dazu:
A Creative Commons license is inappropriate for cataloging records, precisely because they are unlikely to be copyrightable. The whole legal premise of Creative Commons (and open source) licenses is that someone owns the copyright, and thus they have the right to license you to use it, and if you want a license, these are the terms. If you don’t own a copyright in the first place, there’s no way to license it under Creative Commons.
Unbedingt lesenswert ist daher die Stellungnahme von Creative Commons
zu Daten in der Forschung an sich.


