Der folgende Kurzfilm spielt in einer dystopischen Zukunft, in der es so gut wie keine Bücher mehr gibt. Passend zur gestrigen Karikatur, nun der folgende Film, der in Buchläden in London und Kent gedreht wurde. Die Regiesseure des Films sind Richard Dadd & Dan Fryer. Der Film ist eine Hymne bzw. ein Plädoyer für unabhängige und alternative Buchhandlungen, wie sie in einigen Städten zunehmen verschwinden:
http://www.thelastbookshop.co.uk

Musik: Owen Hewson

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Der Biblio-Mat ist in etwa das, was der Hamburger Automatenverlag mit dem Buchautomat in Deutschland vertreibt. Er befindet sich in der kanadischen Buchhandlung The Monkey’s Paw in Toronto und wurde vonCraig Small (thejuggernaut.ca) gebaut. Im Unterschied zum Hamburger Beispiel, vertreibt dieser hauptsächlich antiquarische Bücher und ist einzigartig in seiner Form.

The BIBLIO-MAT from Craig Small on Vimeo.

Camera: James Cooper
Editor: Nick Goso
Coding: Dan Donaldso

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Wer einmal nach Paris kommt, sollte sich spätestens nach dem folgenden Animationsfilm die bekannte Buchhandlung Shakespeare and Company ansehen. Sie war im vorletzten Film von Woody Allen (“Midnight in Paris”) Schauplatz, aber erlangte erstmals in den 1950er und 1960er Jahren durch Vertreter der “Beat Generation” und Henry Miller einen hohen Bekanntheitsgrad. Die Buchhandlung “Shakespeare and Company” befindet sich in der “Rue de Bûcherie” im 5. Arrondissement in Reichweite der Metrostationen Cluny-la-Sorbonne oder Maubert-Mutualité (Linie 10). Auf der Webseite NOWNESS erklärt der US-amerikanische Musikvideo- und Filmregiesseur Spike Jonze (u.a. “Being John Malkovich”), wie es zur Entstehung dieses Films kam. Er traf die Handtaschendesignerin Olympia Le-Tan, die bei dem Film auch mitwirkte. An dem Stop-Motion-Film war zudem noch der junge französische Regiesseur Simon Cahn beteiligt. Insgesamt dauerte die Produktion und der Dreh dieses sechsminütigen Animationsfilm etwa 5 1/2 Monate.

Spike Jonze: Mourir Auprès de Toi on Nowness.com.

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Musik:Grayson Matthews

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What’s great about them is that anybody can go into them and find a book and borrow it free of charge and read it. They don’t have to steal it from a bookshop… You know when you’re young, you’re growing up, they’re almost sexually exciting places because books are powerhouses of knowledge, and therefore they’re kind of slightly dark and dangerous. You see books that kind of make you go ‘Oh!’ Stephen Fry

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A cloud of words in the air does not change the history of a city, but it adds a new sense. Just as wartime bombings were intended to “break the morale” of the inhabitants of a city, so the poetry bombing “builds” a new city by giving new meaning to events of her tragic past and therefore presenting the city in a whole new original way.”

So lautet die Idee des “Bombing of Poems” der Künstlergruppe Cassagrande aus Chile. Diese wurde kürzlich in Form einer spektakulären Performance von herabregnenden Gedichten über dem Lustgarten Berlins im Rahmen der “Langen Nacht der Museen”  umgesetzt. Insgesamt wurden 100.000 auf Lesezeichen gedruckte Gedichte von einem Helikopter aus “abgeworfen” (“Bombing of Poems“). Cassagrande arbeitete hierbei unter anderem mit der Berliner Literaturwerkstatt und Lyrikline.org zusammen. Der “Regen der Gedichte” über Berlin war die fünfte Etappe eines größeren Projekts, das im März 2001 in La Moneda (Santiago de Chile) begann und sich in Dubrovnik (Kroatien), Gernika (Baskenland in Spanien) und in Warschau (Polen) fortsetzte. All diese Orte haben eines gemein. Sie waren in Kriegszeiten Ziel schwerer Luftangriffe.  Die Gedichte wurden in zwei Sprachen gedruckt und stammen sowohl von chilenischen als auch von deutschen Dichtern. Von folgenden in Deutschland lebenden Poeten wurden Gedichte verteilt: Ann Cotten, Karin Fellner, Nora Gomringer, Andrea Heuser, Orsolya Kalász, Björn Kuhligk, Marion Poschmann, Arne Rautenberg, Monika Rinck, Hendrik Rost, Ulrike Almut Sandig, Tom Schulz, Thien Tran, Anja Utler, Jan Wagner, Abas Khider, Ron Winkler and Uljana Wolf. Chilenische Dichter, deren Poesie ebenso “abgeworfen” wurden, finden sich auf der Webseite des Spanischen Kulturinstituts. Noch mehr Infos hierzu gibt es auf: www.loscasagrande.org Mehr dazu »

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Seit Juli 2008 gibt es das sogenannte “Book Bike” in Chicago. In den letzten zwei Jahren wurden schon über 3.000 Bücher verteilt. Dabei handelt es sich eher um ein Fahrrad auf drei Rädern, das etwa 200 Bücher transportieren kann. Jeder, der Lust hat, sich ein Buch zu nehmen, hat die Möglichkeit dies kostenlos zu tun. Je nach Wetterlage, ist das “Book Bike” in den öffentlichen Stadtparks von Chicago an den Wochenenden unterwegs. Die Idee stammt von Gabriel Levinson, der in dem beigefügten Video der “American Library Association” (ALA) seine Beweggründe und seine weitere Motivation von “Book Bike” erläutert. Eigentlich wurde er durch das Buch “What Is the What” (auf Deutsch: “Weit gegangen“) von Dave Eggers inspiriert. Eine im Buch beschriebenen benannte Stiftung, die Valentino Achak Deng Stiftung beeinflusste Levinson bei seinen Überlegungen etwas für die Communities in Chicago zu tun, die weniger Zugang zu Büchern haben.  Diesen Sommer liegt der Fokus auf Independent-Literatur, die mithilfe von Spenden der Interessierten angeschafft wird, um kleinen und unabhängigen Verlagen zu helfen und deren Publikationen zu verbreiten. Nun werden die Bücher von “Book Bike” , welche verschenkt werden, von lokalen und unabhängigen Buchhändlern bestellt. Somit werden durch die Spenden auch die Buchhandlungen vor Ort unterstützt. Eigentlich klingt das nach einem Konzept, dass durchaus auch für Städte im deutschsprachigen Raum umsetzbar wäre.

Im Interview mit der Zeitschrift Jewcy und auch in dem untenstehenden Videoclip erklärt Levinson seine Idee, welche hinter “Book Bike” steht: Mehr dazu »

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Nach Amsterdam (2008)  und Beirut (2009) wird ab heute für ein Jahr Ljubljana  zur  Welthauptstadt des Buches. Sie konnte sich 2008 gegen Städte wie Riga, Wien, Sankt Petersburg und andere durchsetzen.

Seit dem 15.04. gibt es auf den folgenden Webseiten umfangreiche Informationen: http://www.ljubljanasvetovnaprestolnicaknjige.si/ und http://www.ljubljanaworldbookcapital.si/ Allerdings wird man noch von der englischsprachigen URL direkt auf die slowenischsprachige Webseite verlinkt. Bisher gibt es leider noch keine englische Übersetzung der Webseite. Meine Informationen stammen größtenteils vom Stand des Landes Slowenien auf der Leipziger Buchmesse 2010.

Das offizielle Programm wurde am 19.04. in Anwesenheit des Bürgermeisters  von Ljubljana, Herrn Zoran Jankovic und der slowenischen Kulturministerin Frau Majda Sirca, sowie der Generaldirektorin der UNESCO, Frau Irina Bokova,  in Paris vorgestellt. Es sei unbedingt erwähnt, dass Slavoj Žižek zu den drei konzeptionellen Entwicklern und Organisatoren des Programms zur Weltbuchhauptstadt zählt. In diesem einen Jahr werden nicht nur  Bücher und Literatur im Vordergrund stehen, sondern auch der interkulturelle Dialog. Zu diesem vielfältigen Programm zählt unter anderem das Festival “Literaturen der Weltkontinente”, an welchem Schriftsteller aller Kontinente teilnehmen werden, sowie der Weltkongress “Bücher als Motor der Entwicklung der Menschheit” mit anerkannten Fachleuten und Forschern.

Mit dem Hissen der Flagge der neuen Weltbuchhauptstadt durch den Bürgermeister von Ljubljana wird das ein Jahr dauernde Event eröffnet. Am Abend wird es eine vom slowenischen Regisseur Matjaz Berger entwickelte Theaterperformance geben, bei der durch die Begegnung von Kunst, den Wissenschaften und der Philosophie, der Buch- und Lesekultur Anerkennung zuteil wird. Insgesamt wird es etwa 300 Veranstaltungen geben, welche folgende Ziele haben:

1.) die Leseförderung, 2.) die Lesekultur zu stärken, 3.) den Zugang zu Büchern zu erleichtern, 4.) die Vielfalt der Literatur verschiedenster Gattungen einer möglichst großen Öffentlichkeit näherbringen

Zu den Programmhighlights zählen die folgenden Schwerpunkte:

  • The International within the Local: Dabei handelt es sich um eine Reihe von Poesielesungen  durch Gastautoren aus China und aus vielen anderen Ländern.
  • Ljubljana liest: Growing up with books ist ein Projekt für dreijährige Kinder und für Grundschüler, bei dem jedes Kind ein Geschenk in Form eines Bilderbuchs oder eines slowenischen Romans erhält.
  • Books for everyone: Zur Förderung des Lesens werden 21 Bücher (unterschiedler Gattungen) in ausreichender Anzahl gedruckt und für jeweils 3 € verkauft Mehr dazu »
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Veröffentlicht am 28.03.2010 - 20:23 · AutorIn: ·
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Kategorie(n): Antiquariatsbuchhandel, Buchhandel, Veranstaltungen/ Berichte · Tags: , , , , , ,

In Norwegen acht Busstunden nordwestlich von Oslo befindet sich das einsame gletscherumrahmte Dorf Fjærland, das 300 Einwohner hat. Das Örtchen lebte bis in die Mitte der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts von durchfahrenden Touristen, doch als in der Nähe ein Tunnel gebaut wurde ebbte dieser Strom ab. Die Touristen mussten nun nicht mehr durch Fjærland fahren und blieben so aus. Kari und Klaus, zwei Bewohner des Ortes, entschieden das dies nicht so weiter gehen kann. Die beiden erinnerten sich an das walisische Hay-on-Wye, das sie einst besucht hatten. Dieser Ort in Wales ist das älteste und erste Bücherdorf. Da das Geld in Fjærland knapp war, baten sie die Kommune um ein Startkapital und verschiedene Büchereien, Verlage, Universitäten sowie Privatpersonen um Bücherspenden. Zur Eröffnung des “Den norski bokbyen” 1996 kam der Kulturminister und heute ist das Dorf wieder eine Touristenattraktion.

Das Konzept ist denkbar einfach: die zwölf kleinen Buchläden bieten heute eine Viertelmillion Secondhand-Bücher an. Von Vorteil ist, wenn man die norwegische Sprache beherrscht, da 80 Prozent der Bücher in der Landessprache verfasst sind, aber auch deutsche Bücher sind zu bekommen. Der Bestand wird nur durch Spenden aufgebaut, die dann zu Schnäppchenpreisen verkauft werden. In den Sommermonaten, genauer gesagt vom 1. Mai bis zum 30. September, leben die Bewohner vom Geschäft mit dem Buch, in den Wintermonaten haben sie “Zweitjobs” und die Buchläden sind geschlossen. So ist z.B. die Buchdorf-Chefin Randi im Hauptberuf Rinderzüchterin. Dies hat sich, wie die Buchbeschaffung, aus dem Mangel an finanziellen Mitteln ergeben, weil alles wenig kosten soll improvisiert man. So setzt man neben den Bücherspenden auch auf freiwillige Helfer. Diese können hier ein wenig Geld verdienen und während ihres Aufenthaltes kostenlos im Dorf wohnen. So ungewöhnlich wie die Idee ist auch die Unterbringung der Läden. Da dient neben einem Stall auch eine windschiefe Hütte mit Freiluftregalen davor als Buchläden.

Eine Reise ins “Den norski bokbyen” lohnt sich vor allem für Naturverbunde Leseraten, die zudem gern wandern, denn dazu lädt die Landschaft ein. Auch Hundebesitzern die ihren Vierbeiner mitnehmen wollen und dennoch endlos in Bücherkisten schmökern möchten, sei das kleine norwegische Dorf empfohlen. Für all jene, deren Budget für eine Reise nach Norwegen nicht reicht, sei geraten sich doch um einen Ferienjob in mitten der schönen Landschaft und Bergen voll Kisten und Bücherstapeln zu bewerben. Ich wünsche gute Reise und freue mich wenn der ein oder andere die Kommentarfunktion zu einem kleinen Reisebericht nutzen würde.

Aufmerksam geworden durch:
Plieninger, Jürgen : Das Bücherdorf in Norwegen via Netbib.de

Quelle: Haupt, Friederike: Bouquinisten unter sich im Schweinestall. In: Frankfurter Allgemeinen Zeitung

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