Nach dem Projekt Ingeborg aus Klagenfurt, das sich mittlerweile in Wien und anderen Städten (z.B. Graz oder Villach) zu etablieren scheint, wurde bereits auch schon die von der Firma Vodafone gesponserte Bibliothek in einer Metrostation Bukarest im Oktober 2012 hier im Blog vorgestellt. Das Projekt “Underground Library” wurden von Max Pilwat, Keri Tan and Ferdi Rodriguez, drei Studenten der Miami Ad(vertising) School initiiert. Mit dem Projekt will die New York Public Library (NYPL) die New Yorker Bürger daran erinnern, dass deren Bibliothek eine wertvolle und kostenfreie Einrichtung ist. Alle, die mit der Metro in New York fahren, erhalten ein kostenfreies E-book, wenn sie zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit sind. Nach Ende der Lektüre werden die Leser und Leserinnen über die nächsten Bibliotheksfilialen in unmittelbarer Nähe informiert. Im Video gibt es nähere Erläuterung dazu, wie die Kamapagne funktioniert und die “Kunden” diese annehmen.

The Underground Library from Keri Tan on Vimeo.

Agency: Miami Ad School
Art Directors: Keri Tan & Max Pilwat
Copywriter: Ferdi Rodriguez

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“Vodafone Romania are using QR Codes in Victoriei station, Bucharest. The ‘digital library’ allows passengers to scan a QR Code on the book’s spine and download a pdf, ePub or audio version to use on the train.” QR Code ® Artist

Ende August 2011 wurde hier im Blog das Leseförderungsprojekt “Lecturi Urbane” vorgestellt, das sich inzwischen in vielen Städten Rumäniens verbreitete. Dabei handelt(e) es sich um eine Art Bücherverteilaktion, um U-Bahnfahrgäste zum Lesen zu animieren.

Die neueste Aktion wird von Vodafone Romania, den Firmen Metrorex, McCann Ericsson România und dem Verlag Humanitas finanziert und dauert noch bis Ende Oktober an. Auf einer rumänischen Webseite wird die Bibliothek als «Biblioteca digitală Vodafone« bezeichnet. Passanten und U-Bahnfahrgäste, welche die U-Bahnstation “Piaţa Victoriei” betreten, können sich unabhängig vom Mobilfunkanbieter, kostenfreie Inhalte auf ihre Handys oder Tablet-PCs herunterladen.Dabei ist aber zu beachten, dass es nur ein Buch gibt, das überhaupt vollständig im Volltext zum Download freigegeben ist: “Sub pecetea tainei” (“Unter dem Siegel des Geimnisses”) von Mateiu I. Caragiale. Des Weiteren ist es mögliche Teile aus Werken von Neagu Djuvara, Lucian Boia, Mircea Cartarescu, Mircea Eliade, Constantin Noica Liiceanu Andrei Plesu, Radu Paraschivescu und ausländische Autoren wie Amos Oz, Nikos Kazantzakis, Franz Kafka, Paulo Coelho, CS Lewis, Milan Kundera, Gottfried August Bürger und Leo Tolstoi zu lesen. Insgesamt sind 49 E-books und zum Download mithilfe von QR-Codes freigegeben. In den Formaten PDF und EPUB können diese gelesen werden. Die Nutzer werden dann auf folgende Webseite geleitet: http://www.bibliotecapemobil.ro

Wenn Besucher der Digitalen Vodafone Bibliothek an anderen Titeln, welche sich auf der soeben genannten Webseite befinden, interessiert sind, dann werden sie auf den Webauftritt des Verlags Humanitas weitergeleitet. Es besteht dann die Möglichkeit diese Titel kostenpflichtig zu erwerben. Die zeitlich begrenzte und seit Mitte August 2012 laufende Aktion ist Teil der Vodafone-Kampagne “Vodafone brings the optimistic together. Together we are stronger”. (Vodafone aduce impreuna oamenii care cred in mai bine. Impreuna suntem mai puternici).

In einem anderen Teil der Metrostation gibt es einen “digitalen Floristen”. Durch das Einscannen eines virtuellen Blumenstraußes können U-Bahnfahrgäste diese an Bekannte, Freunde und Verwandte in der ganzen Welt versenden.

Auf dem Blog “The Digital Reader” wird auch auf das Projekt Ingeborg in Klagenfurt verwiesen, das mit der Digitalen Vodafone Bibliothek in Bukarest bislang einzigartig ist. Ähnlich wie die Firma Vodafone Teile der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar sponserte (ca. 5 Millionen €) ist diese digitale, aber zeitlich begrenzte Bibliothek, ein weiteres Beispiel für eine Kulturförderungsinitiative, die Lust auf E-Books machen soll.

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Die Bibliotheken in der östlichen Provinz Alberta (Kanada) arbeiten zusammen, indem sie den Menschen dort eine unglaubliche Bandbreite an Literatur- und Informationsquellen zur Verfügung stellen. Der englische Fachbegriff hierzu lautet – wie mir John Dolan auf dem vorletzten Bibliothekartag verriet – cross-sector-collaboration und meint, dass alle Bibliotheksformen (städtisch, universitär und rein historisch-wissenschaftlich, als auch andere Spezialbibliotheken) zusammenarbeiten. In Großbritannien wird schon länger darüber nachgedacht einen landesweit geltenden Bibliotheksausweis einzuführen. In der Provinz Alberta wurde dies schon verwirklicht, wie das folgende Video zeigt. Mehr Infos gibt es auf der folgenden Webseite: http://oml.prl.ab.ca/

“Today you can get almost anything at your local library. The best part is that the librarian’s love to help you!”

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Veröffentlicht am 16.05.2012 - 20:27 · AutorIn: ·
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Bild: Antje Schröter, Pixelio.de

Key Issues for e-Resource Collection Development: A Guide for Libraries, Acquisition and Collection Development Section, IFLA; January, 2012

Der “IFLA Electronic Resource Guide” (Final Draft, Jan.2012) wurde von der Acquisition & Collection Development Section überarbeitet. In dieser neuen Publikation wurden die Anregungen aus Bibliotheken, die bei der Sektion bis Ende April eingegangen sind, berücksichtig.

The purpose of this Guide is to help develop an awareness of the key issues that every library will need to consider and address in developing an e-portfolio. The Guide is not intended to be exhaustive, but is written to provide a reasonable and informed introduction to the wide range of issues presented by electronic resources.

Die Publikation soll eine Hilfestellung für Bibliotheken bieten, die ein elektronisches Angebot aufbauen möchten. Sie ist jedoch auch immer wieder ein Blick für jene Bibliotheken wert, die bereits ein elektronisches Angebot aufgebaut haben.

Vermutlich macht sich heute keiner mehr Gedanken darüber, ob digitale Bibliotheken notwendig sind oder nicht. Aber gerade, wenn es um die Nachhaltigkeit bzw. um die Evaluation von Digitalen Bibliotheken geht und als ein theoretischer Einstieg in diese Materie, finde ich folgende Arbeit recht lesenswert:

Birri, Rahel; Schneider, René: Evaluation der Nützlichkeit von digitalen Bibliotheken : Ein Überblick; Projekt ACCEPT (Analyse du Comportement des Clients – Evaluation des Prestations de Téléchargement) im Rahmen von E-lib.ch. – Haute École de Gestion de Genève (HEG-GE), Information und Dokumentation. – August, 2009.

Der vorliegende Überblick über Evaluationsmethoden soll die Aspekte einer digitalen
Bibliothek aufzuzeigen, welche von den Benutzern als brauchbar bewertet werden. (S. 5)

Der vorliegende Überblick über Evaluationsmethoden soll die Aspekte einer digitalen
Bibliothek aufzuzeigen, welche von den Benutzern als brauchbar bewertet werden. (S. 6)

Nach einem geschichtlichen Überblick bemühen sich die Autoren um eine Definition und Abgrenzung von Elektronischer, Virtueller und Digitaler Bibliothek. Zudem klären Sie die Begriffe Usefulness und Usability. Während Usability sich damit beschäftigt, ob die technische Seite eine gute, einfache Nutzung zulässt, geht es bei der Usefulness um die Frage, ob eine Dienstleistung nützlich oder ein Resultat passend ist. Um es ein wenig zu übertreiben: es geht nicht um die Verwendbarkeit des Tools sondern um dessen Nützlichkeit auch in Bezug auf seine Inhalte. Ein großer Bereich ist dann den verschiedensten Evaluationsmöglichkeiten mit ihren Vorteilen und Problemen gewidmet.

Dabei gilt aus Sicht der Autoren:

Es gibt drei unerlässliche Elemente für die Nachhaltigkeit von digitalen Bibliotheken:
Benutzerfreundlichkeit (Usability), Komfort und Usefulness. (S. 29)

Und gerade um die Erwartungshaltung der Nutzer zu erfüllen, müssen die Analysen der Usefulness regelmäßig durchgeführt werden. Sie geben wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der Digitalen Bibliotheken, damit sie (auch weiterhin) ein interessanter Anlaufpunkt für ihre Nutzer werden/bleiben.

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