Sony steht zu Google

31. August 2009 von Dörte Böhner · 2 Kommentare
Kategorie: Buchhandel, E-Books
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Erst vor wenigen Tagen ging die Meldung rum, dass Google über 1 Million Bücher kostenlos im E-Pub-Format zum Download anbietet. Damit war klar, dass Amazon gewaltige Konkurrenz bekommt, denn der Kindle kann das E-Pub-Format nicht darstellen. War mit dieser Ankündigung von Google gleichzeitig ein Machtsignal verbunden, so in der Art: Achtung, wer sich gegen mich in Bezug auf das Google Settlement stellt, kann nur verlieren? Sony hingegen macht da wohl alles richtig. Schon März diesen Jahres deutete sich eine engere Zusammenarbeit zwischen Sony und Google an. Und auch jetzt unterstützt Sony Google.

Ein Anwalt des Unternehmens aus Japan hat vor Gericht sich für das Vorhaben von Google geäußert. Im Gegensatz zu vielen anderen sieht Sony im der Einigung mit den Autoren keine Einschränkung des Wettbewerbs sondern das genaue Gegenteil.

Sony stellt sich damit als Konkurrent von Amazon auf die Seite des scheinbar stärkeren. Bei Bloomberg heißt es:

Sony’s position puts it at odds with Amazon.com, which is part of a coalition that includes Microsoft Corp. and Yahoo! Inc. who argue that Google is trying to control the access and distribution of the largest database of books in the world.

Die Zeit befürchtet ebenfalls, dass hier ein neuer Kriegsschauplatz eröffnet wird, dem das Google Settlement als Steilvorlage dient:

Mit Sonys Teilnahme an dem Streit könnte sich die Debatte allerdings auch zu einem «Stellvertreter-Krieg» entwickeln. Denn das Unternehmen dürfte selbst großes Interesse die Nutzer von Sonys E- Book-Readern mit digitalen Buchinhalten zu versorgen.

Klar ist, dass alle Reader, die in der Lage sind, E-Books im E-Pub-Format darzustellen, von diesem Angebot Googles profitieren, eine Million gemeinfreie Werke in diesem Format anzubieten. Dazu zählen die Sony-Reader und deutlich ist beim Verhalten von Sony auch, dass man die Hand, die einen füttert, nicht beißt. Erst diesen Monat hat Sony angekündigt, im eigenen E-Book-Shop auf E-Pub zu setzen.

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23. June 2009 von Dörte Böhner · 1 Kommentar
Kategorie: E-Books, Open Source
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Manchmal muss man nicht mehr fragen, wer geniale Projekte fördert. Immer wieder taucht da der Name Tim O’Reilly auf, der sich auch für freie Software starkmacht. Im Februar rief er in einem Forbes-Kommentar Amazon dazu auf, bei der Entwicklung des Kindles auf bestehende, offene Standards zu setzen. Um hier selbst etwas zu tun, unterstützt er mit seinem Verlag das offene epub-Format. Dazu hostet sein Unternehmen das “Bookworm Projekt”

Bookworm erlaubt es Lesern ePub Bücher zu Ihrer Online Bibliothek hinzuzufügen und diese in ihrem Webbrowser oder auf ihrem mobilen Gerät zu lesen. Falls Sie ein mobiles Gerät besitzen, das ePub unterstützt (wie z.B. den Sony Reader oder iRex iLiad), können Sie Ihre Bücher in ihren E-Reader herunterladen. Bookworm ist speziell für die Benutzung mit dem iPhone optimiert und kann direkt in Stanza exportieren.

Bookworm wurde von einer O’Reilly-Autorin entwickelt und ist auch unter bookworm.simplicissimus.it gespiegelt zugänglich. Die Software Bookworm ist eine freie Software unter der BSD Lizenz und kann von der Tools Seite von Threepress kostenfrei heruntergeladen werden.

Johannes Haupt von Lesen.net kommt in seinem Test zu dem Ergebnis:

Das vielen eReader-Nutzern zu aufgeblähte und schwerfällige Desktop-Tool Adobe Digital Editions kann Bookworm aber wohl nur in den wenigsten Fällen komplett ersetzen.

Die Software Bookworm zielt auf eine Förderung der Verbreitung des ePub Formates und hat deshalb auch keine dahingehenden Pläne, proprietäre Formate wie *.mobi oder *.azw zu unterstützen, und genauso Formate mit eingeschränkter Flexibiltät, wie z.B. *.pdf.
Zu DRM vertritt man außerdem eine eindeutige Meinung:

DRM (Digital Rights Management) hat sich als schädlich für die technologische Weiterentwicklung erwiesen, unterbindet nicht wirklich illegales Kopieren und stellt eine nicht tolerierbare Benutzereinschränkung dar.

Daher wird Bookworm DRM-geschützte E-Books, zu deren Nutzung man eine spezielle Software benötigt, nicht unterstützen. Ziel ist es, Herausgeber weg von einem Digital Rights Enforcment hin zu einem wirklichen weichem DRM zu bewegen. Zu weichen DRM-Maßnahmen gehören die sogenannten forensischen Rechtssicherungen, wie beispielsweise Wasserzeichen mit dem Namen des Käufers innerhalb einer Datei. Davon profitieren dann sicherlich nicht nur die Nutzer (höhere Interoperarbilität bei den Geräten, bessere Nutzungsmöglichkeiten usw.), sondern auch die Verleger, die ihre Kunden nicht vergraulen.

Quellen:
Haupt, Johannes: Bookworm: (Freie) epub-eBooks online lesen auf lesen.net
Über Bookworm via O’Reilly Labs
Daly, Liza: Bookworm and O’Reilly Labs O’Reilly Labs, 10.02.2009

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Google umwirbt Sony

19. March 2009 von Dörte Böhner · 1 Kommentar
Kategorie: E-Books
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Google hat sich ja bis jetzt im E-Book-Reader-Markt noch gar nicht zu Wort gemeldet. Doch jetzt meldet sich der Suchmaschinengigant und umwirbt Sony mit einem Geschenk von 500.000 E-Books. Damit kann Sony darauf hoffen, dass seine Reader eine wirkliche Konkurrenz zum Kindle werden. In den USA bietet Amazon für seinen Reader derzeit 600.000 Bücher zum Download an.

Sony kann da mit 500.000 Büchern gut mithalten. Für Europa heißt dies, dass man auch hier noch sehr viele Bücher anbieten kann.

Sony kündigt dieses riesige Geschenk als

einen “logischen Schritt [an], um mehr Menschen mehr Bücher zu bringen, um Information überall und auf jedem Gerät verfügbar zu machen”. Die offizielle Ankündigung von Google steht noch aus – für Donnerstagnachmittag ist eine Telefonkonferenz geplant.

Google unterstützt eine offene Plattform für den Zugang und die Darstellung von Büchern. Man möchte sich deshalb nicht auf einen Technologie-Anbieter festlegen. Ziel ist es, den Menschen überall auf der Erde die Welt der Bücher zugänglich zu machen. Viele der Bücher bei Google sind mit einer speziellen Software in durchsuchbare Textdateien überführt worden. Die lassen sich auch mit dem Google-Betriebssystem Android auf dem Handy lesen. Bei diesem Anspruch ist es natürlich mehr als folgerichtig, die Dateien nun auch auf anderen Geräten zur Verfügung zu stellen.

Associated Press gibt an, dass die Bücher, die in einem passenden E-Book-Format angeboten warden, aus der Zeit vor 1923 stammen. Hier kann Google davon ausgehen, dass diese Bücher in der Public Domain liegen.

Die meisten Bücher bei Google Books liegen als PDF vor und werden jetzt von Google im Epub-Format zur Verfügung gestellt. Dadurch lassen sie sich auf dem Sony Reader besser darstellen. Nachteilig für das Sony-Gerät gegenüber dem Kindle erweist sich die fehlende Drahtlosverbindung, so dass man immer wieder auf den Computer oder ein anderes Download-Gerät angewiesen ist.

Libreka, die deutsche E-Book-Plattform krankt ja nicht nur an einer unmöglichen Usability sondern auch an einer zu geringen Anzahl von herunterladbaren Büchern im PDF-Format. Bücher im Epub-Format lassen sich noch auf sich warten. Bei gemeinfreien E-Books bietet sich das Projekt Gutenberg an.

Für das Epub-Format ist die Allianz von Google und Sony ein Vorteil. Damit könnte sich ein offener Standard durchsetzen. Dies wäre ein Nachteil für Amazons Kindle, dessen proprietäres Format nicht von anderen Lesegeräten dargestellt werden kann. Amazon isoliert sich derzeit, zumal Amazon anderen Anbietern verbietet, Bücher in diesem Format zu veröffentlichen.

Quellen:
E-Books: Sony verbündet sich mit Google gegen Amazon via heise online
Google schenkt Sony 500.000 Bücher, Spiegel online

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Sony-Reader kommt nach Deutschland

2. February 2009 von Dörte Böhner · Kein Kommentar bis jetzt
Kategorie: Buchhandel, E-Books
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Der Run auf den Deutschen Markt für E-Book-Lesegeräte wird gestartet. Sony startet mit dem PRS-505. Hauptkonkurrent Amazon wollte im ersten Quartal mit seinem Kindle 2 Deutschland erobern. Und dritter Marktanwärter ist derzeit der txtr-Reader aus Berlin, der im Sommer auf den Markt kommen soll.

Sony will zum 11.03. den E-Book-Readers PRS-505 in Deutschland einführen. Ab diesem Datum ist dann das Lesegerät bundesweit für den Preis von 299 Euro in 230 Thalia-Filialen und anderen Buchhandlungen erhältlich. Passende E-Books lassen sich auf der Website von Thalia erwerben.

“Das Angebot von Content und Hardware aus einer Hand ist für uns einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für den Reader”, sagte Martin Winkler, Marketing Director von Sony Deutschland. “Wir freuen uns, mit dem deutschen Buchhandel einen kompetenten Partner gewonnen zu haben.” Grundsätzlich könne jeder Buchhändler den Reader sowie E-Books von Sonys Großhandelspartner Libri beziehen und in seinem Geschäft verkaufen.

Wichtig ist, dass bereits zum Marktstart ein attraktives Angebot von E-Books aus den Bereichen Belletristik und Sachbuch von Verlagen wie C. Bertelsmann, Goldmann, Heyne, Siedler, Eichborn, Hoffmann und Campe, Hanser, Lübbe, Campus, DTV und Beltz zur Verfügung stehen. Laut Sony werden mehrere Tausens Titel im Epub-Format angeboten.

Zum Einführungsangebot des dem PRS-505 gibt es die vorinstallierten Romane “Gut gegen Nordwind” von Daniel Glattauer und “Querschläger” von Silvia Roth und außerdem Leseproben von Helmut Schmidts “Außer Dienst” oder “Wer bin ich – und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise” von Richard D. Precht und weitere Auszüge aus aktuellen Bestsellern.

Im Lieferumfang enthalten ist ein USB-Kabel zum Download der Inhalte über einen Computer und zum Laden des Readers. Ein passendes Netzteil muss allerdings als Zubehör extra erworben werden.

Sony verspricht, dass der Akku für die Lektüre von zwölf Romanen nur einmal aufgeladen werden muss.

Der große Vorteil des Sonys Reader ist die Unterstützung des nichtproprietären Formats EPUB, aber auch die Wiedergabemöglichkeit für Text-, Audio- und Fotodateien in den gängigen Dateiformaten. Speicherbar sind auf dem internen Speicher von 192 MByteetwa 160 Titel im EPUB-Format. Insgesamt ist das Lesegerät mit einem Speicherstick oder mit SD-Karten auf maximal 16 GByte erweiterbar. Dies soll für 13.000 Bücher reichen.

Bestellmöglichkeiten gibt es ab sofort: im Sony Style Store in Berlin, auf Sony Style Online oder bei Thalia.

Quellen:
Greif, Björn: Sony Reader kommt am 11. März nach Deutschland bei ZDNet
Sonys E-Book-Reader ab 11. März in Deutschland via golem.de

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[Kurz] E-Books – Formate im Vergleich

19. January 2009 von Dörte Böhner · Kein Kommentar bis jetzt
Kategorie: E-Books, Statistik, Verlage
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Interessante Fakten zum Verkauf von E-Book-Bundles. Andrew Savikas zeigt, welche Formate von den Käufern bevorzugt werden: Format Comparison: PDF, EPUB, and Mobi Downloads from Ebook Bundles :engl:

Aufmerksam geworden über den Beitrag von:
Stephen Abram: What are the eBook formats? :engl: via Stephen’s Lighthouse

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E-Book-Reader – Was ist die Zukunft?

7. January 2009 von Dörte Böhner · 4 Kommentare
Kategorie: E-Books
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Die Zukunftswerkstatt wirft in ihrem Beitrag “e-Book-Reader oder was-Reader?” die Frage auf, welcher Reader sich durchsetzen wird und welche Eigenschaften er haben muss.
Aufhänger war die Veröffentlichung der javabasierten Software PG Mobile – Project Gutenberg’s Mobile Edition des Gutenberg Projekts, mit der die Texte des Projektes und auch dazugehörige Bilder in eine handylesbare Form umgewandelt werden können. Damit lassen sich über 25.000 E-Books auf den Handys lesen.

Das Projekt Gutenberg fragt bei der Ankündigung der Readersoftware :engl: :

Why using Amazon’s proprietary Kindle when you can use your mobile phone instead?

Handydisplays können mit Helligkeit und Kontrast punkten. Sicherlich ist auch die Rechenleistung der einzelnen Handys gut genug, um damit E-Books gut lesen zu können. Und Handys besitzen im Gegensatz z.B. zum Sony-Reader oder eben zum Kindle bereits viele. Warum sollte man also in ein großes, zusätzliches Lesegerät investieren? Die Zukunftswerkstatt fragt zudem:

Wollen Sie das Gerät auch jeden Tag mitschleppen, wenn Sie sowieso schon ein Laptop als „großes” Lesergerät benutzen?

Ein Grund für eine zusätzliche Reader-Hardware ist sicherlich der bessere Lesekompfort durch die größeren Displays. Außerdem ist bei beiden Readern auch das Angebot an Titeln ausreichend (vom englischen Angebot ausgehend). Der Sony-Reader bietet zudem ebenfalls die Möglichkeit, E-Books des Projekts Gutenberg zu lesen.
Für den proprietären Kindle ist es möglich ca. 170.000 Titel bei Amazon zu erwerben und weitere kostenlos verfügbare Titel (im Internet :engl: , bei Bibliotheken :engl: )auf das Gerät zu laden. Allerdings unterstützt Kindle im Gegensatz zum Sony-Reader weder das PDF- noch das epub-Format.

Bei den Handys lassen sich diese Formate bequem anzeigen. Der Vorteil eines größeren Displays der reinen Reader-Hardware schwindet auch hier zunehmend, das Handys mit einem immer größeren Display ausgestattet werden und Textgrößen mit einer Fingerbewegung angepasst werden, so beispielsweise beim iPhone.

Laut der Horizon-Report :engl: wird Mobilität in nächsten zwei bis drei Jahre ein großes Thema, durch technische Entwicklung wie zum Beispiel neue Handys (mit großem Display) und eBook-Reader wird die Informationsbeschaffung immer ortsunabhängig. Wenn wir Kindle als ein Mobilgerät betrachten, ist das noch zu erwarten, ob das reine „Lesegerät” von ihren Kunden angenommen wird. Hier meine ich nicht nur die Multifunktionalität, sonder auch die technische Einschränkung von eInk -basierte eBook-Reader, damit die Grafik und Videos nicht anzeigen kann.

Das E-Paper mit der Verknüpfung von Papier- und Computerbildschirmqualität kann für die Reader eine Chance sein, besonders bei kurzen Werken mit Wegwerfqualitäten. Im Zeitungsbereich beginnt man hier langsam damit zu experimentieren.

Das Magazin Esquire brachte am 8. September 2008 zum 75. Jahrestag als erstes Magazin ein Cover mit elektronischem Papier :engl: :video: heraus.[7] Die “Special Collector’s Edition” wurde 100.000 mal hergestellt. Elektronisches Papier

Ob das Elektronische Papier eine wirkliche Chance für eigenständige Geräte ist, muss sich erst noch erweisen.

Über die Zukunft der eigenständigen Reader-Hardware werden ihre Funktionalitäten entscheiden. Neben dem Bedien- und Lesekompfort werden ihre Offenheit verschiedensten Text-Formaten gegenüber, Annotationsmöglichkeiten, Lesezeichenfunktionen, ihre Synchronisierbarkeit mit anderen Lesemöglichkeiten, Aktualisierbarkeit der darauf enthaltenen Software, Datensicherheit, Benutzungseinschränkungen durch DRM oder proprietäre Beschränkungen, Speicher- und Akkukapazitäten und viele andere Kleinigkeiten mit für Erfolg oder Niederlage entscheidend sein. Allerdings schätze ich die Chancen für diese eigenständigen Geräte derzeit als sehr gering ein, zumal der Trend zu Multifunktionsgeräten und größtmöglicher Mobilität ungebrochen ist.

Quelle:
Jintan: e-Book-Reader oder was-Reader? via Zukunftswerkstatt

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E-Books – Startet jetzt auch der deutsche Markt endlich?

30. October 2008 von Dörte Böhner · Kein Kommentar bis jetzt
Kategorie: Buchhandel, E-Books, Verlage
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E-Books scheinen in Deutschland seit der Frankfurter Buchmesse das Thema zu sein. Das Blog “Nachrichten für Öffentliche Bibliotheken in NRW” berichtet:

Der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels (MVB) hat auf der Frankfurter Buchmesse die Erweiterung der Online-Volltextsuche libreka! um einen E-Book-Shop angekündigt.

Bereits im ersten Halbjahr 2009 sollen nun über die Plattform libreka! E-Books im offenen E-Book-Format EPUB der :engl: vertrieben werden.
EPUB als Format ist eine kluge Wahl, denn:

“”EPUB” allows publishers to produce and send a single digital publication file through distribution and offers consumers interoperability between software/hardware for unencrypted reflowable digital books and other publications.”[1]

E-Book-Leser von Sony-Geräten könnten damit diese Bücher herunterladen und lesen.

“Mit der Ankündigung, den Sony Reader PRS 505 ab Frühjahr 2009 zusammen mit mehreren Tausend E-Book-Titeln im deutschen Buchhandel anzubieten, haben Libri, Thalia und Sony das Rennen um das E-Book-Geschäft in Deutschland eröffnet. [2]

Mit dem E-Book-Jahr 2009 scheint der erste ernsthafte Kampf um den zahlenden E-Book-Kunden auszubrechen. Zum ersten Mal kann man glauben, dass sich das E-Book mit den immer besser werdenden Lesegeräten zumindest in den technikaffinen Bereichen der Gesellschaft durchzusetzen vermag.

  1. International Digital Publishing Forum (IDPF) :engl: []
  2. Das E-Book-Rennen im Buchhandel ist eröffnet via Börsenblatt.net []

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2009 – Jahr des E-Books

31. August 2008 von Dörte Böhner · 7 Kommentare
Kategorie: Buchhandel, E-Books
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2009 wird wohl das Jahr des E-Books, denn nach Amazon will auch Sony im nächsten Jahr mit seinem E-Book-Lesegerät um die Gunst der Nutzer buhlen. Bereits im ersten Halbjahr soll der Reader eingeführt werden. Das Geheimnis um die Partner, mit denen Sony in Deutschland zusammenarbeiten will, wird bereits auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober bekanntgeben. Voraussichtlich werden das Buchverlage sein. Es wird viel Wert auf gute Partner gelegt, da das Sony-Angebot zu einem großen Teil mit der Qualität der Inhalte Erfolg hat. Ein weiterer Faktor ist das Schwarz-Weiß-Display, welches mittels elektronischer Tinte arbeitet, d.h. es benötigt kein Hintergrundlicht und ist damit selbst bei direktem Sonnenlicht so gut lesbar wie ein Buch. Strom wird nur dann verbraucht, wenn man zu einer neuen Seite umblättert.
Das hat der Sony-Reader mit dem Kindle gemeinsam.

Der Sony-Reader ist bei Größe eines Taschenbuches nicht einmal einen Zentimeter dick und wiegt 260 g. Der Bildschirm hat eine Diagonale von etwa 15 Zentimetern. Die Akkuladung reicht nach Sony-Angaben, um 6800 Seiten umzuschlagen.
Der Amazon Kindle wiegt 292 Gramm und misst 19,1 mal 13,5 mal 1,8 Zentimeter. Hinzu kommt eine drahtlose Schnittstelle, über die elektronische Angebote abonniert werden können. Bei eingeschalteter Schnittstelle hält der Akku ca. 2 Tage.

„Wir haben großen Wert auf die Akkulaufzeiten gelegt“, sagt ein Sony-Produktmanager. Deswegen verzichte Sony im ersten Schritt auf die drahtlose Übertragung.

Mancher würde sicherlich gerne auf die ein oder andere technische Rafinesse wert legen und davon seine Kaufentscheidung abhängig machen. Es gibt allerdings ein Problem:
Während Amazon auf ein eigenes Format (.azw) sowie Text (.txt) und Mobipocket (.mobi, .prc) setzt, verwendet Sony das Epub-Format oder das Adobe E-Book-Format. Somit lassen sich E-Books für einen Reader nicht auf dem anderen lesen, d.h. die Inhalte werden eine große Rolle bei der Auswahl des Readers spielen.
Nicht ausschlaggebend für die Wahl wird wohl das Rechtemanagement sein. Beide Geräte arbeiten mit Digital Rights Management, was immer wieder heftig kritisiert wird.

Quelle:
Heuzeroth, Thomas: Marktstart: Sony bringt sein Lesegerät nach Deutschland bei Welt Online
Bericht: Sony startet Digitalbuch-Lesegerät in Deutschland via heise online

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Sony öffnet sich offenen Formaten

5. August 2008 von Dörte Böhner · 2 Kommentare
Kategorie: E-Books
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Besitzern eines proprietären E-Book-Readers PRS-505 eröffenen sich ab sofort nach einem Softwareupdate neue Möglichkeiten, denn nun können sie auch Bücher im offenen EPUB-Format oder in Adobes E-Book-Format (mit digitalem Rechtemanagement, DRM) nutzen. Der Abschied von DRM ist damit jedoch nicht wirklich zu verzeichnen. Der Erfolg von Amazons Kindle zwingt Sony sozusagen zum einlenken.

Den Anfang macht der PRS-505, für den bereits entsprechend aktualisierte Software zum Download :engl: bereitsteht. Ob in Zukunft auch Besitzer eines PRS-500 in den Genuss der neuen Offenheit kommen werden, ist noch nicht bekannt.

Das EPUB-Format :x: :engl: wird International Digital Publishing Forum (IDPF) :engl: [1] entwickelt.

“.epub” is the file extension of an XML format for reflowable digital books and publications. “.epub” is composed of three open standards, the Open Publication Structure (OPS), Open Packaging Format (OPF) and Open Container Format (OCF), produced by the IDPF. “.epub” allows publishers to produce and send a single digital publication file through distribution and offers consumers interoperability between software/hardware for unencrypted reflowable digital books and other publications.

Die jetzt erfolgte Öffnung der
Sony-Reader-Plattform für E-Books von Drittanbietern könnte als Zeichen gewertet werden, dass Sony nicht mehr hofft, im Wettbewerb gegen Amazons Kindle zu bestehen.

Der Umsatz des E-Book-Marktes hat sich dank des guten technischen Fortschrittes deutlich gesteigert und es gibt noch viel Wachstumspotenzial. Hinderlich sind neben den hohen Preisen für die Lesegeräte auch die fehlende Interoperabilität bezüglich dern Datenformate. Der Schritt Sony dürfte laut Robert A. Gehring als klares Zeichen einer Konsolidierung zu deuten sein, dem weitere Anbieter folgen dürften.

Mag der Weg Sonys der erste Schritt in die richtige Richtung zu sein, so ist es doch in mancher Hinsicht fraglich, ob ohne Verzicht auf DRM in seiner restriktiven Form eine dauerhafte Marktdurchdringung möglich ist.

Quelle:
Gehring, Robert A.: Sony unterstützt E-Books im EPUB- und Adobe-Format auf golem.de

  1. ehemals: Open eBook Forum []

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