Eine Bücherzelle für Schüler an der Stollstraße in Ingolstadt und Anmerkungen zur Situation der Schulbibliotheken hierzulande

4. January 2010 von Wolfgang Kaiser · 1 Kommentar
Kategorie: Bibliotheksform, Initiativen und Projekte
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Seit kurzem verfügt die Grund- und Hauptschule an der Stollstraße Ingolstadt über eine eigene Bücherzelle, die nach meinem Kenntnisstand rege genutzt wird – auch von Jungs. Keinesfalls will ich mich in diesem Beitrag für ausrangierte Telefonzellen als Schulbibliothekenersatz aussprechen – im Gegenteil. Als Teaser bzw. als ein einladendes Element können solche Bücherzellen durchaus die Neugier am Lesen wecken. Natürlich hat es mich als ehemaligen Schüler der Grundschule an der Stollstraße Ingolstadt gefreut, als ich in mehreren Artikeln im Donau-Kurier, der Lokalzeitung Ingolstadts, davon las wie die kleinste Bücherei der Stadt entstand und all diejenigen zum Lesen bringen soll, die sonst eher nicht lesen.

Die kleinste Bücherei Bayerns, so lautete am 11.12.2009 der Untertitel des Artikels über die Einweihung der Bücherzelle, deren Medienecho oberflächlich betrachtet dem einer Bibliothekseröffnung gleichkam. Zu meiner Zeit an der Schule gab es im Klassenzimmer einen Holzschrank, der maximal 50 Bücher enthielt, die oftmals noch aus den 1970er Jahren stammten. In der neuerrichteten Bücherzelle befanden sich zu Beginn etwa 300 Bücher. Es war eher die nahegelegene Pfarrbücherei, die uns SchülerInnen damals das Lesen näher brachte.

Bereits am 18. Juli 2009 berichtete Katharina Lachmann von einer solchen Zelle in Buxtehude. Die eher unkonventionelle Idee an der Grundschule an der Stollstraße in Ingolstadt stammt von der ortsansäßigen Freiwiligenagentur. In den Sommerferien 2009 engagierten sich Schüler – unter der Anleitung der Künstlerin Helga Dick- darin die gelbe Telefonzelle in eine Bücherzelle zu verwandeln, die auf dem Pausenhof steht und nun jeden Tag von 7 bis 17 Uhr geöffnet ist.

Die Kinder selbst gestalteten die Zellen nach ihrem Geschmack mit Sprüchen wie “Lesen ist wie Fernsehen im Kopf” oder “nimm 1, lies 1, bring 1″. Der größte Unterschied im Vergleich zu einer herkömlichen Bibliothek ist die Möglichkeit ein Buch solange zu behalten, wie der Einzelne Lust hat. Selbstverständlich birgt das  das Risiko, dass einige Exemplare nie wieder ihren Weg zurückfinden und für immer verschwinden. Meines Erachtens ist das genau der richtige Ansatz und ich bin der festen Überzeugung, dass ein Großteil mit dieser nicht auf Sanktionen setzten Freiwilligkeit seine Bücher dennoch zurückbringt. Selbst die Sozialministerin Frau Haderthauer findet den Gedanken auf Vertrauen zu setzen ein wichtiges Signal in unserer heutigen Gesellschaft. Von einem befreundeten Bibliothekar aus Tel Aviv weiß ich, dass auch an der dortigen Fakultät für Architektur solche (keine Sanktionen bei Fristüberschreitung) und ähnliche Ansätze Erfolg hatten – weg von einer sanktionierenden Bibliothek – hin zur “Erziehung” der Nutzer zu einer fristgerechten Einhaltung ihrer Ausleihdauer. Laut dem Leiter der Freiwilligenagentur und meinen Recherchen gibt es noch weitere Bücherzellen in Deutschland, die aber allesamt eher für Erwachsene sind.

Sollte das Projekt gut laufen, werden weitere Mini-Büchereien eröffnet. “Es sei nur schwierig an die Telefonzellen zu kommen”, so der Leiter der Freiwilligenagentur. Die Agentur ist allerdings auf Buchspenden angwiesen, ohne die das Projekt wohl kaum möglich wäre. Mit viel Presse- und Medienrummel wurde die Bücherzelle am 11.12. 2009 endlich von der Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Christiane Haderthauser (CSU) persönlich eröffnet, wie unter der angegeben Verlinkung zu sehen ist. Schulen liegen eigentlich im Zuständigkeitsbereich des Bayerischen Kultusministeriums wie ich aus meiner eigenen Schulzeit weiß. Die Aufmerksamkeit der Politik und Medien scheint wohl größer zu sein, wenn es sich um unkonventionelle Ideen zur Leseförderung handelt, die “fast” nichts kosten. Mir und sicher allen SchülerInnen und PädagogInnen wäre es sicher lieber gewesen, wenn Frau Haderthauer im Zuge der nun stattfindenden Ganztagsbetreuung an dieser Schule eine echte Schulbibliothek eröffnet hätte. Eine Grundschule, die aus allen Nähten platzt und schon viele Containerklassenzimmer aufstellten musste, kann sich bzw. will sich natürlich keine solche Bibliothek leisten.  In einem Bundesland, das sich in den letzten Jahren immer damit geschmückt hat, in Pisastudien und in Ländervergleichen überall Spitzenreiter zu sein, scheint das Schulbibliotheksmanifest der UNESCO  und die Bedeutung von “echten” Schulbibliotheken noch immer nicht auf der Cognitive Map bei allen Unterhaltsträgern und BildungspolitikerInnen bzw. im Wahlprogramm unter dem Stichwort Bildung aufzutauchen:

“Die Schulbibliothek stellt Informationen und Ideen zur Verfügung, die grundlegend für ein erfolgreiches Arbeiten in der heutigen informations- und wissensbasierten Gesellschaft sind. Die Schulbibliothek vermittelt den Schülern die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen, entwickelt die Phantasie und befähigt sie so zu einem Leben als verantwortungsbewusste Bürger.” Schulbibliotheken

Nur die Türkei, die Slowakei, Spanien und Irland lassen sich im Vergleich der OECD-Staaten Bildung weniger kosten als Deutschland und in keinem anderen Bundesland ist der schulische Erfolg so sehr von der sozialen Herkunft abhängig wie in Bayern. Das stelle Annette Mängel 2006 in ihrem Artikel “Bildung: Erben statt Erwerben” anhand folgender Vergleiche für Bayern  fest:

“In Bayern beispielsweise hat eine Arzttochter eine fast siebenmal so große Chance, das Gymnasium zu besuchen, wie der Sohn einer arbeitslosen Verkäuferin – und das bei vergleichbarem Leistungspotential. Damit führt Bayern deutlich die Rangliste der sozialen Selektion beim Zugang zu den verschiedenen Schultypen an, denn im nationalen Durchschnitt haben Kinder aus einkommensstarken Familien „nur“ eine viermal höhere Chance, das Abitur zu erlangen. Kinder aus Migrantenfamilien hingegen erhalten noch seltener eine Empfehlung für das Gymnasium: Viertklässler mit deutschen Eltern haben diesbezüglich eine fünfmal größere Chance.”

Die Ungleichheit im Bildungswesen hat laut Klaus Klemm eine Tradition in Deutschland, die bis ins 19. Jahrhundert zurückgeht und dem Humboldtschen’ Ideal “alle Kinder auf eine Schule” zu schicken gänzlich widersprach, da damals erstmals mit der Selektion begonnen wurde. Klemm wies mithilfe der PISA- und den IGLU-Studien nach, dass die schicht- und migrationsspezifische Ungleichheit im deutschen Bildungssystem fest verankert ist. In der  Studie “Bildung auf einen Blick” der OECD, hatte Deutschland bei den Bildungsausgaben 2006 lediglich einen Anteil von 4,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreicht. Zwei Jahre später waren 5,1 Prozent gegenüber einem OECD-Durchschnitt von 6,1 Prozent. Aus dem Radiofeuilleton von Deutschlandradio Kultur aus dem Jahre 2007 (“Der Zustand der Schulbibliotheken ist oft armselig” von Anja Herr) und der Webseite des Bibliotheksportals entnehme ich aktuell, dass nur etwa 15% aller Schulen überhaupt über eine Schulbibliothek verfügen. Mehr dazu

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[Kurz] Informationskompetenz ist mehr als googlen

20. October 2009 von Dörte Böhner · Kein Kommentar bis jetzt
Kategorie: Informationskompetenz
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Googlen ist ja bereits das Synonym für die Suche nach Informationen. Dort findet man seine Antworten. Also wozu braucht man eigentlich noch Bibliothekare?

Frances Bridges von “Journal&Courier” interviewte im Monat des Information Literacy Sharon Weiner, Vizepräsident des National Forum on Information Literacy, und stellte unter anderem diese Frage:

Q: What can a reference librarian do that I can’t do on Google?

A: They know about more sophisticated strategies to find information and more efficient ways to find information than Google and teach you. They can teach you to evaluate those sources you find on Google and get better, more accurate results.

Quelle:
Bridges, Frances: Information literacy more than just Googling, jconline.com

Aufmerksam geworden über:
Information literacy more than just Googling via LISNews.org

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Glossar für Begriffe der Informationskompetenz

30. August 2009 von Dörte Böhner · Kein Kommentar bis jetzt
Kategorie: Informationskompetenz
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Das Glossar entstand auf Initiative des BMBF-Projektes BibTutor und wurde von einer gemeinsamen Unterarbeitsgruppe der Arbeitsgruppen Netzwerk Informationskompetenz Baden-Württemberg (NIK-BW), der UB Kaiserslautern und der Arbeitsgemeinschaft Informationskompetenz Nordrhein-Westfalen weiterentwickelt. DAs Glossar soll helfen, die fachsprachiche Terminologie innerhalb von E-Learning-Angeboten wie Online-Tutorials zur Vermittlung von Informationskompetenz zu erklären. Die technische Betreuung und Entwicklung wurde dabei von der UB Kaiserslautern übernommen.
Erreichbar ist das Glossar bspw. unter Informationskomptenz.de und den Seiten der UB Kaiserslautern. Es kann über eine XML-Schnittstelle heruntergeladen und darf von anderen Bibliotheken auf ihrer eigenen Homepage angeboten werden.

Das Glossar selbst ist wie ein Thesaurus aufgebaut. Über eine alphabetische Liste kann man sich eine Begriffsdefinition ansehen, die die notwendigsten Infos bietet. Mit einem weiteren Klick auf den Begriff gelangt man zum ganzen Eintrag mit der vollständigen Begriffserklärung. Diese Erklärung umfasst folgende Informationen:

  • die erweiterte Definition, in der meist auch ein Anwendungsbezug enthalten ist.
  • Ober- und Unterbegriffe (verlinkt)
  • Synonyme
  • Beispiele
  • weiterführende Links und Hinweise.

Zur Zeit entsteht ein englischsprachiges Glossar, welches allerdings keine 1:1-Übersetzung der deutschen Begriffe sein wird. Dieses Glossar ist für den englsichssprachigen Markt gedacht, d.h. Stichworte und Beispiele sind auf diesen Nutzerkreis ausgerichtet. Dieses Pendant enthält daher auch Begrifflichkeiten, die für deutsche Bibliotheken keine Rolle spielen. Im Gegenzug bietet sich das gleiche Szenario auch für das deutsche Glossar, das bspw. die Namen der einzelnen Bibliotheksverbünde enthält, die im englischen Glossar nicht zu finden sein werden.
Das Ziel der Arbeitsgruppe ist es, 2010 das bilinguale Glossar als Open-Source-Produkt zur Nachnutzung freizugeben, wie dies bereits für die deutschsprachige Version schon möglich ist.

Quelle:
Nilges, Annemarie; Oberhausen, Birgit: Informationskompetenz goes international. In: Bibliotheksdienst, 43 (2009), S. 753 – 757

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DBIS – Google ist nicht alles

5. April 2009 von Dörte Böhner · 7 Kommentare
Kategorie: Bibliotheksbestand, Informationskompetenz
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Seit März diesen Jahres ist die Hochschulbibliothek Neubrandenburg die 200 Bibliothek, die das in Regensburg entwickelte Datenbank-Infosystem (DBIS) in Betrieb genommen hat. Inzwischen sind es sogar schon 201 Bibliothek. Der Universitätsbibliothek Regensburg ist es gelungen, einen Internetservice zu schaffen, der mittlerweile in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfolgreich verwendet wird.

Das System unterstützt jetzt an 200 Standorten Studierende, Forschende und wissenschaftlich Interessierte bei ihrer zielgerichteten Literatur- und Informationsrecherche. Mit DBIS kann schnell und erfogreich relevante Literatur oder fundierte Fakten zu einem Thema ermittelt werden. Jeder informationskompetente Nutzer weiß, dass er solche Daten kaum so unkompliziert und vor allem schnell nur mit der Recherche bei Google hätte finden können, da die hier findbare Information zumeist aus fachspezifischen Literatur- und Fachdatenbanken stammt. Das riesige Angebot an solchen Datenbanken ist sehr unüberschaubar, auch sind nicht alle Artikel kostenfrei nutzbar. Gerade an solche Angebote kommt man mittels Google nur selten.

Der Regensburger Blibliotheksservice setzt genau bei dieser Lücke an. Der elektronische Wegweiser DBIS soll dem Informationssuchenden bei der riesigen Anzahl von Datenbanken helfen, die beste Informationsquelle für seine Fragestellung zu finden. DBIS inforrmiert auch auf einen Blick, ob eine Datenquelle kostenfrei im Internet verfügbar oder ob eine Nutzung nur an einem bestimmten Ort möglich ist.
Die Bibliotheken setzen DBIS nicht nur als Informationssystem für ihre eigenen Nutzer ein, sondern sie nutzen das Datenbank-Inforsystem für die kooperative Sammlung und Beschreibung der Informationsquellen. In wenigen Jahren wurde durch diese Zusammenarbeit eine der weltweit größten Datenbanksammlungen zusammengestellt.

Momentan umfasst das Datenbank-Infosystem 7756 Einträge. Davon sind 2665 Datenbanken frei über das Internet verfügbar.

Kein Wunder, dass DBIS bei den Nutzern beliebt ist. Dies zeigt sich beispielsweise in der Nutzerstatistik.

Allein im Jahr 2008 wurde mehr als sechs Millionen Mal eine Datenbank über diesen Service aufgerufen. Die intensive Nutzung spricht für die erfolgreiche Verwendung der Fördermittel, welche die Universitätsbibliothek Regensburg für den Aufbau und die Weiterentwicklung des Systems vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten hat.

Regensburg achtete beiDBIS auch auf eine größtmögliche Barrierefreiheit, wobei man sich an den Empfehlungen des W3C orientierte. Neben ein einer fast vollständigen Trennung von Layout und Inhalt wurde auf einen guten Kontrast geachtet (wobei hier gerade in Bezug auf den Text-Hintergrund-Kontrast noch einige Verbesserungsmöglichkeiten bestehen). Hervorzuheben ist die einfache Skalierbarkeit der Schriftgröße durch “Strg + Mausradbewegung”. Die DBIS-Website is zudem browserunabhängig gestaltet worden.

Der Sucheinstieg kann über einen einfachen Suchschlitz in der linken Navigationsspalte erfolgen, über eine erweiterte Suche und Browsingmöglichkeiten wie Erweiterte Suche einer Fachübersicht und einer Alphabetischen Liste. Einschränken lässt sich die Suche auf eine bestimmte Bibliothek und einer freien Verfügbarkeit im Web, lizenzpflichtigen Zugängen, kostenpflichtigen Pay-per-Use-Angeboten und den deutschlandweit frei zugänglichen Angeboten der DFG-geförderten Nationallizenzen.

Dieser Dienst wurde mit finanzieller Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von der Universitätsbibliothek Regensburg entwickelt.

Im Ganzen ist dies wirklich ein rundum gelungenes Informationsangebot. Eine einfache Hilfe für das eigentlich intuitiv zu nutzende System wäre vielleicht doch eine wünschenswerte Ergänzung und um zu wissen, welche Formen von Datenbanken (Volltexte, Referenzen, Fakten, Adressen, etc.) durchsucht werden und in DBIS erfasst sind, wäre eine Positivliste enthaltener Datenbankformen ein weiteres, hilfreiches Zusatzinformationsangebot. Wünschenswert wären allerdings Möglichkeiten zur Personalisierung, um beispielsweise bestimmte Suchanfragen und eigene nutzerspezifische Datenbankzusammenstellungen speichern zu können.

Quellen:

Informationen zum Datenbank-Infosystem (DBIS)
– Informationsseite zu Datenbank-Infosystem (DBIS)
Universität Regensburg: 930..Regensburg: Google allein reicht nicht aus auf Starblatt.net

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[Veranstaltungshinweis] Die Zukunft: wie der Wissens-Tsunami bewältigt wird

12. March 2009 von Dörte Böhner · Kein Kommentar bis jetzt
Kategorie: Veranstaltungen/ Berichte
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Heute findet in der ZLB eine sehr interessante Veranstaltung in der ZLB Berlin statt.

19.00 Uhr; Haus Berliner Stadtbibliothek
Ribbeck-Haus
Breite Str. 36, 10178 Berlin-Mitte/Berlin-Saal

Moderiert von Frau Prof. Claudia Lux diskutieren heute Dr. Klaus Ceynowa (Stellvertreter des Generaldirektors der Bayerischen Staatsbibliothek), Susanne Metz (Amtsleiterin der Stadtbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg), Prof. Dr. Stefan Gradmann (Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin) sowie Dr. Hannelore Vogt (Leiterin der Stadtbibliothek Köln) zum Thema: Die Zukunft der Bibliotheken – wie der Wissens-Tsunami bewältigt wird

Bitte melden Sie sich unter www.bwg-ev.net/events/ an.

Mehr Informationen unter:
Die Zukunft der Bibliotheken – wie der Wissens-Tsunami bewältigt wird via Zentral- und Landesbibliothek Berlin

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[Kurz] Informationskompetenzstandards werden zu ernst genommen?

27. February 2009 von Dörte Böhner · Kein Kommentar bis jetzt
Kategorie: Informationskompetenz, Meinung
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Dieser Meinung ist zumindest Herr Hapke und fasst in seinem Blog seine Sicht auf die Dinge zusammen.

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[Leseempfehlung] Äh, ich such da ein Buch …

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Der Beitrag von Carmen Barz und Tom Becker beschäftigt sich mit Informationskompetenz im Umfeld Öffentlicher Bibliotheken. Es geht dabei um den Stellenwert der Face-to-Face-Interaktion.

Die Frage, die über dem ganzen Artikel steht ist:

Was also stellt die Bibliothek über oder doch zumindest unverzichtbar neben die anderen Informationsanbieter?

Neben einem unschlagbaren Kosten-Leistungs-Verhältnis zählen die Autoren diese Mehrwerte auf:

  • Recherche(strategie)kompetenz
  • Beurteilungskompetenz
  • Recherche(strategie)kompetenz + Beurteilungskompetenz = Information Literacy
  • Informationskompetenz + Face-to-Face-Interaktion

Barz, Carmen u. Becker, Tom: Ich, äh, such da dieses Buch…, In: Bibliotheksforum Bayern, 3(2009)1, S. 35-38

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Was Google über uns weiß …

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Dass Google die Suche personalisiert ist nichts Neues. Doch was weiß Google eigentlich wirklich über uns? Schauen wir uns mal einige Angebote von Google an und betrachten mal dabei das Verhalten eine aktiven Google-Nutzers wie Hänschen Dummy.

Hänschen sitzt in Berlin und sucht nach Tipp und Tricks der Websiteprogrammierung natürlich mit der normalen Suche von Google. Die Suchmaschine erfährt folgende Informationen (die Angaben der Aufzählungen sind größtenteils aus den unten angegebenen Quellen übernommen worden):

  • Länder Code
  • die Suchanfrage
  • Nutzung alternativer Suchvorschläge
  • IP Adresse
  • Sprache
  • Anzahl der Ergebnisse
  • Safe search an/aus
  • Klicks auf die Links der Suchanfrage
  • Nutzung Werbelinks

Um bequem weitere Dienste von Google nutzen zu können, hat sich Hänschen ein Konto bei Google angelegt. Fleißig protokolliert der Gigant mit:

  • das Registrierungsdatum
  • seinen Benutzernamen
  • sein Passwort
  • eine alternative E-Mail-Adresse
  • sein Land
  • Anzahl der Logins
  • welche der Google Dienste er nutzt.

Hänschen will um eine Suche zu starten nicht immer erst Google aufrufen. Als Website-Anbieter ist er auch neugierig, welchen Pagerank die Websites haben, die er besucht, weil sie ähnliche Inhalte wie er anbieten. Deshalb hat er die Google Toolbar installiert und erlaubt, dass Google den Pagerank anzeigt. Diese Bequemlichkeit bezahlt er damit, dass Google neben den Informationen, die aus der Suche gewonnen werden nachvollziehen kann:

  • welche Webseiten er besucht (ALLE – unabhängig davon, ob Hänschen von Google kommt oder nicht)
  • auf welche 404-Seiten Hänschen gestoßen ist und welche der alternativen Suchangebote er angenommen hat (Klickbestätigung)
  • die Nutzung der Synchronisationsfunktion mit dem Googleaccount
  • welche Lesezeichen Hänschen abgespeichert hat
  • und ob er mehrere Rechner nutzt

Selbst wenn Hänschen deshalb auf die Toolbar verzichtet, gewinnt Google über den Browserverlauf folgende Daten:

  • Webseite von der Google Suche
  • Datum
  • Zeit
  • Suchergebnis
  • welche Werbung geklickt worden ist

Hänschen hat festgestellt, dass er aktuelle Informationen und Trends nicht unbedingt in deutscher Srache findet. Da er aber nicht sehr sicher ist beim Übersetzen, nutzt er Googles Sprachtools, um englische, französische und holländische Texte zu übersetzen. Google erfährt so:

  • alle übersetzten Texte
  • und den Sprachradius genutzter Texte

Nach getaner Arbeit stellt Hänschen seinen PC nicht aus, sondern vernügt sich erstmal bei Youtube. Der Dienst ist kostenlos, aber Hänschen verrät dabei:

  • E-Mail Adresse
  • Passwort
  • Benutzername
  • Land
  • alle hochgeladenen Videos
  • alle Kommentare
  • gemeldete Videos
  • Gruppen
  • Favoriten
  • Kontakte
  • angesehene Videos
  • Datentransfer
  • Klickverhalten

Bequem über das Google-Konto angemeldet verschickt Hänschen per GMail (Google-Mail) E-Mails an seine Freunde und liest noch rasch einen erhaltenen Newsletter. Die Entscheidung für Google Mail hat ihm Google mit dem riesigen Speicherplatz einfach gemacht. Dafür erhält Google

  • alle E-Mails
  • Kontoaktivitäten
  • Speicherplatzverbrauch
  • Anzahl der Logins
  • Links, die angeklickt wurden
  • Kontaktlisten
  • Spamtrends
  • Datenverkehr
  • Datengröße
  • Kontaktdaten

Hänschen ist außerdem ein aktiver Blogger. Er schreibt mindestens einmal die Woche einen Blogbeitrag zu Themen, die ihn bewegen und kommentiert munter in den Blogs seiner Bloggerfreunde. Dazu nutzt er dankbar die Plattform Blogger und verrät Google weitere Informationen:

  • Benutzerfoto
  • Geburtstag
  • Land
  • Datentransfer
  • Datengröße
  • Klicks
  • Posts
  • Kontakte

Für seine Arbeit nutzt er seinen Rechner Zuhause, auf Arbeit, einen Laptop eines Freundes und Bibliotheksrechner. Um einen zentralen Ort für seine Dokumente zu haben, nutzt er Google Docs, zumal er hier auch mit anderen kooperativ an den Dokumenten arbeiten kann. Google erhält dadurch:

  • E-Mail Adresse
  • Anzahl der Logins
  • Anzahl der Aktionen
  • Datengröße
  • Klicks
  • den/die gesamte(n) Text/Daten/Präsentation
  • alle Bilder
  • alle Änderungen
  • Informationen zu den Kooperationspartnern

Da Hänschen zudem viel unterwegs ist, informiert er sich im Vorfeld bei Google Maps über Routen von seiner Heimatstadt zu seinen Zielorten. Dafür nutzt er auch den Service auch mit seinem Handy. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Google hier personalisierte Dienste anbietet und so auch ein Bewegungsprofil von Hänschen erstellen kann.

Google weiß noch viel mehr über Hänschen Dummy. Datenwachschutz|Blog von Carsten Hoppe zeigt immer wieder, was mit den Informationen passiert, die wir wie Hänschen freiwillig weitergeben.

Gratis ist gut. Gratis ist klasse. Gerne nutzen wir Gratis-Angebote und fragen nicht, warum jemand etwas umsonst anbietet. – - – Umsonst? Nein, umsonst bietet niemand etwas an. Google erhält Daten, viele persönliche Daten über uns.

Daten sind das Zahlungsmittel im heutigen Informationszeitalter. Der Suchmaschinengigant Google versteht dieses Geschäft wie kein anderer Konzern und pflegt sein Image als welt- und menschenverbundenes Unternehmen, das sich für die Gesellschaft engagiert, indem es Programme und Services kostenlos zur Verfügung stellt. Völlig kostenlos sind die Programme freilich nicht, denn der Nutzer bezahlt mit seinem persönlichen Daten- und Webnutzungsprofil.

Aber auch wenn man sehr bewußt mit seinen Daten umgeht, Angebote hinterfragt, sie kritisch nutzt und auch Nutzungsalternativen sucht –

Selbst wenn man dezidiert Googles Datenradar entkommen will, fällt das dem Normalnutzer nicht leicht. So ist das Unternehmen mit Analytics mittlerweile auf vielen Webseiten präsent und leistet dort Nutzer-Analysedienste für den Webseitenbetreiber, ohne dass der Besucher dies im Normalfall mitbekommt.

Hänschen nutzt diesen Service in seinem Webangebot und zieht somit auch andere weiter in die Arme der Datenkrake Google.

Viele der Informationen sind für das gute Angebot von Google notwendig und für die Verbesserung der Dienste auch nützlich.

Das muss teilweise natürlich auch sein, weil sonst einige Dienste ja nicht funktionieren können. Wer aber sehr viele Dienste nutzt, der kann einsortiert und kategorisiert werden. Google kann und wird in Zukunft diese Daten auch nutzen.

Als Folgen heute zu sehen sind die Verwendung der Daten für die lokalisierte und personalisierte Werbung, mit der Google viel Geld verdient, denn die Personalisierung erhöht die Relevanz der Werbung für entsprechende Zielperson. Die Personalisierung ermöglicht es Google im Gegenzug bei Nutzung des Google-Accounts auch eine Anzeige besserer und relevanterer Suchergebnisse durch Profilbildung.

Hoppe kommt zum Fazit:

Die Frage wird hier sein ob ein User das überhaupt will, das er in eine Schublade gesteckt wird ??? Es hat mit Sicherheit viele Vorteile da Suchergebnisse besser angepasst/personalisiert werden.

Die Entscheidung kann jemand wie Hänschen nur treffen, wenn er auf die Gefahren hingewiesen wird und sich kritisch damit auseinandersetzt. Aber selbst wenn er die Gefahren kennt, kann er ihnen nur aus dem Weg gehen, wenn er Alternativen und ihre Vorteile gegenüber Google entdeckt. Er benötigt hier Informationskompetenz.

Man kann auf Googles Motto “Don’t be evil’ vertrauen oder sich bewußt machen, dass die Möglichkeiten dieser Informationsmassen auch die nettesten Firmen korrumpieren können.

Quellen:
Was Google alles über Sie weiss im Tagesanzeiger.ch Digital
Hoppe, Carsten: Welche Daten sammelt Google, ein interessanter Überblick im Datenwachschutz|Blog

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[Zitat] Unkommentiert – Zw. 1709 u. 1784

11. December 2008 von Dörte Böhner · Kein Kommentar bis jetzt
Kategorie: Zitate rund um den Buchstaben
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“The next best thing to knowing something is knowing where to find it.”

ist das geflügtelte Wort zu:

“Knowledge is of two kinds. We know a subject ourselves, or we know where we can find information upon it.”

Samuel Johnson

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Warum Google sterben muss?

25. November 2008 von Dörte Böhner · 2 Kommentare
Kategorie: Berufsbild, Informationskompetenz, Suchmaschine
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Gründe dafür sucht John C. Dvorak im PC Magazine :engl: .

Once you learn how Google handles SEO, you see that getting the right results takes a miracle.

SEO steht für Suchmaschinenoptimierung. Ein Mythos, der sich dahinter versteckt, ist, dass man damit ein besseres Google-Ranking erhält, als man es verdient. Aber tatsächlich denken diejenigen, die SEO einsetzen eher, dass Googleergebnisse sind schlecht und sie müssen ihre Seiten mit SEO verbessern, um die Ergebnisse zu erhalten, die sie verdienen.

From a user’s perspective, once you learn how Google does what it does, it’s a miracle that you ever get the right results. And from my experience, the right results in many circumstances are nearly impossible to obtain—and may never be obtainable in the future.

Dvorak macht folgende Probleme mit Google fest:

  • Unfähigkeit, die Homepage zu identifizieren : Man sollte davon ausgehen, dass wenn man nach Art Jenkins sucht und dieser eine Homepage jenkinsart.com besitzt, sollte seine Homepage ganz weit vorne gelistet werden. Pustekuchen!
  • Zu viel Kommerz, nicht genug Information : Ein weit verbreiteter Irrtum gerade bei Google ist wohl, dass Menschen nur ins Internet gehen, um Geld auszugeben und zu shoppen. Wer nach Informationen über ein aktuelles Produkt, z.B. über ein Handy, sucht, findet lange Zeit erstmal nur Seiten, die ihm das Produkt verkaufen wollen. Objektiv ist da wohl sehr deutlich was anderes.
    Ziel der Suche sollte es doch eigentlich sein, die beste Seite als erstes anzuzeigen, ohne dass es darum geht, viel Geld für die Suchmaschinenoptimierung auszugeben.
  • Geparkte Seiten : Man muss schon von Betrug sprechen, was da die Suchmaschinen mit einem machen. Da werden nicht mehr benötigte Domains ins Domain Parking geschoben und dort mit vielen schönen und relevanten Stichworten gespickt, mit SEO auf Hochglanz in Suchmaschinenaugen getrimmt und schon sind sie ganz weit vorne bei Google gelistet. Wie also soll das PageRanking von Google mit diesen “Fake-Seiten” umgehen?
  • Unwiederholbare Suchergebnisse : Wie kommt es, dass man eine Recherche von letzter Woche zwar wiederholen, aber niemals die gleichen Sucherergebnisse erhält? Das ist ja schon von einem Tag auf den anderen oft so. Können sich Dinge so rasch drastisch ändern? Ganz schwierig ist, wenn man einem Kollgen bittet, die gleiche Suche zeitgleich mit nachzuvollziehen. Sie haben gute Chancen die Wette zu gewinnen, dass Sie nicht die gleichen Ergebnisse erhalten. Womit begründet Google das?

Welche Lösungen bieten sich an?

The solution to this entire mess, which is slowly worsening, is to “wikify” search results somehow without overdoing it. Yahoo! had a good idea when its search engine was actually a directory with segments “owned” by communities of experts. These people could isolate the best of breed, something Google has never managed to do.

Google hat sich an dieser Stelle immer auf mathematische Verfahren verlassen, die nie die Qualität von Yahoo! erreicht haben. Noch immer kann das menschliche Gehirn mit der Fähigkeit, Dinge kognitiv zu verknüpfen, nicht ersetzt werden. SEO-Experten durchschauen die Ranking-Algorithmen von Google und nutzen sie eben für ihre Vorteile.

Eine weitere Lösung ist das Flagging. Dahinter versteckt sich ein einfaches System. Das was die Maschine nicht kann, soll die Masse machen. Die Suchenden sollen die Suchergebnisse mit verschiedenen Attributen verknüpfen, beispielsweise könnten so durch Nutzer besonders gute Links gekennzeichnet werden, aber auch solche, die z.B. geparkte Domains sind. Risikoreich ist diese Variante schon, denn schon viele Bewertungskriterien von jedermann sind geknackt und in Google-Spam-Möglichkeiten umgewandelt worden.

Stephen Abram geht bei seinem Blogbeitrag Why Google Must Die :engl: noch weiter mit seinen Fragen und stellt dabei auch Verhalten der Bibliotheken in Frage. Zu viele Bibliothekare sagen, dass ihre OPACs, Metasuchen und Website-Suchmaschinen “just like Google” arbeiten sollten. Wenn es das ist, dann könnten wir auch einfach aufgeben, die weiße Flagge schwenken und gleich zu Google gehe. Er gibt da einige Punkte zu bedenken:

  1. Should I start manipulating the search results of library users based on the needs of advertisers who pay for position?
  2. Should I track your users’ searches and offer different search results or ads based on their private searches?
  3. Should I open library OPACs and searches to ’search engine optimization’ (SEO) techniques that allow special interest groups, commercial interests, politicians (as we’ve certainly seen with the geotagged searches in the US election this year), racist organizations (as in the classsic MLK example), or whatever to change results?
  4. Should I geotag all searches, using Google Maps, coming from colleges, universities or high schools because I can ultimately charge more for clicks coming from younger searchers? Should I build services like Google Scholar to attract young ad viewers and train or accredit librarians and educators in the use of same?
  5. Should I allow the algoritim to override the end-user’s Boolean search if it meets an advertiser’s goal?
  6. “Evil,” says Google CEO Eric Schmidt, “is what Sergey says is evil.” (Wired). Is that who you want making your personal and institutional values decisions?

Abram ist auch erstaunt darüber, dass Bibliothekare sich nicht klarmachen, dass Google Milliarden Dollar damit verdient, in dem es die Kunden zum Einkaufen animiert, sprich es bezahlte Suchergebnisse verkauft. Google will Geld verdienen und verkauft sich dafür. Bibliotheken sollten auch im Bereich der Online-Angebote Google nicht verteufeln, aber sie sollten auch hier ein Ort bleiben, wo der Nutzer kein Geld bezahlen muss und sich nicht zum Geldausgeben verführt sieht.

Ziel sollte es also nicht sein, Google zu kopieren, weil dann kann man auch gleich zu Google gehen. Ziel muss es sein, eine Suche zu entwickeln, die die Bedürfnisse des Suchenden besser erfüllt als es Google tut. Fragen müssen sein: Kann die Suche so einfach zu bedienen sein wie Google und sollte sie es auch sein? Ich erlebe diese Frage immer wieder auch bei mir auf Arbeit. Da bietet der OPAC zwar den Google-Schlitz für die Suche an, dennoch schulen wir die Nutzung der erweiterten und komplizierteren Suche. Die Studenten sollen die Vorteile der erweiterten Suchmöglichkeiten kennenlernen.

Google zu verteufeln bringt nichts. Ziel muss es sein, Google als ein Suchinstrument von vielesn in eine strukturierte Recherche zu integrieren. Dafür müssen die Studenten aber die Algorithmen hinter Google und anderen Suchmaschinen verstehen. Oft fehlt eine gute Unterscheidung zwischen den einzelnen Suchinstrumenten, ihren Vor- und Nachteilen.

Google muss nicht sterben. Es hat mit all seinen Mankos eine berechtigte Position zwischen all den anderen Möglichkeiten (OPAC, Datenbank, Katalog, etc.). Bibliotheken haben sich das Vermitteln von Informationskompetenz auf die neuen Fahnen geschrieben. Das bedeutet aber auch, dass sie selbst mit kritischen, aber auch offenem Blick die Suchschwächen und -stärken der einzelnen Recherchmöglichkeiten beurteilen können müssen.

And they (the librarians, A.d.V.) should find their voice to talk to their host institutions and communities about their role.

Quellen:
Abram, Stephen: Why Google Must Die :engl: via Stephen’s Lighthouse
Dvorak, John C.: Why Google Must Die :engl: via PC Magazine

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