What is the next thing that you should read? It’s not simply the thing that will have the lowest barrier to embracing it. One of the great virtues of libraries is that they have the reader’s interests at heart. That doesn’t necessarily mean that all humans trump all algorithms.” David Weinberger


Ähnliche Beiträge

„By including diversity in its programs and collections, the library has the potential for helping children make cross-cultural connections and develop the skills necessary to function in a culturally pluralistic society.“ (vgl. Campbell Naidoo, 2014, S. 5)

“Warum sehe ich nur weiße Gesichter?” So lautete die Frage von Terkessidis in seinem Artikel “Vor und auf der Bühne. Ein Großteil der Bevölkerung taucht im Theater nicht auf.” Auf Kinderbücher bezogen könnte die Frage lauten, wieso sehe ich kaum Kinderbücher, in denen Vielfalt und Interkulturalität thematisiert werden? Inwieweit werden in Kinderbüchern in Bibliotheken Geschichten erzählt bzw. in einem angemessenen Maße Teil des Bestands in Bibliotheken, so dass nicht nur klischeehaft nur weiße und blonde Kinder vorkommen? Reflektieren die Inhalte in den Kinderbüchern die Vielfalt innerhalb der Gesellschaft? Wird Diversität in Büchern, aber vor allem im Bibliotheksbestand gezielt gefördert?

The single story creates stereotypes, and the problem with stereotypes is not that they are untrue, but that they are incomplete. They make one story become the only story.” (vgl. Ngozi Adichie, 2009)

Ngozi Adichie beschreibt anhand dieses Zitats, worin die Gefahr liegt, wenn zum Beispiel monokulturelle Literatur (Themen in Büchern, die zu wenig die gesellschaftliche Realität der Vielfalt widerspiegeln) in Bibliotheken, Buchhandlungen, aber auch bei der eigenen Lektüre kultiviert und zu selten über den Tellerrand der eigenen Community “hinausliest”. Vor wenigen Jahren hat sich vor allem in den USA die Bezeichnung Diverse (Children‘s) Books herausgebildet. Der Bestandsaufbau vor allem in Kinder- und Jugendbibliotheken in den USA trägt verstärkt diesen Tatsachen Rechnung. Geschichten, in denen Fremdheit und kulturelle Vielfalt vorkommen, wurden in der Vergangenheit zu selten im Bestandsaufbau für eine vielfältig zusammengesetzten Bibliotheksnutzerschaft berücksichtigt. Diese inhaltliche Vielfalt bei Kinderbüchern zu fördern, wäre nicht nur für Ureinwohnerkinder ohne Migrationsgeschichte hilfreich, um Vorurteile abzubauen, sondern auch für Kinder, welche aus bi- bzw. multikulturellen Familien stammen.Prognosen in den USA gehen davon aus, dass im Jahr 2043 (ethnische) Minderheiten zu Mehrheiten innnerhalb der Gesellschaft werden (sog. Majority-Minority-Effekt).

Anhand von drei Blogbeiträgen aus dem Jahr 2014 wurde versucht deutlich zu machen, dass Kinderbücher und Empowerment für Afrodeutsche aber auch andere “Minderheiten” von Bedeutung sein können. Inwiefern werden Empfehlungen und Erkenntnisse durch Personen wie Prof. Dr. Maisha Maureen Eggers oder Tupoka Ogette für die eigene Bibliotheksarbeit berücksichtigt? Gibt es Fort- und Weiterbildungen durch Personen wie diesen, um das Bibliothekspersonal für diese Thematik zu sensibilisieren? Welche Rolle spielt vorurteilsbewusste Literatur in der Bibliotheksarbeit?


Ähnliche Beiträge


Ähnliche Beiträge

Bibliothekssysteme testen, das ist gar nicht so einfach. Mit “meinkoha” können sich BibliothekarInnen und Studierende auf einer privaten Koha-Instanz ganz ohne Installationsaufwand und kostenlos austoben. (via Mirko Tietgen auf abunchofthings

Poster Informationspraxis

Ausgezeichnetes Poster Informationspraxis

Drei innovative Arbeiten wurden auf dem vergangenen Bibliothekartag mit dem b.i.t.online – Innovationspreis ausgezeichnet. Nur die Bachelorarbeit von Anthea Cebulla mit dem Thema “Konzeption und Bewertung von Online-Tutorials an wissenschaftlichen Bibliotheken” ist im Volltext zugänglich. Dies ist schade, weil auch die beiden anderen Arbeiten sicherlich auch zahlreiche LeserInnen finden würden, wenn sie frei zugänglich wären. (via Nachrichten für Öffentliche Bibliotheken in NRW, log.netbib.de) (DB)

Studierende des Departments Information der HAW Hamburg haben in Kooperation mit b.i.t. online in den bibliotheksnews.com wieder ausführlich über einzelne Sessions und Fragestellungen des 104. Bibliothekartages berichtet. Entstanden sind dieses Jahr 33 Artikel über viele unterschiedliche Themen. (DB)

Dass “Open” wenig zu tun hat mit kostenfrei zugänglich wird in Klaus Grafs Anmerkung zu Pinterest deutlich, aber auch in der Diskussion von @herr_tu und @jplie auf Twitter (bitte ggf. Diskussion aufklappen). Grenzen von “Open” sind da erreicht, wo man sich anmelden und mit persönlichen Daten bezahlen muss. (via log.netbib.de) (DB)

Im Tweet der Woche weist Markus Trapp diesmal auf einen Tweet von Julia Reda hin, die zur Aktion auffordert: “Rette die Urherrechtsreform! Wende dich heute an deine Europaabgeordneten“. (DB)

Auf zwei englischsprachige Artikel möchte ich an der Stelle einfach per Link aufmerksam machen, weil deren Überschriften eigentlich schon sagen sollte: Unbedingt lesen! (DB)

Die bibliothekarischen Verbände haben auf dem 104. Bibliothekartag ihre Vorstände neu gewählt. Neue Vorsitzende des VDB ist Konstanze Söllner, Vorsitzende des BIB ist Vesna Steyer. Der VDB öffnet sich als “VDB – Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare” dabei neuen Interessengruppen, während der BIB noch immer damit zu kämpfen hat, dass sich aufgrund von internen Querelen Mitglieder nicht mehr mit dem BIB identifizieren können/wollen. (DB)

Informationspraxis hat ihre erste Ausgabe abgeschlossen, während Libreas bereist die 27. Aufgabe zum Thema “Methoden” veröffentlicht hat. Ein Großteil der Artikel dieser Ausgabe nimmt vor allem Bezug auf die Nutzung von Forschungsmethoden in der Bibliothekspraxis. Darüber hinaus machte Karsten Schuldt bereits auf die 10-Jahres Feier von Libreas aufmerksam, die am 12. und 13.September in Form eines Symposiums abgehalten wird. Beim nächsten Call for Papers, das demnächst veröffentlicht wird, geht es um das Thema “Idee Bibliothek”. (DB/WK)
Informationspraxis war auf dem Bibliothekartag mit einem Poster vertreten und wurde dafür ausgezeichnet. (DB)

Und noch ein kleiner Hinweis: Dörte hat wieder eine Linkliste unter dem Titel “der Bibliothekartag in der Biblioblogosphäre” zusammengestellt und aktualisiert diese laufend. Es sind schon über 115 Beiträge zusammengekommen. (WK)

[Update] Rechtschreib- und Grammatikfehler beseitigt, sowie eine falsche Verlinkung.[/Update]


Ähnliche Beiträge


Ähnliche Beiträge

Carlos Lozada fragt in seinem Artikel in der Washington Post:

When Google is your librarian and Starbucks your WiFi, do we still need public libraries?

Lozada bespricht in diesem Artikel das Buch BiblioTech: Why Libraries Matter More Than Ever in the Age of Google (Amazon-Affiliate-Link) von John Palfrey.

Der frühere Leiter der Harvard Law School Library und Mitbegründer der Digital Public Library of America wünscht sich eine Revolution bei den Zielen der Bibliotheken, den Technologien und den verbundenen Ausbildungen.

In seinem Buch BiblioTech (Amazon-Affiliate-Link) versucht er zu verdeutlichen, in welche Richtungen der Weg der Bibliotheken gehen muss. Das Buch erscheint am 05. Mai sowohl gebunden als auch als E-Book (Kindle (Amazon-Affiliate-Link), EPUB).


Ähnliche Beiträge

Wenn man plötlich eine Übersicht über alle Beiträge hat, sieht man, was man so alles übersieht hat, weil man ein Jahr sehr beschäftigt war.

Daher hier sehr verspätet die Hinweise auf die letzten BRaIn-Ausgaben.

Ausgabe 12 (02/2014)
Die Beiträge der Zeitschrift handeln diesmal von der BOBCATSSS Konferenz in Barcelona.
Genauer beschrieben schon von Wolfgang.

Ausgabe 13 (07/2014)
Diesmal haben sich die Studierenden der FH Potsdam nicht in ausländische Gefilde bewegt, sondern entdecken die Bibliothekswelt in Weimar, berichten über die Besichtigung der KZ-Gedenkstätte Buchenwald und schreiben über den Bibliothekartag in Bremen.

Die aktuelle Ausgabe ist die Nr. 14 (02/2015).
Diesesmal geht es um die Irische Bibliothekswelt.


Ähnliche Beiträge

“…who takes that one-book-a-day kid who’s going to be the 20 percent that reads 80 percent of the books, and when they walk in says, ‘Here’s a book you’ve got to read.’ If it’s not a librarian, who’s going to do it?” Cory Doctorow

Im folgenden Video, das mit dem Titel ‘We need to find (the solution) in partnership with our libraries’ plädiert der Autor und Blogger Cory Doctorow dafür eine Lösung für eine strategische Partnerschaft zwischen Bibliotheken und E-bookanbietern zu finden.


Ähnliche Beiträge

Perspektive Bibliothek
Die neue Ausgabe von Perspektive Bibliothek, Bd. 3, Nr. 2 (2014) [ISSN: 2194-8992] ist da.

 
Editorial
Apel, Jochen; Hermann, Martin: Editorial: Open Access funktioniert tatsächlich!, S.1-6. – PDF.

Artikel


Ähnliche Beiträge

Librarians are “unreservedly” on the side of the reader, and often attempt to expand the reader’s interests and stretch his worldview. If you’re Amazon, you want to recommend books that people like, so they’ll come back. But if you’ve read Gone Girl, then Amazon is likely to recommend books that are very much like Gone Girl in all the best ways they can find. A librarian is likely also to recommend things very much like Gone Girl, but maybe she’ll also suggest books that are not exactly like Gone Girl and are more of a risk.” David Weinberger


Ähnliche Beiträge
Seite 1 von 812345...Letzte »
%d Bloggern gefällt das: