USA: Sparen in Krisenzeiten – am Beispiel der Newark Public Library

17.07.2010 | von Dörte Böhner | 1 Kommentar » |

Das Geld ist knapp in den Städten der USA seit Krise und Newark an der US-Ostküste ist besonders betroffen. Frank Herrmann berichtet von dem besonders striktem Sparprogramm der Stadt in New Jersey. In der Newarker Bibliothek wirbeln zwei Ventilatoren die schwülheiße Luft durch. Nur im Lesesaal der Kinder läuft die in den USA unverzichtbare Klimaanlage. Die Bibliothek muss Strom sparen. Nearly three quarters of a million people visit the Library each year. In the past five years there has been a 63% increase in adult book circulation and a 75% increase in children’s book circulation. The Library has also increased the number of public computers by 74% during that period. Die Public Library ist mehr als eine Öffentliche Bibliothek in Deutschland. Viele verschiedene Services werden dort angeboten. Es gibt eine Finanzielle Beratung, PCs für die Suche nach Jobangeboten und auch Unterstützung beim Schreiben von Bewerbungen. Der Stand der Bibliothek ist auch entsprechend ein anderer. Keine andere Institution der krisengebeutelten Stadt steht so hoch im Kurs wie die Bibliothek, die vierfache Mutter Wilhelmina Holder nennt sie "den einzigen Rettungsring, den wir haben". Weil dem so ist, ist es umso bitterer, dass die Direktorin Wilma J. Grey weitere Kürzungen zu verkünden hat. Ab August bleibt die Bibliothek auch montags und dienstags geschlossen. Der Samstag wurde schon gekürzt. Ende August schließen außerdem zwei Zweigbibliotheken. Außerdem mussten 31 Angestellte entlassen werden. Grey sieht darin ein klassisches Eigentor auf Kosten der Bildung. Gegen diese kurzsichtige und unüberlegte Entscheidung kann sie jedoch nichts machen. Die privaten Spender wie die "Friends of the Newark ...

Anmerkungen zur neuen Zentralbibliothek von Helsinki (geplante Eröffnung: 2017)

29.06.2010 | von Wolfgang Kaiser | Keine Kommentare » |

Letzte Woche berichtete ActuaLitté über die Entwicklungspläne einer neuen Zentralbibliothek  in Helsinki (in der Nähe des Hauptbahnhofs), denen bis spätestens Ende des Jahres noch endgültig von politischer Seite zugestimmt werden muss. Pünktlich zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Finnlands, im Jahre 2017, soll ein neues Gebäude der Zentralbibliothek in Helsinki in der Bucht von Töölö eröffnet werden. Die Kosten werden auf 100 Millionen Euro geschätzt. Ähnlich wie die Stadtbibliotheken in Birmingham und Manchester (geplante Eröffnung: 2013), wird auch hier im Vorfeld auf der Webseite seit 9. Juni für den Neubau geworben, obwohl es bis zur Fertigstellung noch sieben Jahre dauern wird. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der Regierung, der Stadt Helsinki und anderen sich in der Metropolregion befindenden Städte um Helsinki. Ferner will man täglich 5.000 Besucher täglich und 1,5 Millionen jährlich erreichen. Dafür sollen 25.000 m² zur Verfügung stehen. Davon sollen 12.000 m² für die Bibliothek reserviert werden, 8.000 m² für eine Vielzahl von Veranstaltungen und anderen (kulturellen) Programmen und 5.000 m² für kommerzielle Aktivitäten. Bereits 2008 schrieb die Leiterin der Zentralbibliothek, Frau Maija Berndtson, in der Zeitschrift Scandinavian Public Library Quaterly einen Artikel über die Hintergründe, welche zur Idee eines Neubaus beitrugen. Hintergrund ihres Artikels, war ein Bericht, der durch den Bürgermeister Helsinkis in Auftrag gegeben wurde und von Mikko Leisti umgesetzt wurde und folgende Fragen thematisierte: Was bedeutet die Bibliothek für uns und in welche Richtung soll sie sich entwickeln? Wie können wir so gut wie möglich von der Zukunft profitieren und einen Nutzen ...

Newcastle Libraries TV Advert

24.06.2010 | von Wolfgang Kaiser | Keine Kommentare » |



Aus Taiwan: Why do you love the library?

17.06.2010 | von Wolfgang Kaiser | Keine Kommentare » |

Das Video "I Love the Library"  gewann auf dem letzten von der Library Association of the Republic of China (Taiwan) ausgeschriebenen und gesponserten Bibliotheksvideowettbewerb. Für ihre Rolle als Produzentin des Gewinnervideos, erhielt die Studentin Erin Liu ein Stipendium von Elsevier. Erin zufolge ist die Bibliothek wie ein großer Schatz, der der Inspiration dient und dazu beiträgt ein glückliches Leben zu führen.

Bibliothek des Jahres 2009 der Niederlande: das “Library Concept Center” in Delft

9.01.2010 | von Wolfgang Kaiser | 4 Kommentare » |

Am 18. Dezember 2009 wurde dem innovativen  Library Concept Center in Delft der Titel De Beste Bibliotheek van Nederland 2009 verliehen. Im Rahmen einer Preisverleihung, die in Utrecht stattfand,  hielt Frank Huysmans die Laudatio. Besonders spannend und attraktiv empfand ich im Rahmen meines Besuchs Anfang November 2009 den Jugend- (Dok jeugd), den Musik-  (Dok muziek) und Filmbereich (Dok film), sowie die Caféteria. Auf der Webseite Flickr finden sich seit Baubeginn 2005 fast 7.000 Fotos über die Aktivitäten der Bibliothek, die weit über normale  Leseveranstaltungen hinausgehen und die unterschiedlichsten Zielgruppen erreichen.  Darüber hinaus gibt es noch ein Kunstzentrum (Dok kunst), zu dem auch eine Arthothek gehört. Es finden regelmäßig Wechselausstellungen statt. Übrigens arbeiten dort Künstler und keine KunstbibliothekarInnen, die für die Ausleihe, Beratung, den Bestandsaufbau und die Konzeption von Ausstellungen zuständig sind. Außerdem  verfügt die Bibliothek neben dem zentralen Standort im Herzen von Delft noch über zwei weitere Einrichtungen: das DOK Tanthof und das DOK Vorhoof. Obwohl das Gebäude des DOK Library Concept Centers erst seit 2007 existiert, gewann es seitdem jährlich Preise.  Auf der niederländischen Version der Webseite heißt es Op naar de modernste bibliotheek ter wereld! - auf zur modernsten Bibliothek der Welt! Der Slogan der Bibliothek lautet de wereld te leen - im Sinne von "man kann sich dort die Welt ausleihen". Einen Blick auf die Webseite kann ich nur empfehlen, denn sie bietet eine große Vielfalt an Informationen und Dienstleistungen, wie ich sie bisher selten fand. Im Folgenden werden die Bibliotheken tabellarisch angezeigt, welche die Plätz zwei bis zehn belegten: 1. Delft 8.3 2. Amsterdam 8.2 2. Stadskanaal 8.2 4. Lelystad 8.1 5. Heerhugowaard 8.0 6. ...

Public Libraries in Großbritannien und ihr Kampf um Nutzer

30.09.2009 | von Dörte Böhner | 3 Kommentare » |

Wie sich Public Libraries entwickeln, ob sie noch benötigt werden, sind Fragen, die sich derzeit bei den über 4000 Public Libraries in England, Wales und Nordirland stellt. Seit einer neuen Regelung durch die Society of Chief Librarians können die Bewohner, ganz unabhängig davon wo sie leben, alle dieser Bibliotheken nutzen, auch wenn die Medien zurück in die entsprechende Gegend geschickt werden müssen. Die Biblliotheksbenutzer benötigen nur einen vorhandenen, gültigen Bibliotheksausweis oder eine gesicherte, gültige Adresse. Hauptziel ist es, mehr Menschen in die Bibliotheken zu bringen, die zunehmend in einem Wettbewerb zu Online-Buchhändlern und Buchläden stehen, die Cafés integriert haben, um attraktiver zu werden. Profitieren würden z.B. Reisende, die während ihrer Ferien Lesematerial benötigen. Nutzer mit Bibliotheksausweis dürfen Bücher in allen dieser über 4000 Bibliotheken ausleihen, nach diesem Plan, der nächsten Monat durch die Kulturministerin Margaret Hodge veeröffentlicht werden soll. Grund für diese Pläne ist ein kontinuierlicher Rückgang der Ausleihzahlen. Entliehen 2002/2003 noch 15.843.000 Nutzer Medien, waren es 2007/2008 nur noch 2012.608.000, d.h. ganze 20 Prozent weniger. Auch die Zahl der Vollzeitangestellten sank in diesem Zeitraum um 6,5 Prozent und bedeutet einen großen Rückgang bei den ausgebildeten Fachleuten. Auch die Unterstützung ist mit der Anzahl der Besucher gesunken um 2,6 Prozent im Vergleich von 2007/2008 zum Vorjahreszeitraum. Im gleichen Zeitraum sank auch der Medienbestand um ganze 11 Prozent. In der letzten Jahrzent sanken die Ausleihzahlen um 34 Prozent. Und allein 2006/2007 schlossen 40 Bibliotheken in ganz Großbritannien. Woran liegt es? Es gibt eine große Spanne an Serviceangeboten, die anscheinend nicht ausreichend beworben werden, so Tony ...