Gehirn und Computer – das passt gut

24.02.2010 | von Dörte Böhner | Keine Kommentare » |

Die Schnittstelle Gehirn-Computer ist im Science-Fiction-Bereich, z.B. bei den Lesern von Romanen wie "Neuromancer" und "Mona Lisa Overdrive" von William Gibson mittlerweile gar nicht so fremd. Big Brother von Georg Orwells "1984" wird bereits zunehmend Realität und jetzt arbeiten Wissenschaftler an einem Brain Interface, damit man zukünftig sich direkt per Hirn mit seinem Computer und dem Netzwerk verbinden kann. Computer-Gehirn-Schnittstellen werden zunehmend realer und komplexer. Sie werden heute bereits genutzt, um Prothesen zu steuern. Nach einem Bericht der Online-Ausgabe der Technology Review stellten Forscher der University of Washington in verschiedenen Testreihen fest, dass sich das Gehirn erstaunlich gut an diese Systeme anpasst. Noch ist man am Anfang der Forschungsarbeit, aber inzwischen geht man von der Elektroenzephalografie (EEG), bei der die elektrische Aktivität des Gehirns von außen gemessen wird, zu Implantaten über. Hier besteht momentan die Aufgabe, die genauen Stellen herauszufinden, an denen die Elektroden implantiert werden müssen, um das gewünschte Signal zu erfassen. Die Studie erschien diesen Monat in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) als Open Access-Artikel. Darin wurde eine Gruppe von Epileptikern untersucht. Diesen war zur Vorbereitung einer Operation Elektroden ins Gehirn eingesetzt. The team of computer scientists, physicists, physiologists and neurosurgeons studied eight patients awaiting epilepsy surgery at two Seattle hospitals. Patients had electrodes attached to the surface of their brains during the week leading up to the surgery and agreed to participate in research that would look at connecting brains to a computer. Die Teilnehmer der Studie mussten bestimmte Bewegungen durchführen, z.B. ihre Arme oder ihren Oberkörper zu heben. Im zweiten Teil ...

[Studie] Internetbasierte Kooperationen im Social Web

18.08.2009 | von Dörte Böhner | 3 Kommentare » |

Die Kulturpädagogin Christiane Schulzki-Haddouti hat eine umfangreiche Studie zum Social Web vorgelegt. Die Journalistin begutachtete dafür mehr als 1000 Anwendungen Andwendungsfällt und interviewte 47 Experten. Diese Studie "Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft" (BY-NC-SA) konnte sieben Faktoren ermitteln, die für den Efolg und die Akzeptanz eines Social-Web-Angebots notwendig sind. Dazu zählen flexible Strukturen, kontextorientierte Regeln, die Untersützung von partizipativen Identitäten, soziale Umgangsformen aller Beteiligten oder auch das Feedback. Frau Schulzki-Haddouti entwarf zudem Szenarien für Wissensmanagement in Unternehmen (mit Fallbeispielen, z.B. für IBM, Coremedia) Forschergruppen (mit Fallbeispielen, z.B. für das MPI für Wissenschaftsgeschichte) Berufliche Bildung (mit Fallbeispielen, für Das Produktions-Lern-System (PLS), Daimler AG und Business Learning, Siemens AG) Nichtstaatliche Organisationen (NGO) (mit Fallbeispielen, z.B. Ehrenamtportal Greenpeace, Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung) Das klingt nach jeder Menge Lesestoff für die nächste Zeit. Diese umfangreiche Studie ist eine Analyse für die Innovations- und Technikanalyse (ITA) im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und entstand im Rahmen eines Forschungsprojekts am Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt. Quelle: Studie über internetbasierende Zusammenarbeit via heise online

Deutschland fühlt sich im Internet Zuhause

4.08.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |

Alle Jahre wieder, da kommt die Messlatte für die Internet-Entwicklung, die ARD/ZDF-Onlinestudie und sie berichtet wie immer neue, interessante Statistik. 67,1 Prozent der Deutschen treiben sich im Internet herum und zunehmend wird nach multimedialen Angeboten gefragt. Befragt wurden März/April diesen Jahres zum dreizehnten Mal über 1800 Erwachsene bundesweit. Der Zuwachs verlangsamt sich aber auf 1,9 Prozent. Angebot 2009 2008 Internetnutzer 14-29 Jährige 30-49 Jährige Ü 50 Jahre 67,1 % (43,5 Mio d. Erwachsenen) 96,1 % 84,2 % 40,7 % 65,8 %     Multimediale Inhalte 62 % - zeitunabhängig 55 % Audiofiles 51 % 43 % Die Präsenz des Internets im Alltag sowie eine differenziertere Beurteilung der (tagesaktuellen) Medien. Durch die zunehmende multimediale Verknüpfung verweisen nahezu alle Medienanbieter ihre Zuschauer, Radiohörer oder Zeitungsleser inzwischen routinemäßig auf vertiefende Informationen auf ihren Websites. Die veränderte Einstellung zum Medium Internet zeigt sich aber auch besonders deutlich an den veränderten Nutzungsmotiven für die einzelnen Medien. Primärmedium Internet: 34 % Fernsehen: 25 % Tageszeitung: 24 % Weiterführende Informationen Internet: 33 % Fernsehen: 27 % Tageszeitung: 29% Ein Zuwachs ist auch bei der Dauer der Internetnutzung erkennbar. 2009 (gesamt) 2008 (gesamt) 2009 (Frau) 2008 (Frau) 2009 (Mann) 2008 5,4 Tage 5,1 Tage 5,2 Tage 4,8 Tage 5,6 Tage 5,4 Tage 136 min/Tag 120 min/Tag 122 min/Tag 101 min/Tag 148 min/Tag 137 min/Tag Frauen holen gegenüber Männern auf, aber nur langsam. Quelle ARD/ZDF-Onlinestudie 2009: Nachfrage nach Videos und Audios im Internet steigt weiter Pressemitteilung von ARD und ZDF Eimeren, Birgit van; Frees, Beate: Der Internetnutzer 2009 – multimedial und total vernetzt?

Typisierung der Internetnutzer

7.04.2009 | von Dörte Böhner | 2 Kommentare » |

Ich liebe Typisierungen. Man kann so ein unheimliches Identifikationsgefühl mit einer oder keiner der dort beschriebenen Typen aufbauen oder andere bequem in Schubladen stecken. Die Netzeitung gibt hier einmal mehr eine Steilvorlage. Das US-amerikanische Pew-Institut hat zwei Umfragen mit jeweils 1500 bis 2000 erwachsenen Teilnehmern genutzt, um eine Typologie von Computer-, Internet- und Handy-Nutzern zu entwickeln. Die Umfragen wurden Dezember 2007 abgeschlossen und die Ergebnisse nun im März 2009 präsentiert. Nach dieser Studie lassen sich zehn verschiedene Einstellungen zum Umgang mit digitaler Technik und Interternet unterscheiden. Überraschend für Meinereins, die das Gefühl hat, ohne Internet und Information nicht auszukommen, sind die beiden größten Gruppen in der Bevölkerung der USA. Mit jeweils 14 Prozent schlagen hier "Drifting surfers" (Gelegenheitssurfer) und "Off the Network" (Internetabstinenzler) zu Buche. Allerdings liegen auch die anderen Kategorien dicht beieinander. Ziehen wir also einma die einzelnen Schubladen auf und schauen, was sich darin so verbirgt. 1. "Digital Collaborators" (Digitale Mitarbeiter) - 8 % Der Digitale Mitarbeiter ist stolzer Besitzer der meisten elektronischen Geräte und hat die umfangreichsten Kontakte im Netz. Er nutzt das Internet für die Zusammenarbeit mit anderen, zum Ausleben seiner Kreativität aber auch als reines Unterhaltungsmedium. Er ist aber nicht nur reiner Konsument, sondern veröffentlicht darin auch eigene Beiträge. Innerhalb dieser Gruppe befinden sich 56 Prozent Männer, alledings liegt das Durchschnittsalter bei 39 Jahren. 2. "Ambivalent Networkers" (Ambivalente Netzwerker) - 7 % Dieser Ambivalente Netzwerker nutz das Internet ebenfalls intensiv, ohne dabei jedoch so enthusiastisch wie der Digitale Mitarbeiter zu sein. Der Netzwerker engagiert sich aktiv in Online-Netzwerken, aber ist eher wie Großstandjunkies getrieben von der ...

Ökonomische und kulturelle Effekte des File Sharing

2.03.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |

Die niederländische Studie "Ups and downs - Economic and cultural effects of file sharing on music, film and games":engl: gibt die Ergebnisse des gemeinsamen Projects der wissenschaftlichen Forschungsinstitute TNO, SEO und des Institutes für Informationsrecht der Universität von Amsterdam wider. Auftraggeber war das Niederländische Ministerien für Wirtschaft, Justiz und Bildung, Kultur und Wissenschaft. Die empirische Untersuchung basiert auf einer repräsentativen Umfrage bei 1500 Internetnutzern in den Niederlanden. Diese Studie macht deutlich, dass ökonomische und kulturelle Effekte nicht nur kurzfristig zu betrachten sind. Das Ergebnis der Wissenschaftler, die das File Sharing primär unter Copyright-Aspekten betrachtet haben, wird nicht allen Verfechtern von Urheberrechten gefallen. The research shows that the economic implications of file sharing for welfare in the Netherlands are strongly positive in the short and long terms. File sharing provides consumers with access to a broad range of cultural products, which typically raises welfare. Conversely, the practice is believed to result in a decline in sales of CDs, DVDs and games. Seite 3 So stehen 200 Millionen Euro "Wohlfahrtsgewinne" einem geschätzten Gewinn von 100 Millionen Euro der Musikindustrie gegenüber. Die Vorwürfe der Musikindustrie sind wohl jetzt eindeutig entlarvt als "aus der Luft gegriffen". Eher versuchte man damit Zeit zu gewinnen, um eine verfehlte Firmenpolitik zu verschleiern. The industry’s defensive strategy has not succeeded in stemming the swelling tide of music sharing and has failed to come up with an early answer to today’s new digital reality. Seite 5 Auch in Zukunft werden die Musikfirmen nicht mehr allein mit dem Verkauf von Musik überleben können. Neue Geschäftsmodelle sind hier in Entwicklung. In der Filmindustrie ...

Opfer ihres Medienkonsums

22.02.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |

Ich bin gerade dabei meine Feeds aufzuräumen und stolpere da hin und wieder über interessante Artikel, die bereits älter sind, aber die an ihrer aktuellen Aussage nichts verloren haben. Eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) soll belegen, dass Medienkonsum von Jugendlichen deren schulische Leistungen beeinträchtigt. Dazu vergleicht die KFN seine Forschungsergebnisse mit der PISA-Studie und kommt zum Ergebniss, dass die PISA-Verlierer aufgrund ihrer Mediennutzung schlechtere Schulleistungen erbringen. Das KFN sieht deutliche Parallelen zu den Ergebnissen der drei PISA-Studien, bei denen im Vergleich bestimmter Schülergruppen erhebliche Leistungsunterschiede festgestellt wurden. Schwächer abgeschnitten haben Schüler mit Migrationshintergrund im Vergleich zu deutschen, Schüler aus sozial schwachen Familien im Vergleich zu Kindern und Jugendlichen aus Mittelstandsfamilien und der Norden im Vergleich zum Süden. Das Forschungsinstitut erklärt anhan ihrer Daten diese Unterschiede durch unterschiedlichen Medienkonsum innerhalb dieser Gruppen. Bereits als Viertklässler ständen in den Kinderzimmern der vier PISA-Verlierergruppen Fernseher, Spielkonsole und Computer. Die Zahlen: PISA-Verlierer PISA-Gewinner Im Besitz von Spielekonsolen: Jungen 38 % Mädchen 16 % Mit Migrationshintergrund 44 % deutsche Kinder 22 % Eltern, beide mit Hauptschulabschluss 43 % Eltern, mind. ein Elternteil ist Akademiker 11 % Im Besitz von Fernsehegeräten im Kinderzimmer: Norddeutschland 42 % Süddeutschland 27% 10-Jährige mit Migrationshintergrund 52 % 10-jährige deutsche Kinder 32 % Elternhaus bildungsfern 57 % Elternhaus bildungsnah 16 % In Folge dieser Ausstattungsunterschiede bei Mediengeräten würden die PISA-Verlierer schon als 10-Jährige und später als 15-Jährige einen weit höheren und auch inhaltlich problematischeren Medienkonsum aufweisen als ihre bei PISA besser abschneidenden Vergleichsgruppen. Diese Zahlen gewann das KFN bei Querschnittsbefragungen von 5.500 Viertklässlern und 17.000 Neuntklässlern. Die Aussagen des KFN stützen sich außerdem auf eine seit 2005 laufende Panel-Untersuchung von 1.000 Berliner Kindern. Dort werden in einem Experiment die Auswirkungen unterschiedlicher Freizeitbeschäftigungen auf die Konzentrationsleistung ...

Der Computer hält geistig fit

12.02.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |

Lebenslanges Lernen begleiet uns als Teil der Informationsgesellschaft und besonders die rasanten Weiterentwicklungen der Computertechnologie macht dieses auch nötig. Wissenschaftler aus den USA haben untersucht, wie Computer hier weiterhelfen können. Elisabeth Zelinski, Universität Südkalifornien, und Glenn Smith, Mayo Clinic, konnten in einer Studie nachweisen, dass ältere Menschen kognitiv fitter bleiben, wenn sie mit einer Lernsoftware Denkaufgaben am PC lösen. In der Studie "Improvement in Memory with Plasticity-based Adaptive Cognitive Training" (IMPACT) wurden knapp 500 Probanden des Altersbereis Ü-65 untersucht, wobei 50 % innerhalb von 8 Wochen insgesamt 40 Stunden mit der kommerziellen Software "The Brain Fitness Program" (Posit Science) trainierten. Ziel war es, im Programm am Computer feine Tonunterschiede zu erkennen. Die zweite Hälfte verbrachte die gleiche Zeit mit einer Lern-DVD und Ratespielen. Diejenigen, de mit der kommerziellen Software gearbeitet hatten, konnten ihre kognitiven Fähigkeiten deutlich verbessern. So konnten die Probanden nach den acht Wochen doppelt so schnell verarbeiten wie zuvor. Die geistigen Fortschritte machten sich ihren Angaben zufolge auch im Alltagsleben bemerkbar. So stellen sie fest, dass sie sich beispielsweise einfacher Namen merken und leichter Gesprächen in einer lauten Umgebung folgen konnten. Damit zeigten sich die Teilnehmer auch im Vergleich mit 10 Jahre jüngeren, untrainierten Testpersonen ebenbürtig auch bei Aufmerksamkeits- und Gedächtnistests, die sie nicht trainiert hatten. Die zweite Gruppe zeigte nach dem Testzeitraum kaum Fortschritte. "Die Veränderungen bei den Testpersonen waren bemerkenswert - und deutlich größer als in der Kontrollgruppe" [...]. "Das bedeutet, eine Verschlechterung der kognitiven Leistungen ist kein unausweichlicher Begleiter des Alterns mehr. Genau abgestimmte geistige Übungen können auch im Alter unsere Fähigkeiten steigern." Die ...

Googles Studie mit der Eye Tracking-Methode

8.02.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |

Wie sind die Sehgewohnheiten auf Websites? Wo schaut man zuerst hin und wovon wird man abgelenkt? Kurz gesagt: Wie kriegt man die gewünschte Information am besten an Frau oder Mann? Und verändern Sucherfahrungen die Art und Weise, wie man schaut? Untersucht wurde das Suchverhalten von Probanden bei der Verwendung von Googles neuen Suchinteface "Universal Search":engl: . We (Google, Anmerkung d. V.) ran a series of eye-tracking studies where we compared how users scan the search results pages with and without thumbnail images. In der Studie wurde mit Hilfe der Eye-Tracking-Methode das Suchverhalten untersucht. Es wurden mit Hilfe der Blickachsenmessung sogenannte heatmaps erstellt. Anhand der Heatmaps lässt sich die Verteilung der Aufmerksamkeit bezüglich des Klickverhaltens bzw. der Klickstärke an bestimmten Stellen der Trefferseite farblich genau darstellen. Our studies showed that the thumbnails did not strongly affect the order of scanning the results and seemed to make it easier for the participants to find the result they wanted. Nicht neu ist die Feststellung, dass Suchende ihre Suchergebnisse zu einem bestimmten Suchbegriff in weniger als einer Sekunde visuell abscannt. Innerhalb dieser kurzen Zeit trifft er unterbewusst Entscheiidungen über die Relevanz des Ergebnisses. Ziel von Google ist es, mit Hilfe dieser Methode diese kurze Zeitspanne der Entscheidung besser zu verstehen, d.h. die genauer zu analysieren und auszuwerten. Die so gewonnenen Rückschlüsse sollen helfen, das Ranking der Suchmaschinen zu verbessern und auch das Interface für die Google-Trefferlisten zu optimieren. Das folgende Video zeigt den Blickweg eines Suchenden. Je länger der Nutzer auf eine bestimmte Stelle schaut, umso größer wird der rote Punk. Sehr schön ...

Jeder Dritte ist ein Raubkopierer

4.02.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |

Wiedereinmal ein wenig Statistik. Wie glaubwürdig sie ist, ist immer so eine Sache.... Nach einer neuen Studie wird jeder dritte Besitzer eines Breitbandanschlusses zum Räuber, denn er nutzt den Anschluss zum illegalen Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Werken. Nun ja, eine Studie mehr. Doch die Studie von Forschern aus Ovum fällt auf. Befragt wurde eine mehr als repräsentattive Gruppe von Personen, die über einen Breitbandanschluss und ein TV-Gerät verfügen. Untersucht wurde ihr Umgang mit Downloaden von Videos aus dem Internet. Die Ergebnisse der Studie zeigten ein deutliches Bild, wonach ein Drittel der Breitbandkunden (die einen Fernseher besitzen), urheberrechtlich geschützte Filme aus dem Internet herunterladen. Dass dies rechtswidrig ist, sollten inzwischen alle wissen. Einschränkend auf den Aussagewert der Studie wirkt sich aus, dass ein Verhalten in Bezug auf Musik und Software nicht untersucht wurden. Da ist davon auszugehen, dass die Zahl der Raubkopierer insgesamt höher liegt. Diese hohe Prozentzahl relativiert sich. Nur vier Prozent gaben an, Videofilme regelmäßig herunterzuladen. Ein anderes Ergebnis wird die Filmwirtschaft und alle anderen Rechteinhaber weniger erfreuen: Besonders hervorstechend waren auch die ermittelten Werte bezüglich der moralischen Verwerflichkeit von Urheberrechtsverletzungen. Zwei Drittel der Befragten (darunter auch das eine Drittel, die nie illegal herunterladen), gaben an, dass sie es nicht als falsch im moralischen Sinne verstehen würden. Muss man bei diesen Ergebnissen die Kampagnen der Content-Industrie als gescheitert ansehen? Immer mehr Zweifel werden auch gerichtlich begründet. Quelle: 33 Prozent der Breitbandnutzer sind Raubkopierer via gulli.com

[Studie] Deutschland Digital Divide

20.11.2008 | von Dörte Böhner | Comments Off |

Die Zahl von 58 Prozent, die laut BAT-Studie "hartnäckig online-abstinent" bleiben, ist erschreckend. In dieser Studie hat der Internetkritiker Opaschowski die "Offliner" genau untersucht. Danach sind Alte und Hauptschüler weiterhin von der Informationsgesellschaft ausgeschlossen. Der Anteil privater Internetnutzer hat sich seit 1999 von 16 % auf 42 % im Jahr 2008 mehr als nur verdoppelt. Das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass 58 % nie im Internet sind. 71 % der 14- bis 29-Jährigen surfen mindestens einmal in der Woche im Internet, wobei das bei 27 % allerdings Zeit zum Bücherlesen kostet. Bei dieser repräsentativen Umfrage der BAT Stiftung für Zukunftsfragen (British American Tobacco) wurden 2.000 Menschen ab 14 Jahren nach ihren Mediengewohnheiten gefragt. Das Ergebnis der Studie wurde heute in Hamburg vorgelegt. Die meisten Bundesbürger (58 Prozent) sind demnach weiterhin "nie" im Internet, bei der Generation der über 55-Jährigen sind es laut Studie sogar 83 Prozent. Horst W. Opaschowski, der wissenschaftliche Leiter der BAT-Stiftung: "Die elektronischen Datennetze liegen voll im Trend, aber privat liegen die meisten Bundesbürger lieber vor dem Fernseher auf der faulen Haut." Ein wenig zu erwarten war wohl, dass die Bildung bei der digitalen Spaltung - das Interesse an Informationen - eine entscheidende Rolle spielt, wobei die Bessergebildeten auch im Internet besser klarkommen, da der Umgang mit den neuen Informationstechnologien Bildung, Wissen und Können voraussetzt. Damit sind Einstiegshürden für viele Bürger einfach zu hoch. Hier müssen Bibliotheken sich engagieren, doch funktioniert das wohl nur mit guten Konzepten, die nicht nur im Rahmen des lebenslangen Lernens anzusiedeln sind. Ein Einstieg können hier die Unterhaltunsangebote des ...