31.05.2010 | von Dörte Böhner | 1 Kommentar » |
Der Informatik-Professor Klaus Tochtermann übernimmt heute das Amt als Direktor der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW). Er ist ein Exprerte für Wissensmanagement und Web 2.0 und will mit völlig neuen IT-Lösungen Akzente für die Wissenschaftsproduktivität der akademischen Forschung setzen.
Das Internet hat nicht nur die Arbeitsplatzumgebungen der WissenschaftlerInnen revolutioniert, sondern schuf zum Beispiel mit Web-2.o-Tools auch neue Möglichkeiten der Selbstorganisation. Andererseits sehen sich die Forschenden auch mit einem Information Overload konfrontiert, bei denen es den meisten große Mühe bereitet, einen Überblick zu behalten. Wissensmanagement wird damit ein bedeutender Karrierfaktor. Auch der Prozess des Peer Reviews behält seine Bedeutung für hohe Standards in der Wissenschaft.
Diese Aspekte bilden den Hintergrund, vor dem die ZBW sich als eine der bedeutendsten Wissenschaftsbibliotheken Europas als Serviceeinrichtung für die Wissenschaftsgemeineschaft neu positionieren möchte. Tochtermann will mit der ZBW den Weg ins digitale Zeitalter meisten und "die Bibliothek als zukünftiger Gestalter des Web 3.0" ins Spiel bringen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wissensmanagement, Web 2.0, Semantische Technologien und Future Internet, welche er auch innerhalb seiner Professur für Medieninformatik an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel voranbringen möchte.
Quelle:
Dr. Siegfried, Doreen: Informatikprofessor übernimmt Ruder der weltgrößten Wirtschaftsbibliothek, Informationsdienst Wissenschaft
Abgelegt in Web x.0, Wissenschaftliche Bibliothek | 1 Kommentar »
26.11.2009 | von Dörte Böhner | 1 Kommentar » |
Unser neuer Film informiert Sie anschaulich über die umfangreichen Dienstleistungen der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften für Studierende und Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler.
Aufmerksam geworden über Lambert Heller bei Twitter 20.11.2009
Abgelegt in Bibliothek, Bibliotheksinfos | 1 Kommentar »
9.02.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |
Was für Funktionen muss die Bibliothek in Zukunft erfüllen? Wie sind ihre Chancen neben einer Google Buchsuche? Wie können sie gegenüber der agressiven Verkaufspolitik der Verlage bestehen? In welcher Form wird die Finanzierung von Bibliotheken sichergestellt - staatlich oder durch Kooperation mit kommerziellen Informationsanbietern?
Anlässlich des 90. Jubiläums der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften, dem Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, gab es am 1. Februar 2009 eine Podiumsdiskussion. Dort diskutierten Forscher, Vertreter von Google und Wikipedia zentrale Fragen rund um die Informationsbeschaffung im 21. Jahrhundert. Thema war: "Googeln Sie noch oder lesen Sie schon? - Wissensmanagement der Zukunft - Die Rolle von Bibliotheken, sozialen Netzwerken und Suchmaschinen".
Anwesend waren:
Sebastian Moleski, Geschäftsführer des Wikimedia Deutschland e.V.
Stefan Keuchel, Pressesprecher der Google Germany GmbH
Prof. Dr. Rainer Kuhlen, Lehrstuhlinhaber für Informatik und Informationswissenschaft an der Universität Konstanz
Prof. Dr. Joachim Wolf, Lehrstuhlinhaber für Organisation an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Prof. Kuhlen sieht insbesondere den Staat in der Pflicht, der mit der Novellierung es Urheberrechts die Monopolstellung der Rechteinhaber festschrieb und damit wissenschaftliche Bibliotheken zurück in die "Steinzeit" dränge. Gerade auch der zunehmende Einsatz von DRMS ist seiner Meinung nach besonders bedrohend, da durch das Digital Rights Enforcement Bibliotheken daran gehindert werden, ihr elektronischen Daten frei zugänglich zu machen. Als dritte Gefahr bezeichnet Kuhlen die starke Konzentration kommerzieller Informationsanbieter.
Von den derzeit rund 290 wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland, so Kuhlens Befürchtung, würden unter diesen Bedingungen nur die wenigsten die kommenden zehn Jahre überleben.
Stefan Keuchel sieht die Verantwortung - wie soll es auch anders sein - selbst bei den Bibliotheken. Sie hätten veräumt, rechtzeitig auf den ...
Abgelegt in Berufsbild, Veranstaltungen/ Berichte | Comments Off