Hugh McGuire (TEDxMontreal): “The Blurring Line Between Books and the Internet”

Hugh McGuire hat in den letzten Jahren viel über neue Buchpublikationsmodelle geforscht. McGuire macht in dem folgenden Vortrag anhand verschiedener Argumente deutlich, weshalb Bücher und das Internet bald eins werden könnten. Auch das Leseverhalten wird sich weiter ändern und die Bewertung dessen, was als wertvoll und “druckenswert” erachtet wird, könnte in nächster Zeit einen Wandel erfahren.

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Rolf Hapel: “Rethinking the Public Library in the Networked Society”

Den folgenden Vortrag hielt der Direktor der Stadtbibliothek Aarhus Rolf Hapel, auf dem “International Future of Learning Summit: Mobility Shifts” am 14.11.2011 in New York.

Aus Deutschland waren unter anderem Torsten Meyer  & Konstanze Schuetze von der Universität Köln auf der Konferenz und sprachen zum Thema “MedienBildungsRaum: Media – Art – Space = Open Experimental Living Space”.

Rolf Hapel, Aarhus Public Libraries, Denmark from The Politics of Digital Culture on Vimeo.

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[To Read] #2 ’12

Bild: Antje Schröter, Pixelio.de


Lehnard-Bruch, Susanne: Mobile Nutzung bibliothekarischer Services : Anforderungen an Bibliotheken mit heterogenen Zielgruppen – Explorative Untersuchung am Beispiel der Regionalbibliotheken des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz. – Köln: Fachhochschule Köln, Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften, Institut für Informationswissenschaft, 2012. – (Kölner Arbeitspapiere zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft; 65)

Sind Bibliotheken für eine Zukunft mit mobilen Endgeräten gerüstet? Schließlich haben immer mehr unserer Nutzung Smartphones und Tablet-PCs und möchten nun auch auf geeignete Webinhalte und -angebote zugreifen. Die Entwicklung ist seit einigen Jahren zu beobachten, dennoch sind Informationseinrichtungen noch recht zögerlich bei diesen Angeboten. Die Abschlussarbeit von Lehnard-Bruch möchte die Rahmenbedingungen für die Entwicklung mobiler Bibliotheksservices bestimmen und die aus Nutzersicht sinnvollen Anwendungsszenarien ermitteln. Dafür hat die Autorin eine Befragung für die Bibliotheken des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz durchgeführt.

Hier wird gleich deutlich, dass es auf Grund der Heterogenität der Nutzer etliche Probleme dabei gab, zielgruppenspezifische Anforderung zu ermitteln, zumal die Bibliotzeksnutzer ihren größten Bedarf an einem für die mobile Nutzung geeigneten “Bibliothekskatalogs inklusive der Selbstbedienungsfunktionen” sahen. Auch wird die Entwicklung nativer Applikationen mit einer hohen Ressourcenbindung dem Aufbau einer mobilen Website gegenüber gestellt.

Als mögliche Anwendungszenarien betrachtet die Autorin Messaging-Angebote für eine Mobile Auskunft und “gepushte Information” (z.B. Leihfristerinnerungen, Statusmeldungen für Bestellungen), Informationsdienste (übersichtliche Grundinformationen zu Lage, Öffnungszeiten, etc.), Verlinkungsangebote (zu Katalogen, Datenbanken mit mobilen Angeboten), RSS-Feeds zu mobil lesbaren Angeboten (z.B. Neuerscheinungslisten, News, Veranstaltungen). Denkbar wären aber auch gezielt angepasste Apps, um der Bibliothek in ihren Sozialen Netzwerken folgen zu können. Gewünscht werden auch mobile Angebote, z.B. um Säumnisgebühren begleichen, Schulungsräume buchen zu können. QR-Codes und Argumented Reality sind weitere Stichworte in bezug auf mobile bibliothekarische Services. Noch sind diese Angebote aber höchst punktuell.

Entsprechend dem geringen Angebot fallen auch die Nutzungsstatistiken in den Einrichtungen selbst noch sehr gering aus. Doch dies sollte sich mit der zunehmenden Durchsetzung mobiler Endgeräte ändern. Nur wer Angebote macht, kann Bedarf wecken bzw. befriedigen.

Vermutlich durch meine eigene Beschäftigung mit dem Thema “Mobile Learning” fiel mir auf, dass der Einsatz bibliothekarischer Apps für Schulungszwecke und in Schulungen kein Thema war. Daraufhin habe ich nach 3.4 abgebrochen, die Informationen zur Befragung übersprungen und bin bei Punkt 6.3 Diskussion – Mobile Bibliotheksservices wieder eingestiegen.

Die Arbeit iste lesenswert für alle, die sich mit dem Sinn (und vielleicht Unsinn) und guten Einsatzmöglichkeiten für mobile bibliothekarische Anwendungen beschäftigen. Ein paar mehr Fakten und Erörterungen hätte ich mir im Bereich technische Grundlagen und Umsetzung erwünscht (Alternativen, wirklicher Zeitaufwand, Beispiele). Für grundlegende Fakten habe ich mir diese Arbeit aber abgespeichert.

Was ist eigentlich Wissensmanagement? So ein wenig greifbar ist dies ja auf den Bibcamp in Köln geworden, aber dennoch bin ich noch immer neugierig, wie sich Wissensmanager selbst verstehen.

Koenig, Michael E. D: What is KM? Knowledge Management Explained, KMworld

Der Artikel gibt Einsichten in das Knowledge Management, seine Funktionen und Aufgaben, seine Einordnung in einen institutionellen und aufgabenbezogenen Kontext und leicht verständlich.

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Das Aus für bibliothekarische Apps?

Smartphones, Tablets sind auf dem Vormarsch. Ihre neuen Betriebssysteme bieten Grundfunktionen und werden zunehmend durch mehr oder weniger sinnvolle Apps ergänzt. Dies erweist sich aber auch als eine große Gefahr.

Durch die hohe Entwicklungsfolge der Betriebssysteme muss viel Zeit aufgewandt werden, um die Applikationen für viele Generationen von Betriebssystemen lauffähig zu halten. Diese Herausforderung wirkt wie Zeitverschwendung, die sinnvoller und vor allem produktiver eingesetzt werden kann.

Gerade Spaß-Apps geraten mehr in der Kritik als früher. Neben der zum Teil lieblosen Gestaltung nach Shema F stellen diese Apps häufig Datenschleudern, Speicherverschwender und Stromfresser heraus.

Daneben sind Apps häufig in sich Anwendungen, die nur eingeschränkte Funktionen ermöglichen oder kaum anders als ein Bookmark arbeiten und auf das Internet verweisen, so dass der Nutzende immer mit dem Internet verbunden sein muss.

Auch Bibliotheken, Verlage, Datenbankanbieter aber auch Bibliothekare im privaten Rahmen stecken inzwischen mehr und mehr Zeit in die Entwicklung von Apps. Sei es, dass damit der Katalog über das Smartphone abgerufen, Datenbanken per Tablett durchsucht werden können oder diverse digitalisierte alte Handschriften betrachtet werden.

Über den Sinn und Unsinn sowie den Nutzen der Apps wird heftig hinter den Kulissen bei Verbraucherzentralen, bibliothekarischen Einrichtungen und in den Ministerien gestritten. Rechtfertigen Aufwand und Nutzen die Erstellung und Anwendung von Apps?

Aus all den oben angeführten Gründen wurde ernsthaft geprüft, ob Apps etwas sind, das aufwendig in Bibliotheken entwickelt werden sollte. Allerdings überzeugten folgende Entwicklungen die Verantwortlichen, dass Apps gerade heute von besonderer Bedeutung sein können und somit ein Verbot nicht zu rechtfertigen ist.

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Die “Teen Tech Week” 2012 (TTW) von YALSA: Geek Out @ your library

Derzeit (04.03.-10-03.2012) findet  die “Teen Tech Week” in den USA statt. Interessierte öffentliche (Schul-) – und Stadtbibliotheken können sich daran beteiligen. Im folgenden Video erklärt die Präsidentin von YALSA, Sarah Flowers, was es mit der “Teen Tech Week” auf sich hat.

“Teen Tech Week is a national initiative aimed at teens, librarians, educators, parents, and other concerned adults meant to encourage teens to take advantage of libraries’ nonprint resources. The 2011 theme — Mix and Mash @ your library — focuses on encouraging teens to use library resources to express their creativity by developing their own unique online content and safely sharing it by using online collaborative tools. It also positions the library as a place for safe exploration of the many types of technology available at libraries, including DVDs, music, gaming, video production, online homework help, social networking, tech workshops, audiobooks and more.”

YALSA

Internetbasierte Tools, wie Facebook, Instant Messenger und Smartphoneappplikationen sind Teil der Kultur und der Freizeit von Teenagern geworden. Schulbibliotheken und öffentliche kommunale Bibliotheken öffnen derzeit noch bis 10. März ihre Türen, um insbesondere Jugendlichen im Teenageralter moderne Informations- und Kommunikationstechnologien in den jeweiligen Bibliotheken näher zu bringen. Dabei geht es auch darum die “digital literacy skills” vieler Jugendlichen zu verbessern, indem Digitale Medienworkshops, E-books, Datenbanken, einer Online-Hausaufgabenhilfe und Gaming-Wettbewerben angeboten werden.

In diesem Jahr steht die Teen Tech Week unter dem Motto Geek Out @ your library. Jugendliche und Bibliothekar_innen werden zusammenarbeiten, um sich ihren eigenen und einzigartigen Webtechnologiecontent zu schaffen. Außerdem wird den Jugendlichen beigebracht wie sie “ethical users” ihrer Informations- und Kommunikatonstechnologien werden können. Eine Vielzahl von Studien hat gezeigt, dass bei einer Mehrheit von jungen Menschen, welche sie ihre Lieblingssongs aus dem Internet herunterladen oder Instant Messaging-Dienste mit ihren Freunden zusammen nutzen, dass es an kritischem Denken und an Informationskompetenz mangelt. Gemäß einer Pew Internet-Studie, gaben 70 Prozent der befragten Jugendlichen an, dass sie Ratschläge zum Thema Internetsicherheit von Lehrer_innen oder einem anderen Erwachsenen in der Schule erhielten. Laut Sarah Flowers sind sich die Bibliothekar_innen dort weitesgehend einig, welche wichtige Rolle Informations- und Kommunikationstechnologien für Teenager spielen:

“Libraries and librarians recognize that technology plays an important part in a teen’s life. […] Education is the key to safe and ethical use of the Web and other technologies, and librarians are uniquely suited to provide teens and their families with the knowledge they need.”

Viele Teenager in den USA bewerten Bibliotheken als  “technology hubs”, die einen Zugang zu Experten gewähren: Bibliothekar_Innen
Das U.S. National Crime Prevention Council fand heraus, dass 43 % der Jugendlichen in den USA bereits Opfer von Cyberbullying-Attacken im letzten Jahr wurden. Wie hoch sind die Zahlen in Deutschland und was konkret unternehmen Schulen, Bibliotheken und Eltern dagegen? Die öffentliche  Briggs Lawrence County (Ohio) Bibliothek wird Teenagern Informationsveranstaltungen zum Thema Cyberbullying anbieten und St. Johns (Fla.) County Public Library wird Internetsicherheitsworkshops anbieten, um den Jugendlichen zu zeigen, wie diese sich online besser schützen können.
Außerdem wird es im Rahmen der Teen Tech week in manchen Bibliotheken ein Geek Olympics Wettbewerb geben. Jugendliche werden in folgenden Disziplinen gegeneinander antreten: einem Suchmaschinenwettbewerb, Webseitenerstellungswettkampf, ein unknackbares Passwort und eine digitale Pinwand zu entwickeln usw.
Partner, Förderer und Sponsoren der diesjährigen “Teen Tech Week” sind ALA Graphics, Audio Publishers Association, AudioGO, Figment.com, Hackasaurus, Peachtree Publishers und Tutor.com.
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Pimp my Kindle…

Ich bin seit Mitte Dezember Kindle-Leser, d.h. ich habe mir endlich nach langem überlegen einen E-Book-Reader zugelegt. Dies ist insofern eine sinnvolle Anschaffung gewesen, weil ich mal wieder festgestellt habe – ein Jahr fest in der Wohnung macht drei Bücherkartons mehr (natürlich gefüllt mit Büchern) und das ist bei meinen häufigen Umzügen zunehmend ein Problem. Ausmisten geht zwar, habe ich auch immer gemacht, da meine Schwestern ebenfalls sehr lesewütig sind, aber gerade Serien behalte ich ganz gerne bis sie vollständig sind (man will ja auch mal was nachschlagen können).

Der E-Book-Reader hat den Vorteil: Ich spare ungemein Platz, leider gibt es mir aber auch keine Gelegenheit, die Sachen an meine Schwestern weiterzureichen, wenn ich mit dem Lesen fertig bin.

Dennoch gibt es noch einige weitere Vorteile, die der Kindle mit sich bringt.

Apps für Smartphone/Tablet/PC

Kindle-Lese-Apps
Amazon bietet die Möglichkeit, über ein kleines Zusatzprogramm (Kindle Lese-Apps) die Kindle-Bücher oder in der Amazon-Cloud gespeicherte Dokumente überall lesen zu können. Mit Geräten, die aufs Internet zugreifen können, kann ich dann entsprechend aus dem Archiv die E-Books/Dokumente herunterladen und den Lesestand auch synchronisieren.

Send to Kindle
Mit der kleinen Applikation “Send to Kindle” können Sie nach der Installation Textausschnitte oder Beiträge an den Kindle senden. Nachteil ist jedoch, dass man dafür mit Chrome sich durchs Netz bewegen muss. Der definitive Vorteil ist, dass man jedoch so verhindert, tausend Tabs offen bzw. hunderte von vergessenen Bookmarks irgendwo gespeichert zu haben. Und mit der ersten beschriebenen App kann ich über verschiedene Geräte auf diese Texte zugreifen.

Für Firefox gibt es mit einigen Haken und Ösen als AddOns “Kindle It und “Send to Reader“.

RSS-Feeds to Kindle
Der Google-Reader, in dem man seine ausgesuchten Blog- und Nachrichten-Feeds speichert lässt sich ebenfalls für den Kindle nutzbar machen.

Google-Reader
Vom Google-Reader aus kann man RSS-Feeds direkt an den Kindle3 senden.

Geht dies nicht, gibt es:
Greader2Kindle
Greader2kindle erlaubt es, die neusten ungelesenen Nachrichten für den Kindle zu hinterlegen und diese später dann offline zu lesen.

KindleFeeder und Instapaper
Der KindleFeeder ermöglicht es, direkt ausgewählte RSS-Feeds für den Kindle aufzubereiten.
Auch Instapaper hat eine Funktion, die das Lesen von Feeds auf dem Kindle ermöglicht.

Dateien ins Kindle-Format formatieren
Nun ist ein Problem beim Kindle, dass eigentlich nur Kindle-Books im eigenen Format wirklich gut lesbar dargestellt werden. Es gib diverse Programme, die drm-freie E-Books und PDFs ins Kindle-format (.mobi-basiert) umwandeln.

Erinnerungen
Manchmal gibt es E-Books erst etwas später als die gedruckte Ausgabe.

Mysteria
Mysteria wertet die Öffentliche Wunschliste bei Amazon aus und schickt Erinnerungen, wenn dann das gewünschte Buch als E-Book auftaucht.

Let me introduce you to Mysteria:

  • She’s your obsessive, obsequious librarian for all your digital stuff.
  • She’s all about what you like to read, watch, and listen to.
  • She’s smart, compulsive, thorough — and she wants to help you.
  • And she never misses a damn thing.

Kindle-Kalender
Der Kindle-Kalender oder Kindle-Wochenplaner ist ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung.

Quellen:
Matthes, Sebastian: Die besten Kindle-Tools, Ungedruckt (Wirtschaftswoche)
Top 50 Kindle Tools, Kindle 2 Sites, Kindle Review – Kindle Fire Review, Kindle 4 Review

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