Ein paar Impressionen vom Bibcamp #bib8

Dann versuche ich mich hier mal mit einer Zusammenfassung des Bibcamps. Die Eindrücke werde ich entsprechend mit eingebundenen Tweets von Kolleginnen und Kollegen unterstützen. Ich hoffe, ich kriege die richtige Atmosphäre vom Bibcamp transportiert, denn es wurde gelacht, sich angeregt ausgetauscht und auch nicht gehungert.

Schon bevor es mit dem Bibcamp richtig losging war ich eigentlich dabei, weil die Berichterstattung über die Social Media Kanäle mich begeistert hat. Ein junges freches Team organisiert da also das nächste Bibcamp, spricht darüber und man merkt ihm an, dass sie mit Spaß dabei sind. Das machte schon im Vorfeld gespannt.
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#bibtag14 – Noch ein paar Reflektionen

Den folgenden Beitrag habe ich für die Nachbereitung des 103. Bibliothekartages in Bremen für Arbeit verfasst. Ich habe ihn hier leicht verändert nochmal gepostet, da doch das ein oder andere drin enthalten ist, was ich so noch nicht in meinen anderen Beiträgen zum #bibtag14 hier geschrieben habe.

Bibliothekartag 2014 hieß für mich dieses Jahr nicht unbedingt Vorträge besuchen, sondern eher Vorträge zu halten.

Bereits am Dienstag stellte ich im Rahmen der Zukunftswerkstatt mit OpenBiblioJobs ein Projekt vor, das unabhängig von Verbänden und Informationseinrichtungen, als Stellenbörse einen guten Mehrwert für arbeitsuchende Kollegen und Kolleginnen darstellt und auch das Versprechen hält, dass Arbeitgeber, die dort ihre Stellen verzeichnen, sich eine bessere Wahrnehmung ihrer Stellenangebote sichern können. Einen Bericht dazu und den Vortrag finden Sie hier.

Am Mittwoch bestand die Hauptaufgabe des Tages darin, eine neue OpenAccess-Zeitschrift zu gründen. Mit Informationspraxis sollen Beiträge aus der Praxis ihren Weg in eine größere Öffentlichkeit finden. Nach dem Motto “Von der Community für die Community” gibt es keine klassischen Herausgeberpersönlichkeiten, sondern Themenherausgeber, die für ein bestimmtes Themenfeld Verantwortung übernehmen. Wir waren überrascht, mit welcher Aufgeschlossenheit und welchem Engagement diesem Projekt begegnet wurde und wird. Parallel dazu kündigte auch der VDB eine nach klassischem Muster herausgegebene OpenAccess-Zeitschrift an. In <o-bib> (Das Offene Bibliotheksjournal) wird voraussichtlich Ende Oktober bis Mitte November die erste Ausgabe erscheinen, welche den klassischen Konferenzband zum Bibliothekartag ersetzen soll. Da wartet zukünftig also viel Lesestoff auf uns.

Fachlich interessant sind für mich auch immer wieder die Beiträge zur Informationskompetenz. Den Mittwoch habe ich genutzt, um mir anzuhören, womit sich die Kollegen in Dresden, an der TIB/UB Hannover beschäftigen und was es mit dem “Bibliothek als Third Space” auf sich hat. Eine wichtige Erkenntnis war dabei für mich, dass wir die Bibliothek und ihre Angebote nicht zum Selbstzweck instrumentalisieren dürfen, sondern dass es darum geht, den Nutzer in den Fokus zu stellen und mit unseren Angeboten seine Bedürfnisse zu treffen. Wenn wir z.B. den Katalog umständlich schulen müssen, dann ist provokativ gesagt, eben nicht der Nutzer zu “dumm”, sondern es gibt erheblichen Verbesserungsbedarf an unserem Katalog.  Dies hat meine Kolleing in ihrer Zusammenfassung bereits sehr schön ausgedrückt, denn letztlich:

Für die Bibliothekskunden sind wir eher Mittel zum Zweck (Eine Vortragende sprach von dem “Lebensabschnittsgefährten” Bibliothek), letztendlich wollen die Nutzer zum Produkt.

Noch aus meinem Aufgabenspektrum bei der UB der Helmut-Schmidt-Universität heraus, wo ich an der Einführung des Discovery Services HSUfind beteiligt war, ergab sich mein Vortrag am Donnerstag. Zum Thema Resource Discovery Systems (RDS) [z.B. Summon, EBSCO] gab es dieses Jahr viele Vorträge auf dem Bibliothekartag. Unter einem RDS versteht man dabei eine Suchmaschine, die über einen Index sucht, der Metadaten aus Bibliothekskatalogen, Datenbanken usw. zusammenführt. Auf diese Weise lassen sich von einem Nutzer heterogene Datenbestände sehr einfach – eben wie bei Google – durchsuchen und Bibliotheken, die ein RDS anbieten, gehen mit diesem Angebot einen großen Schritt auf ihre Nutzer zu, die aus einer Google-Welt kommen. Den Beitrag “Discovery Systeme – Fluch oder Segen für Bibliotheken” habe ich zusammen mit meiner Fachkollegin Anja Knoll von der UB der Leuphana in Lüneburg gehalten und wir haben versucht darzustellen, dass eben nicht nur die Technik sich ändert, sondern auch das mentale Modell hinter der Suche.

Sehr interessant finde ich den Beitrag von Petra Keidel und Friederike Borchert der Bibliothek TH Wildau, die sich im Rahmen von Discovery Systemen mit der Sacherschließung auseinander gesetzt haben. Sie zeigen, dass Thesauri und normiertes Vokabular, anders als es immer wieder in Gesprächen mit KollegInnen in Bezug auf die neuen Suchmöglichkeiten zu hören ist, noch nicht obsolet sind. Unter dem Motto “Greifen Sie ruhig zu, es ist genug da!” beschäftigten Sie sich mit der Bereitstellung eines normierten Wortschatzes (Thesaurus) im Kontext von Bibliotheken und ihrer elektronischen Umgebung. Der Beitrag am Donnerstag lief leider parallel zu meinem, sodass ich ihn nicht hören konnte, aber ich finde ihn so interessant, dass ich an dieser Stelle einfach auf die Folien hinweisen möchte. Anders als die beiden vorher genannten RDS beruht ihr System WILBERT auf einer Eigenentwicklung des KOBV und ist besonders gut für Spezialbibliotheken geeignet.

Ein Highlight für mich war dann auch der Stammtisch der FachInformationsUnterstützungsEinrichtungen der Bundeswehr, bei dem ich zu den im Wiki und in den Gesprächen mit den KollegInnen des FIZBw kursierenden Namen die ersten Gesichter kennenlernen durfte. Das hat mich sehr gefreut. In den Gesprächen bekam ich deutlich mit, dass die Bibliothekswelt aus der ich komme und die bibliothekarische Welt, in die ich mit meinem neuen Job gerutscht bin, zwar zwei sehr ähnliche, aber doch in manchen Voraussetzungen sehr ungleiche Welten sind. Ich bin gespannt auf mehr Entdeckungen.

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Bibliothekartag #bibtag14, Zukunftswerkstatt und OpenBiblioJobs

Bibliothekartag in Bremen, Kollegen, Bekannte und Freunde treffen und neuen Input bekommen. Zu tun gab es viel, weil der Vortrag 16.00 Uhr im Rahmen der Zukunftswerkstatt stand noch nicht in Gänze. Gut, dass zwischen Vortrag und dem Morgen, an dem es in Bonn losging, noch ein paar Stunden lagen. Ohne Internet ist man schon ein wenig darauf angewiesen, den Kopf anzustrengen und die Fakten neu zu sortieren. Erst nachdem die Grundstruktur altmodisch auf einem Blatt Papier stand, hab ich den Rechner angestellt und losgelegt.
Mit Ankunft in Bremen fehlte eigentlich nur noch das Logo und das bekam ich nur mit Internet. Wie gut, dass es WLAN beim Bibliothekskongress gibt. 🙂 Nachdem meine Kolleginnen, der Kollege und ich unser Gepäck bei der Garderobe losgeworden waren, wir unsere Namenschilder und Kongresstaschen abgeholt hatten – mit Ausnahmsweise mal sehr wenig Ballast – ging es hinein ins Vergnügen.
Ich hab mir ein ruhiges Örtchen gesucht und es in der Lounge der Zukunftswerkstatt mit lauter netten Bekannten auch gefunden. Das einzige, woran ich mich gewöhnen musste, war, dass ab und zu hinter mir gestandene Männer hopsten, um zu sehen, dass der Gorilla auf dem Bildschirm es ihnen gleich tat. Präsentation war rasch fertig und ich hatte angenehme Gespräche mit bekannten Kolleginnen, Kollegen und Freunden.
In den Gesprächen ging es um OpenBiblioJobs, meinen neuen Job, die Gründung von Informationspraxis und alles, was man in einem Jahr nicht ausgetauscht hat, weil man sich jährlich auf den Bibliothekartagen sieht. 😉 Es folgte ein Workshop im Sinne von German 23 Mobile Things und nach dieser kurzweiligen Zeit: Ich weiß nicht, wo die Zeit blieb, aber irgendwann war es Zeit, dass ich meinen Vortrag halten sollte. So bekam ich den an eine Realsatiere erinnernden Beitrag von Gerald Schleiwies “Zeitschriften auf dem iPad – welch ein Papierkram!”. Kompliziert ist noch einfach, um das zu beschreiben, wie es ist, wenn man mehr als eine Zeitschrift fürs iPad abonnieren möchte.
Mein Vortrag zu OpenBiblioJobs ist gut gelaufen, zumindest sah ein Teil der Gesichter sehr zufrieden aus. Es gab Lob für die Macher wie Phu, die dieses Projekt offen und ehrenamtlich für die Gemeinschaft betreiben. Und es hat mich gefreut, die sympathische Patricia Kern kennengelernt zu haben, die seit Anbeginn dabei ist und fleißig OBJ mit Stellen füttert. Davon brauchen wir mehr.
Hier meine Folien, die ich bei Slideshare hochgeladen habe.

Und wie versprochen gibt es hier ein paar statistische Daten, damit verständlich wird, dass man mit einer Mitarbeit bei OBJ anderen wirksam helfen kann. Phu hat diese Daten ganz rasch geliefert. Vielen Dank dafür.
Frische Zahlen aus dem Monat Mai 2014 für OpenBiblio:
Durschnitt: 1990 Besucher am Tag
Monat: 61690 Besucher
Viele Besucher kommen über: Bibliotheksportal, Plan3t.info, VDB-Online und Netbib, sowie BIB-info.de. Dies zeigt die breite Verankerung, in der bibliothekarischen Online-Welt.
Der Eröffnungsabend mit dem netten Chor Don Bleu und Thomas Böhm als Festredner war gelungen und hat den ersten Tag auf dem Bibliothekartag super abgerundet.

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Mediothek Krefeld

Ein paar Fotoimpressionen von der Mediothek Krefeld

Ich hatte letzte Woche Dienstag mal wieder in Düsseldorf zu tun, früh morgens meinen Arbeitsvertrag unterschreiben. Da war der Tag noch jung und wenn ich denn schon von Hamburg aus so weit gefahren bin, dachte ich mir, kann ich auch kurz nach Krefeld fahren und der dortigen Mediothek, die einem ja auf Facebook, Twitter und Google+ als sehr innovativ begegnet, einen Besuch abstatten. Kurz habe ich über Twitter angefragt und auch die Erlaubnis erhalten, dort Fotos schießen zu dürfen.
Mediothek Krefeld

Hier sind ein paar Bildeindrücke. Weiterlesen

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Ein paar Fotoimpressionen von der Düsseldorfer Stadtbücherei

Ich hatte gestern noch ein wenig Zeit in Düsseldorf, bevor mein Zug zurück nach Hamburg ging. Daher habe ich die Zeit genutzt und mir die paar Minuten vom Hauptbahnhof entfernte Stadtbücherei angesehen. Freundlicherweise erlaubt man mir dort, Fotos für die Veröffentlichung machen zu dürfen. Die Qualität der Fotos lässt etwas zu wünschen über, weil ich durch den spontanen Einfall nur mein Smartphone hatte.

Der Eingang der Zentralbibliothek der Düsseldorfer Stadtbücherei ist schnell zu finden. Das Gebäude teilt sich die Bibliothek mit der Volkshochschule und das LVR Zentrum für Medien und Bildung.
Blick auf den Eingang der Düsseldorfer Stadtbücherei

Blick auf den Eingang der Düsseldorfer Stadtbücherei

Düsseldorfer Stadtbücherei

Eingang der Düsseldorfer Stadtbücherei

 
Im Eingangsbereich eines großen Foyers finden sich Sitzplätze und eine aktiv kontaktierte Beratungsstation der Volkshochschule. Außerdem sind dort gleich die Rückgabemöglichkeiten der Bibliothek, die einem sofort ins Auge fallen.
Düsseldorfer Stadtbücherei - Rückgabeautomaten

Düsseldorfer Stadtbücherei – Rückgabeautomaten

Düsseldorfer Stadtbücherei

Düsseldorfer Stadtbücherei

 
In der Bibliothek selbst fallen einem sofort die Anmeldung und die große Informationstheke auf. Ein Foto habe ich nicht gemacht, weil dort Mitarbeiter saßen. Aber es wirkte einladend und wie zentrierte Anlaufpunkte.
Im Hintergrund war gleich der Eingang der Kinder- und Jugendbibliothek erkennbar. Anders als das Grau und Rot der übrigen Bibliothek, wirkt dieser Raum warm und liebevoll gestaltet. Neben einer Spieleecke gibt es dort auch eine kleine Bühne, die zu Vorlesestunden und (Puppen-)Theater einlädt.
Düsseldorfer Stadtbücherei Eingang zur Kinder- und Jugendbibliothek

Düsseldorfer Stadtbücherei – Eingang zur Kinder- und Jugendbibliothek

Düsseldorfer Stadtbücherei Kinder- und Jugendbibliothek

Düsseldorfer Stadtbücherei Kinder- und Jugendbibliothek

Die Ausschilderung hab ich mal fotografiert, um zu zeigen, wie viel auf einem Schild steht und natürlich wegen den “Comics für Erwachsene”. Also, auf nach oben. Da bin ich dann auch offensichtlich richtig.
Düsseldorfer Stadtbücherei - Ausschilderung

Düsseldorfer Stadtbücherei – Ausschilderung

Düsseldorfer Stadtbücherei

Düsseldorfer Stadtbücherei

Düsseldorfer Stadtbücherei - Comics für Erwachsene

Düsseldorfer Stadtbücherei – Comics für Erwachsene

 
Ich bin einmal durch den oberen Teil der Bibliothek gelaufen, bevor ich die kleine Abteilung mit den Comics im Hintergrund entdeckt habe.
 
In einem hellen, mit Glas abgetrennten Bereich stehen Tische und Stühle, jedoch keine Medien. Dort können sich Interessierte zum Lernen zusammensetzen. Dieser Raum eignet sich auch für Lerngruppen.
Düsseldorfer Stadtbücherei - Lernstudio

Düsseldorfer Stadtbücherei – Lernstudio

Düsseldorfer Stadtbücherei - Lesefenster

Düsseldorfer Stadtbücherei – Lesefenster

 
Besonders gefallen hat mir das Lesefenster. Dahinter versteckt sich der Zeitungslesesaal, der in die frühere Musikbibliothek verlagert wurde. (Danke hier an die freundliche Auskunft.) Die Leseplätze sind bis vor an die großen Fenster gestellt worden und laden wirklich dazu ein, längere Zeit in Ruhe dort zu lesen.
Wenn man die Bibliothek letztlich verlässt, hat man einen beeindruckenden Blick auf ein Gebäude in diesem großen Gebäudekomplex, dessen Aufgabe sich deutlich erklärt. Man blickt über den mit Kunst gestalteten Platz direkt auf den Hauptbahnhof der Stadt Düsseldorf. 🙂
Blick von der Düsseldorfer Stadtbücherei zum Düsseldorfer Hauptbahnhof

Blick von der Düsseldorfer Stadtbücherei zum Düsseldorfer Hauptbahnhof

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Impressionen zum Bibliothekartag 2012 in Hamburg [Update]

Bibliothekartag 2012 – Impressionen from mcon-mannheim on Vimeo.

Bibliothekartag 2012, Hamburg, Impressionen

In der Blogossphäre wurde auch wieder fleißig über den 101. Bibliothekartag berichtet.

[Update]
Stimmen

Aufmerksam geworden über:
Plieninger, Jürgen: Bibliothekartag 2012 – Stimmen, Bibliotheksvideos = Library Videos

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