[Kurz] Der Smart-OPAC der KU Eichstätt

Smartphones kommen langsam in Bibliotheken an. Sie sehen, dass die cleveren Telephone auch eine technische Plattform sind, die ihre eigenen Regeln haben und die daher mit bedient werden sollten, zumal ihre NutzerInnen noch unabhänger auf die Bestände der Bibliotheken zugreifen können.

Jetzt bietet uch die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) einen Online-Katalog für das Smartphone und Tablet-Computer. Mit dieser Applikation (App) kann der Nutzer nun auch unterwegs die Leihfrist verlängern oder im Bestand der KU oder der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Ingolstadt durchsuchen.

„Wir tragen damit dem Nutzerverhalten und den neuen technischen Möglichkeiten durch vergleichsweise große, hochauflösende Displays Rechnung“, erklärt die stellvertretende Leiterin der Universitätsbibliothek, Dr. Maria Löffler.

Aufrufbar ist der mobile Katalog über die Homepage der UB oder über http://opac.ku-eichstaett.de als browserbasierte Anwendung. Das Design des OPACs wurde an den kleinen Bildschirm des Smartphones angepasst. Zentrale Funktionalitäten wurden integriert. Für personalisierte Dienstleistungen muss man sich auch an dieser Stelle mit seiner Nutzerkennung anmelden.

Quelle:
Schulte Strathaus, Constantin: Bibliothekskatalog im Westentaschenformat: Literaturrecherche jetzt auch auf dem Smartphone, Presseinformationen auf www.ku-eichstaett.de

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COinS und Citavi

Vascoda war es nur eine kurze Mitteilung wert in ihren Vascoda-News, dass das Portal zukünftig Literaturverwaltungsprogramme besser unterstützt.

NutzerInnen des Literaturverwaltungstools Zotero (Plugin für Firefox) oder von Citavi Picker (für IE und Firefox) können nun vascoda Treffer direkt importieren. In die Trefferübersichten und in den Detailansichten von vascoda sind die Trefferinformationen nun im COinS-Format eingebunden.

COinS steht für ContextObjects in Spans. Sie werden in HTML-Seiten eingebunden und können dann durch entsprechende Programme oder PlugIns herausgelesen werden.

Importiert werden COinS z.B. durch den Citavi Picker und das Literaturverwaltungs-PlugIn Zotero. Auf diese Weise können Metadaten (bibliografische Angaben) von Websiten, z.B. Bibliothekarisch.de, oder aus Katalogen wie dem OPAC der UB Augsburg oder dem Gateway Bayern, bequem in die Literaturverwaltungsprogramme übernehmen.

Öffnen Sie dazu eine Seite, die COinS enthalten. Bei einem aktivierten Citavi Picker z.B. erscheint rechts unten im Browser ein kleines Fensterchen. Mit Klick auf den Link importiert das Literaturverwaltungsprogramm die Daten in das geöffnete Projekt, wo sie dann kontrolliert und weiterverarbeitet werden können.

Der Picker übernimmt an dieser Stelle die in den COinS enthaltenen Metadaten. Bei Übernahme von bibliografischen Angaben zu Büchern werden die vorhandenen Daten übernommen und es wird keine ISBN-Suche durchgeführt.

Beim Online-Katalog der UB Augsburg können Sie so gleich auf einmal alle 10 angezeigten Treffer importieren. Es empfiehlt sich jedoch, auf die Einzelanzeige des Treffers zu gehen, um diesen in Citavi einzuspielen und die Metadaten gleich zu überprüfen. Probleme bei der Datenübernahme gibt es jedoch, wenn die Daten aus der Merkliste übernommen werden sollen, denn dabei werden nur ISBN, Autor und Titel in Citavi importiert und die übrigen Daten müssen später ergänzt werden. Wenn Sie die Daten aus der Merkliste (auch im Vollformat) im Endnote/Citavi-Format exportieren, gibt es sowohl im Gateway Bayern als auch beim OPAC der UBA Schwierigkeiten bei der Erkennung des Dokumenttyps.

Tests mit Vascoda ergaben, dass beim herkömmlichen Export-Import von Metadaten ohne COinS und Picker, sehr wenige Metadaten übernommen werden. Der Dokumenttyp wird nicht richtig erkannt und es werden nur Autor, Titel und Erscheinungsjahr korrekt übernommen. In der Regel fehlt die Quelle, d.h. die Zeitschrift oder der Sammelband incl. der Seitenzahlen. Diese Probleme treten beim Import über COinS und den Picker nicht auf.

In den beiden beschriebenen Fällen empfiehlt sich eine Übernahme der Daten mit dem Picker.

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Eine Bibliothek ohne Katalog

Die Bibliothek in Niederkassel-Ranzel erinnert an längst vergangener Zeiten. Eine Zeit als der Leser noch, ob er wollte oder nicht, an die Theke treten musste und die für ihn geeignete Literatur ausgehändigt bekam. Eine Zeit als das oberste Ziel der Bibliothek noch Erziehung hieß und man dem Leser nicht zutraute sich selber die für ihn geeignete Literatur zu suchen. Die Zeit der Thekenbibliothek, die so weit weg scheint. Doch es gibt sie noch!

Wer in Niederkassel-Ranzel auf der Suche nach einem bestimmten Buch ist oder dieses bestellen will, muss ob er will oder nicht in die Bibliothek. Einen OPAC, wie er inzwischen fast überall üblich ist, gibt es nicht und selbst eine Homepage der Bibliothek sucht man im Netz vergeblich. Diese Tatsache mutet vielleicht noch nicht all zu schlimm an, doch der nächste Schock erwartet den Nutzer in der Bibliothek selbst. Einen Zettelkatalog gibt es ebenfalls nicht. Es bleibt nur der Weg an die Theke, wo die Bibliothekarin anhand einer Liste nachschaut, ob das Buch da ist.

Der Vorteil, den diese Form der Auskunft bietet, ist sicher der direkte Kontakt zum Nutzer. Doch langfristig wird man mit dieser Art der Information nicht konkurrenzfähig bleiben können und den Leser eher abschrecken als binden. Das Argument der Bibliothekarin, dass EDV teuer ist, mag zutreffen, aber ist für den Nutzer nicht ganz nachvollziehbar, zumal dieser auch noch doppelt zur Kasse gebeten wird, in Form einer Jahresgebühr und Gebühren für jedes entliehene Buch.

Auch das Argument, dass die Nutzer gar nicht erst kommen würden, wenn sie feststellen, dass das Buch nicht da ist, kann ich nicht ganz nach vollziehen. Verärgert man so nicht die Nutzer auf Dauer, weil sie ganz umsonst zur Bibliothek kommen? Das wirft für mich noch die Frage auf: Wieso werden die Öffentlichen Bibliotheken in anderen Orten trotz OPAC genutzt?

Um diese Frage zu beantworten, wäre es interessant sich mal exemplarisch einige Öffentliche Bibliotheken heraus zu suchen und deren Benutzerstatistiken vor und nach der Einführung des OPACs zu analysieren.

Aufmerksam geworden durch:
Plieninger, Jürgen : Kein Online-Katalog – und schon müssen die Leute kommen! via Netbib.de

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Google-like und doch bibliothekarisch

Gestern hatte ich ja bereits einen recht langen Post zu Google veröffentlicht. Und auch Fabienne von the fabilous librarian hat in ihrem Post weitere Punkte hinzugefügt. Sie schreibt:

Was ich an Google mag, ist zunächst die schlichte und übersichtliche Einstiegsseite: eine Suchzeile, in die ich direkt meine Anfrage (wie auch immer die aussehen mag) tippen kann, ohne mir vorher noch zu überlegen, welche Wörter ich in welche Felder eintragen muss (wie es bei vielen vermeintlich “einfachen” Suchen in Bibliothekskatalogen der Fall ist). […]
Das sind die Funktionalitäten von Google, die ich mir für Kataloge wünschte und die mich (trotz aller gerechtfertigten Diskussionen um Google) sagen lassen, dass Kataloge künftig in so einigen Punkten “just like Google” werden müssen.

Dabei habe ich mich an einen interessanten Ansatz erinnert, aus Bibliothekskatalogen eine “google like”-Suchmaschine zu gestalten. In Kooperation von KOBV und der Pilotbibliothek Wissenschaftspark Albert Einstein (WAE) in Potsdam wurde die Library Search Engine “ALBERT” entwickelt.

ALBERT steht dabei für All Library Books, journals and Electronic Records Telegrafenberg.1

Es handelt sich um eine Web-Applikation für Bibliotheksangebote auf der Basis von Lucene. Das neue Tool, im Einsatz für den WAE “ALBERT” genannt, ersetzt die Suche in den Bibliothekskatalogen des WAE und erschließt über die eigenen Bibliotheksbestände (Bücher, Zeitschriften) hinaus weitere Suchräume – u.a. neueste Inhaltsverzeichnisse, Open Acces-Publikationen und fachspezifische Bibliographien.2

In dem dazu erschienen Artikel

Karin Herm und Sibylle Volz
The Library Search Engine: A Smart Solution for Integrating Resources Beyond Library Holdings
in: The Code4Lib Journal, Issue 4, 2008-09-22
http://journal.code4lib.org/articles/142:engl:

heißt es:

We didn’t want to reinvent the online public-access catalog (OPAC) or substitute the integrated library system (ILS), since we were quite satisfied with its circulation module, the user sign-in, and the personalization features. Instead, we focused on creating a tool to compensate for the unsatisfactory search and retrieval components of the online catalog.

Ich glaube, das Projekt ist ihnen gut gelungen. Ich – als “unerfahrene Nutzerin” 😉 – musste mir bei der Suche keine Gedanken darüber machen, ob ich einen Artikel suche, ein Buch, eine ganze Zeitschrift oder ob ich eine Datenbank durchsuchen muss, um ein Ergebnis zu erhalten.

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  1. Der Wissenschaftspark Albert Einstein, dessen Bibliothek diese Suche nutzt, liegt in Potsdam auf dem Telegrafenberg. []
  2. Artikel zur Library Search Engine des KOBV []

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