Die Wissenschaftsgemeinschaft erhält ihr Social Network

2.03.2009 | von Dörte Böhner | 1 Kommentar » |

Das neue Social Network ResearchGATE:engl: ist speziell an die Anforderungen von Wissenschaftlern angepasst worden. Das Network bietet abgestuft sichtbare Profile. So können die Mitglieder ihr Profil sehr restriktiv oder für beliebige Nutzer und Suchmaschinen offen zu gestalten. Forscher können hier Publikationslisten erstellen, ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte sowie technische und methodische Kenntnisse aufführen. Außerdem können sie dort auch eine Projektvita veröffentlichen. So erhalten Wissenschaftler auf Dauer eine Online-Visitenkarte, die unabhängig von einer institutionellen Zugehörigkeit ist. Ein weiterer Vorteil könnte die Plattform mit ihrem kollaborativen Service sein. ResearchGATE versucht herkömmliche Community-Angebote mit darüber hinausgehenden Funktionen zu verbinden, die für eine gute wissenschaftliche Kommunikation und Zusammenarbeit notwendig sind. Seit dem Start im Mai 2008 haben sich 30.000 Forscher aus 140 Ländern dort registiert. Die Website bietet neben den üblichen Funktionen sozialer Netzwerke eine Reihe wissenschaftsspezifischer Features: So kann jeder User seine eigene Publikationsliste pflegen, die aus verschiedenen Fachdatenbanken direkt übernommen oder aus der eigenen Literaturverwaltungssoftware importiert werden kann. Eigene Publikationen können innerhalb des Systems auch anderen Forschern empfohlen werden. Über andere Online-Communitys gehen bestimmte Gruppenfunktionen hinaus. Es gibt Möglichkeiten für Diskussionen und Umfragen. Außerdem können sie innerhalb der Community ihre Dokumente und Termine verwalten. Diese Informationen können wahlweise in offenen oder geschlossenen Gruppen erstellt und bearbeitet werden. Wie bei Wikis ist auch hier eine Versionskontrolle möglich. Science is collaboration, so scientific social networks will facilitate and improve the way scientists collaborate. Cooperation on scientific publications can be facilitated through Wiki-like concepts. Hinzu kommen an andere Wissenschaftler gerichtete Recommender-Funktionen: Auf Mausklick können derzeit Publikationen empfohlen werden, die entweder Ähnlichkeiten zu eigenen Werken bzw. ...