Mein erster Tag auf dem Bibcamp5 #bkc12

Ich spreche vom Bibcamp. Natürlich heißt es Bib meets Knowledge-Camp 2012. Heute früh, eigentlich zu früh für mich Eulchen, bin ich mit einem Kollegen nach Köln gestartet. Ich bekam für das Mitbringen eines zweiten Kaffeebechers einen kostenlosen Kaffee, um munter zu bleiben.

In Essen gab es dann im Zug einen Notarzteinsatz und der eh schon zehn Minuten verspätete Zug hielt auf unbestimmte Zeit. Daher war ein Umstieg in die Regionalbahn notwendig, aus der wir dann zwei Stationen später aber wieder zurück verwiesen wurden.

In Köln bei schönstem Sonnenschein wollten wir unseren Schlüssel für die Pensionszimmer abholen – aber der Roman würde den Rahmen des Blogbeitrags „sprengen“.

Mit einer guten halben Stunde Verspätung sind wir in der FH Köln angekommen. Die Eröffnungsveranstaltung war schon voll im Gange und nach der Anmeldung und der Begrüßung der ersten bekannten Gesichter ging es hin. Jeder der Anwesenden stellte sich vor und beschriebe seine Interessen mit drei #-Tags, die jeder bei Twitter, der twittert, online stellen sollte. Immerhin haben sich knapp 200 Leute innerhalb einer halben Stunde so vorgestellt. Ganz ehrlich, man lauscht da wohl nur auf die Leute, die man unbedingt sehen, sprechen wollte. Das war ein ziemlicher Rausch, der da durch die Massen gingen.

Danach wurde den Sponsoren gedankt und man begann endlich mit der Sessionplanung. Auch dieses Jahr waren wieder jede Menge hochinteressante Themen dabei und es viel schwer, die richtige Session auszuwählen.

Ich habe meine Session gleich vorgeschlagen und bin in den ersten Slot gelangt. Thema war: Bibliothekarische Angebote wissenschaftlicher Bibliotheken in Social Media-Angeboten – Wie kann ich diese besser verkaufen?

Die Diskussion war hochinteressant und mein Schlagworte, die ich aus dieser Diskussion mitnehme waren EMOTIONEN und INFOTAINMENT, also keine Angst davor Humor und den Menschen zu zeigen. Auch wissenschaftliche und bibliothekarische Themen können so erfolgreich vermarktet werden. Dies ist natürlich auch immer von den passenden Personen abhängig. Es bedarf nicht unbedingt eines großen Teams, wenn ein Mensch mit viel Engagement die Marke Bibliothek betreibt.
Mich haben die doch sehr zahlreichen Mitdiskutierer überrascht.
Dokumentation

Meine zweite besuchte Session war „Brainstorm: Fachportale, ViFa, etc.„. Es ging sehr stark um die Zielgruppenausrichtung der ViFas, über ihre nicht funktionierende Vergleichbarkeit und daher flexible Modularisierung und nicht zuletzt auch um die Personen. Es muss wohl festgehalten werden, dass allein das bibliothekarische Herangehen in einigen Punkten als das Abpinseln eines Ist-Zustandes der Sondersammelgebiete (SSG) Ende der neunziger Jahre ist. Interessant könnte ein Umbau der SSGs zu Facheinstiegen sein. Die Suche findet woanders statt und kann kaum besser nachgebaut werden.

Die dritte Session hieß „Frisst uns die Cloud“? Dabei ging es um die Auslagerung von Bibliotheksdaten in fremdgehostete Services. Die spannende Diskussion können Sie in der Liveaufzeichnung des Streams nachschauen. Diese Session habe ich besucht, weil mich das Thema mal allgemein interessiert hat, aber ich da bisher quasi ein wenig „in der Luft gehangen habe“.

Last but not least die Sitzung zum Thema „Datenbankschulung: Konzepte“. In dieser Session wurden Ideen gesammelt, wie Informationskompetenz im Rahmen von Schulungen an den Bibliotheksnutzer im Allgemeinen und den Maschinenbaustudenten im Speziellen vermittelt werden könnnen. Es wurden viele verschiedene Ideen genannt. Stichworte waren Teaching- und Learning Library, Wow-Effekt nutzen, das Spielkind im Nutzer herausfordern (sprich Wettbewerbssituationen schaffen), bereitgestellte Lernmaterialien und Alternativen zu den gewohnten Powerpoint-Präsentationen schaffen, um das Nutzerinteresse zu wecken und ihn bei der Stange zu halten. Welche Materialien sollen bereitgestellt werden?

Zwischendurch gab es viel Kuchen, leider für mich etwas zu wenig Kaffee, weil ich vor lauter Gesprächen nicht zum Becherauffüllen gekommen bin, und Sonnenschein.

Nach der Abschluss-Session, auf der ich persönlich ein wenig eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse der einzelnen Sessions vermisst habe, wurde zum reichhaltigen Buffet geladen. Es wurde viel gesprochen und neudeutsch gesocialized ;-). Höhepunkt der Abendveranstaltung war der Poetry Jam.

Jetzt bin ich reichlich müde und froh, dass ich meinen ersten Beitrag zum Bibcamp geschafft habe. Morgen werde ich wie gewohnt auf die Suche nach den Eindrücken in der Blogossphäre gehen und eine Linkliste erstellen, die wieder regelmäßig geupdated wird.

An alle Teilnehmer: Bitte bloggt und dokumentiert die verschiedenen Sessions, damit die Ergebnisse und Gedanken lesbar werden 🙂

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