Prof. Dr. Elmar Mittler erhält Ehrendoktorwürde

Morgen, am 16.11.2010 erhält Prof. Dr. Elmar Jakob Nikolaus Mittler, Bibliothekar und emeritierter Professor für Buch- und Bibliothekswissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen, die Ehrendoktorwürde des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Wie kein Zweiter hat er die Bibliothekslandschaft Deutschlands seit 1966 geprägt.

Gerade die Universitätsbibliothek, der Computer- und Medienservice und das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität haben eine besondere Beziehung zu Mittler, dessen Vorstellungen einer modernen wissenschaftlichen Bibliothek schon 1995 die Planung des Informations- und Kommunikationszentrum am mathematisch- naturwissenschaftlichen Campus in Adlershof beeinflussten. Aus Sicht der Alumni der letzen Jahre und den aktuell Studierenden des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft besonders hervorzuheben ist seine Arbeit als Leiter der Evaluationskommission, in der er im Jahr 2000ff. großen Einfluss auf die Neuausrichtung von Forschung und Lehre des Instituts nahm, welches aufgrund von Sparzwängen geschlossen werden sollte. Er arbeitete im Evaluationsbericht heraus, dass die Humboldt-Universität das Institut als Alleinstellungsmerkmal benötigt, welches bei moderner Ausrichtung einen wesentlichen Beitrag für die Bibliothekswissenschaft leisten kann.

„Elmar Mittler hat unser Institut ganz entscheidend geprägt. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet“, sagt Institutsdirektor Michael Seadle.

Elmar Mittlers Stationen waren u.a. die Leitung der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, der Heidelberger Universitätsbibliothek sowie der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen. Aktiv war er nach der Wiedervereinigung als Sprecher des westdeutschen Bibliotheksverbandes am Zusammenschluss mit dem Bibliotheksverband der DDR im Deutschen Bibliotheksverband beteiligt. Von 1999 bis 2002 war er auch als Präsident der Ligue des Bibliothèques Européennes de Recherche (LIBER), dem Zusammenschluss der europäischen Forschungsbibliotheken, tätig. 2001 wurde unter seiner Führung die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) gegründet. Derzeit ist Mittler er Vorsitzende von CERL, dem Consortium of European Research Libraries.

Auf der Festveranstaltung zur Verleihung der Ehrendoktorwürde am 16. November 2010 um 18.00 Uhr sprechen:

  • Grußwort von Prof. Dr. Michael Seadle, Direktor des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HU
  • Laudatio Prof. Dr. Peter Schirmbacher, Direktor der Zentraleinrichtung Computer- und Medienservice der HU
  • Festrede Prof. Dr. Dr. h.c. Elmer Mittler: „Zukunft – auch für die Vergangenheit“

Ort der Veranstaltung ist das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, in der Dorotheenstraße 26, 10117 Berlin, Raum 207.

Quelle:
Meyerhuber, Mirja: Ehrendoktorwürde für Bibliothekswissenschaftler Elmar Mittler, Informationsdienst Wissenschaft

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Wintersemester 2010/2011 – neues BBK-Programm

Die Vortragsreihe des Berliner Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft findet auch in diesem Semester wieder jeden Dienstag um 18.00 Uhr s.t. statt. Zuhörende und Mitdiskutierende werden in der Dorotheenstr. 26, 10117 Berlin in Raum 122 erwartet.

Das derzeitige Programm lautet wie folgt:
26.10.10 Personalentwicklung in Bibliotheken. Theoretische Grundlagen und Anwendungsbeispiele (Abstract), Anna-Katharina Huth (UB der Humboldt-Universität zu Berlin)

Highlight: 02.11.10 Halloween-Lecture: “Grundzüge der Vampyrologie für Bibliothekare (Abstract), Dr. Eric W. Steinhauer (UB Fernuniversität in Hagen)  !!! Die Veranstaltung findet in Raum 207 statt !!!

09.11.10 The characteristics and features of Cuban university libraries and new challenges (Abstract), Arlyn Alvarez Cervantes (Universidad de la Habana)

16.11.10 Zukunft – auch für die Vergangenheit (Abstract), Prof. em. Dr. Dr. h.c. Elmar Mittler (SUB Göttingen) !!! Die Veranstaltung findet in Raum 207 statt !!!

23.11.10 E-Government and Governmental Interoperation. Preliminary Results and Insights from Multiple Case Studies (Abstract), Dr. Hans J. Scholl (The Information School, University of Washington)

30.11.10 Evaluierung der Retrievaleffektivität von Universalsuchmaschinen (Abstract), Prof. Dr. Joachim Griesbaum (IIM, Universität Hildesheim)

07.12.10 Informationsquellen für die Außenwirtschaft. Erschließen – bewerten – nutzen. (Abstract), Stefan Schmitz (Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft e.V.)

14.12.10 Texte in Bibliotheken. Von diskreten Objekten zu vernetzten Diensten (Abstract), Toma Tasovac (Belgrade Center for Digital Humanities)

04.01.11 Mehr als Citavi-Schulung und EndNote-Campuslizenz. Über die Vielfalt bibliothekarischer Dienstleistungen für Literaturverwaltung (Abstract), Matti Stöhr (IBI)

11.01.11 Was wird aus den Bibliotheksverbünden? Zur Arbeit der Evaluationsgruppe des Wissenschaftsrates (Abstract), Prof. Dr. Stefan Gradmann (IBI)

18.01.11 Mehr als nur Recherche. Chancen und Perspektiven der Virtuellen Fachbibliothek b2i für die Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften (Abstract), Franz Götz (Bayerische Staatsbibliothek)

25.01.11 Zum Umsetzungsstand des Kundenmanagements in deutschen und US-amerikanischen Bibliotheken (Abstract), Mathieu Fraser-Dagenais (Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaften der Universität Hamburg)

01.02.11 Unterstützung induktiver und explorativer Forschungsprozesse mittels (Techniken) des Semantic Web (Abstract), Niels-Oliver Walkowski (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften)

08.02.11 Was ist RDA? Das neue Regelwerk “Resource Description and Access” (Abstract), Susanne Oehlschläger (DNB)

Viel Spass all jenen, die nah genug am IBI wohnen, um in den Genuß dieser hochinteressanten Vortragsreihe zu kommen.

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Umfrageergebnis zu: Eine Geschichte des Buches

Februar diesen Jahres wies ich hier im Blog auf ein Projekt der Erlanger Buchwissenschaft hin, die in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek München und der Fachinformationsplattform b2i “Eine digitale Geschichte des Buches” aufbauen möchten. Für die Umsetzung dieser online zugänglichen Buchgeschichte erachten die Macher es als notwendig, mehr über potentielle Nutzer und ihre Wünsche und Zielvorstellungen zu erfahren. Daher führte man eine Umfrage durch, deren Ergebnisse nun in einem achtundzwanzigseitigen Text veröffentlichte.

Greifeneder, Elke et al.: Aufbau und Entwicklung einer digitalen Buchgeschichte : Studie zu Anforderungen und Zielgruppen. – Buchwissenschaft / Universität Erlangen-Nürnberg, 2010 (ALLES BUCH, Studien der Erlanger Buchwissenschaft, Bd. XXXIV). – ISBN: 978-3-940338-16-7.

Leider lassen sich nicht einmal kleine Passagen aus dem Text kopieren :confused: , um hier einen knappen, vom Zitatrecht gedeckten Einblick gewähren zu können, so dass Sie das PDF auch ohne anlockende Auszüge öffnen müssen, um sich über den Inhalt zu informieren.

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Sommersemester 2010 – neues BBK-Programm

Elke Greifeneder hat heue im IBI-Weblog das neue, vorläufige Programm für das Berliner Bibliothekswissenschaftliches Kolloquium veröffentlicht.

20.4.2010
Wozu Bibliometrie? Vorstellung eines Lehrbuches
Dr. Frank Havemann, IBI

27.4.2010
Semantic Personalized Information Management for Scientists
Dr.-Ing. Ernesto William De Luca, DAI-Lab, Technische Universität

4.5.2010
Meine ich was ich sage und sage ich was ich meine? – Soziale Netzwerke in der wirtschaftlichen Realität
Drs. Hanns Köhler-Krüner, HKK Consulting

11.5.2010
Darf’s ein bisschen weniger sein? Nachlasserschließung im Deutschen Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek unter Einbeziehung der Benutzersicht
Dr. Sylvia Asmus, Deutsche Nationalbibliothek

18.05.2010
An der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik – die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages
Dr. Ulrich Schöler, Abteilung Wissenschaft und Außenbeziehungen, Deutscher Bundestag

25.5.2010
E-Books@The Library
Eugene Hayworth, University of Colorado at Boulder

1.6.2010
Forschungsdaten besser nutzen: Strategien und Ansätze der DFG
Dr. Stefan Winkler-Nees, DFG

8.6.2010
Open Data (Arbeitstitel)
Prof. Carole L. Palmer, University of Illinois at Urbana-Champaign
Prof. Christine L. Borgman, University of California
– Diese Veranstaltung findet als Videokonferenz statt –

15.6.2010
Struktur und Kontext – Modelle digitaler Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften
Maxi Kindling, IBI

22.6.2010
Developing a culture of collaboration between IT and library professionals: organizational facilitation experience (Arbeitstitel)
Prof. Beth Sandore, University of Illinois

29.6.2010
“The Article of the Future” – Content Innovation bei Elsevier
Ove Kähler, Elsevier

6.7.2010
Pascal, Berliner rabbits, digital wave and libraries
Yves Desrichards, Enssib

13.7.2010
Die Arbeit am Unvollkommenen: Erfahrungen mit Statistik und Benchmarking für Bibliotheken
Ulla Wimmer, Kompetenznetzwerk für Bibliotheken

Das klingt wieder so interessant, dass man all die nur beneiden kann, die Woche für Woche in den Genuss einer dieser Vorträge kommen kann.

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Eine Geschichte des Buches

Im Blogbeitrag des IBI-Weblogs machte Elke Greifeneder heute auf ein Projekt der Erlanger Buchwissenschaft aufmerksam, die in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek München und der Fachinformationsplattform b2iEine digitale Geschichte des Buches” aufbauen möchten. Sie wollen dabei auch gezielt die Möglichkeiten des Internets einbeziehen. Ziel ist es, die lineare Form des Buches zu verlassen und die Buchgeschichte rund um vier thematische Schwerpunkte aufzubauen. Man setzt dabei auf die Hypertextstruktur, die neben einer zeitlichen und inhaltlichen Verknüpfung auch den Einbau multimedialer Elemente ermöglicht, um so einen umfassenden Einblick in das gesamte Buchsystem ab Erfindung des Buchdrucks zu schaffen. An diesem Projekt beteiligen sich Buchwissenschaftler und -historiker aus Deutschland, Österreicht und der Schweiz.

Bevor man sich nun an diese völlig neue Form für eine digitale Buchgeschichte wagt, soll mit der unten verlinkten Umfrage die Interessen und Wünsche der potentiellen Nutzer erfragt werden. Die Umfrage enthält Fragen zu Ihrem Nutzungsverhalten beim wissenschaftlichen Arbeiten im Internet stellen und welche Inhalte und Funktionen Ihnen bei Onlinequellen wichtig sind.
Der Fragebogen wurde vom Lehrstuhl für Buchwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie dem Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin entwickelt.

Ermittlung typischer Nutzerprofile einer online verfügbaren Buchgeschichte

Teilnehmer, die ihre E-Mail-Adresse hinterlassen, können einen von zehn Amazon-Gutscheinen im Wert von je 20 Euro gewinnen. Rechnen Sie mit etwa 15-20 Minuten Zeit, um diese Umfrage zu beantworten.

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Das Berliner Bibliothekswissenschaftliche Kolloquium (BBK) im WS09/10

Auch dieses Jahr bietet das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaften wieder ein gelungenes Programm zum Wintersemester 2009/2010 an. Die Vortragsreihe findet jeden Dienstag um 18.00 Uhr s.t. im Institut in der Dorotheenstr. 26 im Raum 122 statt.

Begonnen wird die Vortragsreihe des BBK dieses Jahr ausnahmsweise am Montag, dem 19.10. um 18.30 Uhr im Senatssaal des HU-Hauptgebäudes. “Bibliothekar – Bibliothekswissenschaftler – Hochschullehrer” ist das Thema der Veranstaltung zu Ehren von Horst Kunze zu seinem 100. Geburtstag. Zur Veranstaltung erscheint eine Festgabe zum Preis von ca. 12 €.

Am Dienstag, dem 20.10. gibt es im Rahmen der Beteiligung der Humboldt-Universität an der Open Access-Woche eine Podiumsdiskussion zum Thema „Open Access zwischen Freiheit und Zwang – Demokratisierung der Wissenschaft oder Enteignung der Autoren?“ statt. Beginn ist 17.00 Uhr im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum.

Zum Halloween-Termin am 27.10. spricht Eric Steinhauer dann zur regulären Zeit und am regulären Ort in der “Halloween-Lecture” zu “Friedhofs- und Bestattungsrechtliche Fragestellungen im Bibliothekswesen”.

Hochkarätig geht es auch in den nächsten Wochen weiter, z.B. mit Nancy Fried Foster und Susan Gibbon aus den USA, Prof. Walther Umstätter, Claudia Lux oder Martin Doerr aus Griechenland. Es gibt Themen wie “IUWIS – eine Informationsinfrastruktur zum Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft”, “Persönliche Publikationslisten als hochschulweiter Dienst – Theorie und Praxis” oder “Von der Einzelrestaurierung zum Bestandserhaltungsmanagement”.

Bei dieser Themenvielfalt kann man nur bedauern, dass das Beamen noch nicht erfunden wurden ist, um sich mal rasch nach Berlin ans IBI transportieren zu können.

Hinweis über
Greifeneder, Elke: Druckfrisch: das neue BBK-Programm via IBI-Weblog

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Umfrage

Die Berliner Stadtbibliothek Treptow-Köpenick führt in der Zeit vom 3. bis 8. Dezember eine Umfrage durch, die sich speziell an Nichtnutzer richtet, um deren Wünsche und Anforderungen zu erfahren. Beteiligt sind auch Studierende der Berliner Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Eine rege Teilnahme möglichst vieler Bürger ist dabei natürlich sehr wichtig.
Den Hintergrund bilden u.a. die Sparvorhaben des Bezirks Treptow-Köpenick, dem leider etliche Stadtteilbibliotheken zum Opfer fallen werden. Alternativ wird daher auch über einen neuen Standort in der Nähe des S-Bahnhofs Schöneweide nachgedacht, an dem die Bestände der zu schließenden Bibliotheken zusammengeführt werden könnten. Zudem wäre die infrastrukturelle Lage dort viel günstiger. Das ist jedoch sehr vage (inoffizielle) Zukunftsmusik.
Aber: die Hoffnung stirbt zuletzt, wie es so schön heißt.

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