Wie das Internet funktioniert:

Um unsere digitale Umwelt zu verstehen, ist es hilfreich zu wissen, wie sie funktioniert. Mit der Broschüre “Wie das Internet funktioniert” versucht der Verein “Digitale Gesellschaft e.V.” Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft sowie Interessierten einen kurzen Überblick über das Internet und seine Technologien zu geben, um so für mehr Verständnis zu sorgen.

Digitale Gesellschaft e.V.: Wie das Internet funktioniert, auf Scribd.com (oder als PDF)

Hinter dem Verein steht eine kampagnenorientierte Initiative für eine bürgerrechts- und verbraucherfreundliche Netzpolitik. Ziel des Vereins ist es, die Grund- und Freiheitsrechte in der digitalen Welt zu verteidigen und auszubauen.

Im übrigen hat auch die Sendung mit der Maus bereits probiert, diese Frage zu beantworten:

Wer sich ein wenig mit den Bedingungen im Netz auskennt, der wüßte, dass die Bestrebungen von ACTA voraussichtlich noch ins Leere laufen.

Quellen:
Beckedahl, Markus: Neue Broschüre: Wie das Internet funktioniert, Digitale Gesellschaft e.V.
Beckedahl, Markus: Neue digiges-Broschüre: Wie das Internet funktioniert (Update), Netzpolitik.org

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Ein Vortrag von Studenten der Gerrit Rietveld Academie anläßlich der Konferenz "The Unbound Book": "The Absolute Library"

In der Zeit vom 19.-21. Mai diesen Jahres fand die Konferenz “The Unbound Book: A Conference on Reading and Publishing in the Digital Age” in Amsterdam und Den Haag statt. Die folgende Einführung von Geert Lovink gibt einen ersten Vorgeschmack auf die Konferenz, die wie ein moderner “Bibliothekartag der Zukunft” (mit dem Schwerpunkt Buch) im Zusammenspiel mit anderen Wissensgebieten wie u.a. den Sozial-, Medien- und Informationswissenschaften und der Verlags-, als auch der Designindustrie auf mich wirkte, obwohl ich nicht “live” dabei war.

Session 2: The Unbound Book, introduction by Geert Lovink from network cultures on Vimeo.

Der folgende Vortrag “The Absolute Library” setzt sich mit einem Zukunftsmodell für Bibliotheken und der Verlagsindustrie auseinander. Die Er- und Ausarbeitung der Präsentation stammt von den Studentinnen Laura Pappa, Marine Delgado und Clara Dutilleul. Sie studieren an der Gerrit Rietveld Academie. Dort werden Studiengänge wie u.a. Design, Grafisches Entwerfen und Schriftgestaltung angeboten. Das von den Studenten erarbeitete Konzept wirft sicherlich Fragen auf. Doch aufgrund der Originalität ihres Konzepts und soll an dieser Stelle ihr kurzer Vortrag vorgestellt werden..

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Aus aktuellem Anlass: Was das "Sabbath Manifesto" und der heutige "National Day of Unplugging" mit "uns" zu tun haben könnten

“Way back when, God said, “On the seventh day thou shalt rest. The meaning behind it was simple: Take a break. Call a timeout. Find some balance. Recharge. Somewhere along the line, however, this mantra for living faded from modern consciousness. The idea of unplugging every seventh day now feels tragically close to impossible. Who has time to take time off? We need eight days a week to get tasks accomplished, not six. The idea is to take time off, deadlines and paperwork be damned.[…] In the Manifesto, we’ve adapted our ancestors’ rituals by carving out one day per week to unwind, unplug, relax, reflect, get outdoors, and get with loved ones. The ten principles are to be observed one day per week, from sunset to sunset. We invite you to practice, challenge and/or help shape what we’re creating.”

Roboot

Mit dem Sonnenuntergang beginnt heute der jüdische Sabbath. Die Uhrzeiten des Beginns des Sonnenuntergangs sind geographisch sehr unterschiedlich und aus diesem Grunde habe ich mich für 18:10 Uhr als einen “Mittelwert” entschieden.  Dabei geht es gar nicht um das genaue Einhalten des Sabbath, denn dieser “National Day on Unplugging” wurde zwar von einer Gruppe jüdischer Künstler, Schriftsteller, Filmemacher und  Vertretern aus Medienberufen ins Leben gerufen, um einen wöchentlichen Tag der Ruhe zu initiieren. Dahinter steckt kein religiöser Missionierungseifer. Das “Sabbath Manifesto” steht in der gleichen Tradition mit anderen Bewegungen wie der “Slow Movement” – Bewegung, dem “Slow Food” und dem “Slow living”.  Mittlerweile hat dieses Manifesto eine breite Bewegung von Menschen unterschiedlicher Überzeugungen auf der ganzen Welt erfasst. Sicherlich ist diese Bewegung erst am Anfang und noch nicht so weit, dass sie im Vergleich zu anderen vergangenen Bewegungen eine stärkere Verbreitung erfährt . Die 10 Prinzipien des “Sabbath Manifesto” lauten:

1. Avoid Technology
2. Connect With Loved Ones
3. Nurture Your Health
4. Get Outside
5. Avoid Commerce
6. Light Candles
7. Drink Wine
8. Eat Bread
9. Find Silence
10. Give Back

Ziel ist es an einem Tag in der Woche die Zeit mit der Familie, den Freunden oder mit dem Barkeeper zu verbringen. Der “National Day of Unplugging” ist Teil des “Sabbath Manifesto” und will erreichen, dass die Menschen, die tagtäglich mit Computern, Smartphones, Laptops und elektronischen Geräten im Allgemeinen zu tun haben, wenigestens einen Tag in der Woche “den Stecker herausziehen”. Für alle diejenigen, die “brav” die Gebote einhalten und ihren religiösen Überzeugungen nachgehen mag dies sicherlich der Sonntag oder der Freitag oder welcher Tag auch immer sein, aber wieviele von UNS (seien wir ehrlich) nutzen denn – sagen wir mal den Sonntag –  und halten sich an gewissen Prinzipien, die der Entschleunigung und der Abstinenz  von Geräten dienen? Weiterlesen

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Faszination Social Networks

Weshalb bloggt, twittert Mensch und ist beim social networking dabei?
Cem Basman, ein türkisch-schwedischer Unternehmer aus Hamburg hat für sich sein Motto gefunden. Er betreibt sein Blog Srechblase und dort kann man es lesen:

Vogel fliegt. Fisch schwimmt. Ich blogge.

Sein Motto zeigt, wie weit Normalität die Selbstdarstellung im Internet geworden ist. Schüler und Studenten sind fast vollständig in sozialen Netzwerden zu finden und auch immer mehr Deutsche treten Networks wie Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ bei. Sie alle haben ein Profil im Netz und präsentieren sich mit Bildern, kurzen Texten, Blogartikeln oder Links. Wichtige Teile des gesellschaftlichen Lebens findet jetzt im Internet statt. Es wird viel Zeit dort investiert, die dann anderen Medienformen entzogen wird, z.B. der Lektüre von Zeitungen.

Besonders deutlich spiegelt sich dies im Sozialleben wider. Zu den sechs meistgenutzten Online-Medienangeboten in Deutschland zählen inzwischen fünf Social Networks. Was macht ihre Faszination aus.

Ist es ein flächiges Aufbranden des Narzissmus vor allem der jüngeren Generation? Ist es übertriebene Selbstliebe oder der Wunsch nach Persönlichkeitsbildung? Die Unterscheidung zwischen Internet und realer Welt ist für die meisten jungen Menschen nicht nachvollziehbar, zu sehr ist das Netz inzwischen Teil ihres realen Lebens.

Die Gesellschaft wandelt sich zunehmend zu einer digitalen Gesellschaft – Fahrkarten, Nachrichten, Steuererklärung – alles kann man bereits digital erledigen. Warum sollten auch soziale Kontakte nicht zunehmend über das Netz befriedigt werden? Entwicklungen von Konzepten zum Übertragen auch nonverbaler Kommunikationsfaktoren sind gar nicht so neu.

Eines der ersten Zeichen […] war die Entwicklung des Smileys als schriftliches Symbol einer ironisch gemeinten Bemerkung. Verständlich, denn ein hingeworfenes „Ja, klar“ kann je nach Betonung und Gesichtsausdruck auch das genaue Gegenteil bedeuten.

Die Webciety, d.h. Internetgesellschaft, benötigt inzwischn aber weitaus differenzierte Darstellungsmöglichkeiten als die Smileys. Schneller und aktueller müssen die verschiedenen Stimmungen der Persönlichkeit dargestellt werden und das Netz entwickelt entsprechende Tools.
Das Design des eigenen Blogs und Profils entspricht dem Modebewusstsein bei der Kleidung und sendet eben entsprechende soziale Signale, die gelernt werden müssen. Microblogs wie Twitter oder Statusmeldungen in Social Networks oder bei Skype entsprechen Mimik und Gestik, so Sasha Lobo, Autor des Beitrags im Tagesspiegel.

Sachliche Kommunikation, wo der andere nicht auch etwas von sich und seiner Persönlichkeit preisgibt, wirkt befremdlich und stört die Kommunikation. Auch Bilder sind hilfreich. Mensch will sich ein auch im Netz ein Bild vom anderen machen und so machen Bilder die virtuelle Welt ein wenig realer und schafft so eine Bindungsmöglichkeit.

Die Vielzahl der verschiedenen digitalen Schichten und Geschichten, die man jeden Tag aufs Neue im Netz hinterlässt, stellen unseren digitalen Teil der Persönlichkeit dar. Weil Persönlichkeit dort ausgedrückt werden möchte, wo Gesellschaft stattfindet.

Die Darstellung im Netz hat in dem Sinne wenig mit Narzissmus zu tun, sondern es geht um die Befriedigung eines der ältesten sozialen Bedürfnisse. Es ist die Frage, wohin gehört man in der Gesellschaft und die Social Networks helfen bei der Beantwortung dieser Frage in der digitalen Gesellschaft.

Warum jedoch haben so viele Menschen nicht nur eine einzelne, persönliche Homepage, sondern sind mit wechselnder Intensität in den vielen verschiedenen Netzwerken und Diensten zu finden? Sicherlich ist das zum Teil der verteilten Struktur des Internets gefunden. War es vor drei vier Jahren gut und hipp, sich in Foren und Chats darzustellen, tut man es heute bei Facebook oder StudiVZ. Die Treffpunkte ändern sich wie die Mode und alte Treffpunkte können schlechter erreichbar werden oder sogar ganz aus dem Netz verschwinden. Lobo sieht es aber als wahrscheinlicher an, dass das Social Net sich dem sich ständig neu erfindenen Menschen anpasst.

Das Social Network zieht immer mehr Menschen wohl auch deshalb in den Bann, weil sie hier mehr und mehr in einem größeren Radius Leute entdecken können, die die gleichen Interessen wie sie haben. Das Interesse an Austausch und sozialer Bestätigung können sie im Netz einfacher erhalten als im realen Leben. Das Netz spiegelt mehr denn je die gesamte Bandbreite menschlicher Gesellschaft wider und schafft es zunehmend, soziale Bedürfnisse seiner Nutzer erfolgreich zu befriedigen. Mehr denn je ist es ein großes Netzwerk von Menschen für Menschen und zieht somit Menschen in seinen Bann.

Quelle:
Lobo, Sascha: Weshalb meine Schuhgröße im Netz steht via Tagesspiegel.de
Warum sich Menschen im Netz präsentieren via Text&Blog

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