11.05.2010 | von Dörte Böhner | 1 Kommentar » |
Screencast der Fachrichtung Informationswissenschaft Saarbrücken zum Thema "Korrektes Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten".
Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten from infowiss on Vimeo.
Die beiden Figuren Inge und Willi erklären den zuhörenden Zuschauern recht anschaulich die wesentlichen Regeln beim Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten. Sie sprechen über den Sinn und Zweck von Zitaten, erklären den Unterschied zwischen wörtlichen und inhaltlichen Zitate sowie demonstrieren anhand von Beispielen die Formatierung von bibliographischen Angaben im Text. Mit ca. 12 Minuten muss der Zuhörer/-schauer jedoch einiges an Interesse und Zeit mitbringen. Über ein Inhaltsverzeichnis kann man jedoch im Bereich der E-Learning-AG einzelne Fragestellungen direkt anwählen.
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17.04.2009 | von Dörte Böhner | 2 Kommentare » |
Für manche ist es eine intuitive Selbstverständlichkeit, wie sie im Internet recherchieren. Geübte Googler gibt es genug, doch manchmal tut es gut, sich die Regeln der Recherche noch einmal bewusst zu machen. Eine erfolgreiche und effiziente Suche beginnt schon vor dem Moment, wo man die ersten Buchstaben in den Suchschlitz tippt.
1. Bereiten Sie die Suche sorgfältig vor.
Eine gut vorbereitete Suche erspart Ihnen viel Suchzeit. Besonders notwendig ist diese Vorbereitung, wenn Sie über einen zeitabhängigen Internetzugang verfügen.
Eine Ad-hoc-Suche kann zu Glückstreffern führen, aber Sie werden kaum die besten Suchtreffer erhalten. Bevor Sie sich durch Bildschirm und Tastur ablenken lassen, setzen Sie sich vorher einmal mit Stift und Papier hin und legen ein kleines Mindmap an.
(auf Flickr.com von ppip unter CC: BY-NC-SA)
Ausgehend vom Thema (a), sollte man sich überlegen, was zum Thema dazu gehört (b-d) und welche Stichwörter (e-f) sich diesen zuordnen lassen. Sie werden mehr im Vorfeld finden als Sie glauben und damit Ihre Suche erheblich verbessern. (Ergänzen Sie das Mindmap ruhig im Laufe Ihrer Recherche, damit Sie einen guten Überblck über Ihr Thema behalten.)
2. Verschaffen Sie sich einen ersten Überblick.
Sie sollten sich, wenn Sie in das Recherchethema erst einsteigen, erste grobe Informationen suchen. Nutzen Sie dazu Lexika, Online-Enzyklopädien, Lehrbücher oder auch Internet-Suchmaschinen.
3. Sammeln Sie passende Suchbegriffe.
Seien Sie kreativ bei der Sammlung von passenden Stichwörtern, um Ihre Suche einzugrenzen. Synonyme, d.h. andere Worte mit gleichem Sinngehalt, können ebenfalls zu relevanten Treffern führen. Notieren Sie die Stichwörter, damit Sie diese bei Ihrer Recherche zur Hand haben. Mit Hilfe des Mindmaps behalten Sie einen guten Überblick ...
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4.03.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |
Qualitätsmanagement in der wissenschaftlichen Kommunikation wird häufig gleichgesetzt mit Rezensionen, Peer-Review-Verfahren oder einer Bewertung von Thesen bzw. Auffassungen auch im Onlinebereich. Neben diesen offensichtlichen und auffälligen Möglichkeiten gibt es auch unauffällige, aber sehr wirksame Verfahren des Qualitätsmanagements, die man häufig erst auf den zweiten Blick entdeckt. Das "Ein Gruppenblog" will an einigen Beispielen von Dialogverläufen (Threads) in Mailinglisten und Blogs ein paar dieser Verfahren vorstellen.
Um gute Threads zu entdecken, kann man sich auf die eigene Einschätzung als "Experte" verlassen. Ein anderer Indikator sind die entsprechenden Reaktionen von Beteiligten, die den Beitrag loben. Auch im Negativen gibt es verschiedene Hinweise, so z.B. fehlende Diskussionen, abrupte Abrüche oder entsprechende Äußerungen von Beteiligten.
Für aktiv Beteiligte oder stille Beobachter auschlaggeben sind ein anregender Thread, ein attraktives Thema, neue Gesichtspunkte, eine (hohe) Relevanz, die Erweiterung des Horizonts, die Beantwortung von Fragen (die man sich vielleicht selbst gestellt hat), ein roter Faden, ein guter und anregender Schreibstil und/oder ein gewisser Unterhaltungswert.
Es besteht die Möglichkeit, selbst die hohe Qualität der eigenen Beiträge zu beeinflussen. Um dem Leser die Möglichkeit zu geben, den Inhalt und die Form des Dargestellten richtig einzuschätzen, sollte man klarstellen, mit welchem Ziel das Blog bzw. die Mailingliste, ein bestimmter Thread betrieben wird. Ein Autor - gerade eines Blogs - schreibt zuallererst im eigenen Interesse. Dies könnte sein:
Der Teilnehmer möchte auf eine ihm interessant erscheinende Frage eine Antwort haben oder er möchte zeigen, wie clever und kenntnisreich er ist oder er möchte einem prominenten Kollegen ein Ergebnis seiner neuesten Forschungen mitteilen.
Die Urheber und Beteiligten des Themas ...
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2.03.2009 | von Dörte Böhner | 1 Kommentar » |
Das neue Social Network ResearchGATE:engl: ist speziell an die Anforderungen von Wissenschaftlern angepasst worden. Das Network bietet abgestuft sichtbare Profile. So können die Mitglieder ihr Profil sehr restriktiv oder für beliebige Nutzer und Suchmaschinen offen zu gestalten. Forscher können hier Publikationslisten erstellen, ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte sowie technische und methodische Kenntnisse aufführen. Außerdem können sie dort auch eine Projektvita veröffentlichen. So erhalten Wissenschaftler auf Dauer eine Online-Visitenkarte, die unabhängig von einer institutionellen Zugehörigkeit ist. Ein weiterer Vorteil könnte die Plattform mit ihrem kollaborativen Service sein.
ResearchGATE versucht herkömmliche Community-Angebote mit darüber hinausgehenden Funktionen zu verbinden, die für eine gute wissenschaftliche Kommunikation und Zusammenarbeit notwendig sind.
Seit dem Start im Mai 2008 haben sich 30.000 Forscher aus 140 Ländern dort registiert. Die Website bietet neben den üblichen Funktionen sozialer Netzwerke eine Reihe wissenschaftsspezifischer Features: So kann jeder User seine eigene Publikationsliste pflegen, die aus verschiedenen Fachdatenbanken direkt übernommen oder aus der eigenen Literaturverwaltungssoftware importiert werden kann. Eigene Publikationen können innerhalb des Systems auch anderen Forschern empfohlen werden.
Über andere Online-Communitys gehen bestimmte Gruppenfunktionen hinaus. Es gibt Möglichkeiten für Diskussionen und Umfragen. Außerdem können sie innerhalb der Community ihre Dokumente und Termine verwalten. Diese Informationen können wahlweise in offenen oder geschlossenen Gruppen erstellt und bearbeitet werden. Wie bei Wikis ist auch hier eine Versionskontrolle möglich.
Science is collaboration, so scientific social networks will facilitate and improve the way scientists collaborate. Cooperation on scientific publications can be facilitated through Wiki-like concepts.
Hinzu kommen an andere Wissenschaftler gerichtete Recommender-Funktionen:
Auf Mausklick können derzeit Publikationen empfohlen werden, die entweder Ähnlichkeiten zu eigenen Werken bzw. ...
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17.12.2008 | von Dörte Böhner | 5 Kommentare » |
Die Frage stellt sich bei Wikipedia immer wieder. Es ist eine berechtigte Frage, die sich aber relativ leicht beantworten lässt.
Wikipedia ist eine Enzyclopädie, die ähnlich wie der Brockhaus oder die Britannica den Stand des Wissens widerspiegelt. Häufig sagt man, dass sie "Allgemeingut" beinhalten, das den Ist-Stand des Wissens in knapper und allgmeingültiger Form wiedergibt und als Nachschlagewerk eingestuft wird.
Bei der Wikipedia kommt hinzu, dass sie von "Allen" gestaltet wird, d.h. jeder kann auch sehr aktuelle Erkenntnisse dort niederschreiben, allerdings muss er dafür nicht unbedingt ein "ausgewiesener Experte" sein. Das heißt, es können sehr aktuelles aber auch falsches Wissen in die Beiträge eingeflossen sein. Das macht die Sache schwierig.
Enzyclopädien mit relativ kurzen Beiträgen, häufig auch nur als Lexika bezeichnet, werden auf keinen Fall zitiert, da hier nur das wichtigste Wissen stichpunktartig erklärt wird.
Enzyclopädien mit sehr ausführlichen Beiträgen können zitiert werden, wobei es meistens jedoch eine recht ausführliche Literaturliste gibt, die auf die verwendeten Artikel oder Bücher hinweisen. Hier empfiehlt es sich - auch wenn es mit Mehrarbeit verbunden ist - aus den Originalquellen zu zitieren.
Die Wikipedia, die sich als Online-Enzyclopädie versteht, hat im Gegensatz zu den anderen Enzyclopädien weitere Nachteile: Dass der Autor nicht immer ein Experte ist, hatte ich schon erwähnt. Ein Problem ist, dass die Identität des Autors nicht immer ermittelt werden kann. Man kann bei der Wikipedia auch anonym Beiträge ändern.
Das nächste Problem ist die schnelle Veränderbarkeit eines Beitrages. Es gibt zwar ein Archiv, welches eines Logbuches gleich, Änderungen nachvollziehbar macht, aber es macht die Arbeit unnötig kompliziert.
Die Wikipedia ist ein guter Einstieg ...
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14.12.2008 | von Dörte Böhner | Comments Off |
Ob dein Thema häufig bearbeitet wurde, hat Auswirkungen auf die Literaturarbeit und deine Eigenleistung.
Gründe für die unterschiedliche Bearbeitungshäufigkeit sind:
Du hast ein Modethema, mit dem sich zur Zeit sehr viele beschäftigen.
Es gibt sehr viel aktuelle Literatur bzw. Projekte dazu.
Du musst sehr viel lesen, um tagesaktuell zu sein.
Eine genauere Einschränkung/Spezifizierung des Themas kann sich als hilfreich erweisen.
Du kannst auf bestehende Konzepte zurückgreifen, die du aber kritisch auf ihre Eignung hin prüfen solltest.
Dein Thema wurde eine zeitlang aktiv bearbeitet, aber in letzter Zeit ist es wenig bearbeitet worden.
Es gibt viel ältere Literatur dazu.
Du musst viel lesen, aber auch nach ähnlichen aktuelleren Problemen/Lösungen suchen mit aktueller Literatur.
Eine Ausweitung/Einschränkung des Themas kann hilfreich sein.
Du musst bestehende alte Konzepte/Methoden daraufhin überprüfen, ob sie nicht durch neuere Konzepte/Methoden abgelöst werden können, um dein Problem/Thema effektiv und effizient zu bearbeiten.
Du hast ein Thema, mit dem sich bisher kaum jemand beschäftigt hat.
Es gibt wenig Literatur, die sich direkt mit deinem Problem beschäftig haben.
Du musst hier nach ähnlichen Problemen/Lösungen suchen, um Literatur zu finden.
Eine Ausweitung des Themas kann hilfreich sein.
Du musst bestehende Konzepte/Methoden auf ihre Anwendbarkeit auf dein Problem hin überprüfen oder ein eigenes Konzept/eine eigene Methode entwickeln.
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26.11.2008 | von Dörte Böhner | 2 Kommentare » |
Hm, die Frage dachte ich, stellt sich nicht. Allerdings tauchte sie bei Suchanfragen ans Blog immer wieder auf. Daher soll es hier eine Antwort geben.
Google Books hat zum jetzigen Zeitpunkt etwa sieben Millionen Bücher im Index, die per Volltextsuche durchforscht werden können. Volltextsuche heißt, dass alle Seiten als Volltext indiziert worden sind. Es heißt jedoch nicht, dass man alle Bücher auch im Volltext angezeigt bekommt.
Bibliothek (Google Library)
Bibliothek (Google Library)
Verlag (Google Print)
Urheberrechtsschutz abgelaufen
urheberrechtlich geschützt
urheberrechtlich geschützt
Anzeige im Volltext
keine Anzeige/ Anzeige in Auszügen
Anzeige in Auszügen
Google Books ist rein theoretisch schon daher keine Zitiergrundlage, da von vielen Büchern nur Auszüge vorliegen oder überhaupt keine Vorschau möglich ist. Sie erhalten allenfalls eine Bestätigung, dass sich das Zitat auf einer bestimmten Seite, in einer bestimmen Randnote befindet. Das Zitat selbst ist damit noch nicht überprüft!
Google Books bildet zwar die Orignale ab und man könnte dann daher davon ausgehen, dass der gefundene Ausschnitt in dem angegebenen Buch auch wirklich auf Seite xy steht. Das mag sein, aber zum wissenschaftlichen Arbeiten gehört auch, das Umfeld des Zitates zu evaluieren. Denn wenn der Autor dieses Zitates hier gerade etwas Gegenteiliges zu seiner eigentlichen Meinung darlegen wollte, zitiert man zwar vermutlich formal korrekt, inhaltlich jedoch verfälschend. Zitate dürfen in diesem Sinne nicht aus dem inhaltlichen Kontext herausgelöst werden.
Sollte das Buch im Volltext vorliegen - das tut es meist, wenn die Schutzfrist der Urheberrechte abgelaufen ist und das Werk gemeinfrei ist. Hier kann man das Buch in einer vollständigen, zitierfähigen Form einsehen. In diesem Fall zitieren Sie das Buch und können dann als nächstes optional angeben, ...
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20.10.2008 | von Dörte Böhner | Comments Off |
Eine Hausarbeit zu schreiben ist eine kleine Staatsaktion, eine Abschlussarbeit zu verfassen hingegen ein Staatsakt. Zumindest ist das in meiner Erinnerung so, die noch recht frisch ist. Probleme lassen sich da nicht auf sich warten. Formalia, optionale Gestaltungsmöglichkeiten, Inhalt - alles muss in eine ansprechende Form gebracht werden und gerade die formalen Dinge sollten keine Zeit kosten.
Ich bin eine geübte Schreiberin und hab mich auch nicht mit Microsoft Word gestritten, aber damit bin ich wohl aus Erfahrung heraus eine Ausnahme und lerne immer wieder etwas hinzu. Mit jeder neuen Version wird Word komplizierter und umfangreicher. Formatvorlagen, die Unis zur Verfügung stellen, sind auch nicht immer sehr hilfreich, sondern gerade für den wenig geübteren Schreiber eine Herausforderung, die Zeit kostet, entmutigt und zu altgewohnter Bastelei verleiten. Zu diesem Zeitpunkt ist man dann noch lange nicht beim Literaturverzeichnis angekommen, dass ja nur so gespickt ist mit Schwierigkeiten. Meine Schwester hat mir da so manches Stündchen Arbeit beschäftigt.
Um so besser ist, wenn Studenten Studenten helfen. Mit dem Projekt Wissenschaftliches-arbeiten geben sie eine "Anleitung zum Schreiben einer Hausarbeit".
Punkte der Seite sind:
Aufbau der Hausarbeit
Zitierfähigkeit
Zitierregeln
Organisation
Layout.
Die kölner Studenten bieten zudem Vorlagen für die Hausarbeit an, um den formalen Anforderungen gerecht zu werden.
Sehr gut gefallen hat mir, dass die Studenten scheinbar aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz berichten, z.B. wenn es um das Zitieren von Internetquellen gibt und der leidigen Frage, wo man bei langen URLs den Zeilenumbruch macht.
c) Umbruch in der URL
Gerade bei langen Internet-Adressen (URLs) kann es vorkommen, dass die Adresse nur mit einem Umbruch (also in mehr als einer Zeile) dargestellt ...
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