Der Kindle 2 lernt schweigen

Es gibt Streit um die Vorlesefunktion des Kindle 2. The Authors Guilde sieht darin Rechte der Autoren:engl: verletzt. Nun reagiert Amazon.com. Nicht jedes Buch soll vorgelesen werden.

Darüber sollen künftig Autoren und Rechteinhaber entscheiden können. Amzon betont allerdings, dass sie damit nicht bestätigt, dass die “experimentelle Text-zu-Sprache-Funktion” nicht illegal ist. So würde ja keine Kopie angefertigt, kein abgeleitetes Werk erstellt und eigentlich auch nichts vorgetragen. Man wolle aber den Urhebern das Recht zur Betimmung über die Verwendung ihrer Werke nicht aus der Hand nehmen.

Die Authors Guild:engl: vertritt jedoch die Meinung, dass die Vorlesefunktion aus Büchern Hörbücher macht und deshalb wären dafür Tantiemen fällig.

Nach Amazons Kehrtwendung ist Aiken noch nicht rechtlos [sic!] überzeugt. Man müsse abwarten “wie das genau implementiert wird”, sagte er dem Tech Blog der “L.A. Times”.

Nun ja, da ist wohl noch einiges zu klären, auch auf rechtlicher Ebene, denn der Kindle ist bei weitem nicht das einzigste Gerät, welches Schrift in Ton umwandelt. So weist Apples Betriebssystem Mac OS X beispielsweise eine solche Funktion auf. Bei der “Text to speech”-Software gibt es in unterschiedlichen Versionen und Qualitätsstufen. Außerdem gibt es bereits solche Software als Freeware.

Durch den Rückzug von Amazon wird es wohl noch eine Weile dauern, bis auch gerichtlich geklärt wird, ob diese Vorlesesoftware illegal ist. Dabei muss man vor allem an jene Nutzer denken, die Sehbehindert sind und die durch die Vorlesefunktion weit mehr Informationen relativ schnell und unkompliziert erhalten können.

Quelle
Bei manchen Büchern soll Kindle stumm bleiben via Spiegel online

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Gefahr fürs E-Book: DRM und Formatestreit

Über DRM bei Musik haben sich die Konsumenten beschwert, besonders, wenn sie die CD dann nur auf einem bestimmten Gerät abgespielt werden konnte.
Aber genau damit konfrontiert Amazon.com zur Zeit seine E-Book-Konsumenten. Sie können dank DRM ihr Buch nur auf einem einzigen Gerät, dem Kindle nutzen. Der Einsatz dieses Bereichs des Digital Rights Enforcment1 soll einen Mißbrauch der DRM-Technik verhindern.

Hier zeigt sich vielleicht der größte Nachteil digitaler Bücher. Ein Buch kann ich lesen, ohne dass ich dafür eine spezielle Brille benötige. Warum wird dem Leser dann auf der anderen Seite vorgeschrieben, mit welcher Software er ein Buch zu lesen hat.
In der Musikindustrie verabschiedet sich man von Digital Rights Enforcement, da es zu teuer ist und geradezu zu einer Umgehung auffordert.
Andererseits setzt man noch immer auf DRM als Schutz vor Raubkopien bei Software2, DVDs und E-Books.

Im Bereich des E-Books ist der Markt noch nicht gefestigt. Im letzten Jahr wurden 52,4 Millionen Dollar erwirtschaftet:engl: und nur wenige der führenden Verleger sind im Markt aktiv.

Sales of dedicated e-book readers such as Amazon.com Inc.’s Kindle or Sony Corp.’s Sony Reader were slightly better. Last year, just 538,000 e-book readers worth $154 million were shipped, according to the Consumer Electronics Association.

Die Kritiker der erfolgreichsten Mitspieler (Amazon.com und Adobe Systems Inc.) auf dem E-Book-Markt sehen im Einsatz und der starken Unterstützung von DRM eine Gefahr für das Langzeitwachstum der Branche. Sie kritisieren auch die geringe Unterstützung für den “open e-book publishing standard” .epub, nur um ihre eigenen proprietären Formate aufzubauen. So bevorzugt Amazons Kindle das restriktive AZW E-Book-format, d.h. die Nutzer des Kindles können ihre gekauften E-Books weder auf ihrem PC noch auf ihrem Smartphone lesen, auch wenn Amazon verprach, das zukünftig möglich zu machen.

Auch Adobe empfiehlt Verlegern weiterhin eher drm-geschützte PDF- als die die drm-freien EPUB-Formate für ihre Bücher zu nutzen.

“I’m wary of Adobe,” said Mark Coker, CEO of independent e-book publisher Smashwords Inc.:engl: “Do they really support .epub, or do they want to get people to do .epub within the PDF environment or simply move all of their e-books onto PDF?”

“Nothing beats PDF if you want to print out an e-book on your home computer,” said Coker. “But for most electronic books, PDF is overkill. It’s like driving a tractor to work when a regular car or bicycle would do just fine.”

Begeisterung klingt in einem Interview von Tom Preh, Senior Product Manager von Adobe, im letzten Herbst nur wenig. Dort äußerte sich der Manager zur späten Aufnahme von .epub in den neuen Adobe Content Server 4. Es wäre ein Irrtum gewesen, das PDF alles gewesen wäre, was sie benötigten. DRM würde zudem angeboten, weil diese Option von den Verlegern erwartet wird. Prehn betonte dabei, dass Adobes DRM für .epub es den Lesern erlaubt, das E-Book auf bis zu 6 PCs und sechs mobilen Geräten zu installieren. Das würde es erlauben, den Inhalt auch zu tauschen, ohne dass sich da Restriktionen:engl: bemerkbar machten.

Diese Art einen Mittelweges hilft Adobe Geschäftspartner zu gewinnen.

Although Neelan Choksi, chief operating officer at Lexcycle, has made many public statements against DRM:engl: , the company agreed to support Adobe’s DRM technology to gain access to the e-books that use it.

Coker befürchtet, dass die Amazons Ablehnung von .epub und die starke Unterstützung von DRM die Entwicklung auf dem E-Book-Mark hemmt. Würden die Handyhersteller zusammenarbeiten, könnten sie innerhalb weniger Monate den Kindle vom Markt verdrängen.

Als eine Lösung des Problem mit DRM wird “Social DRM” angesehen. In diesem Rahmen sollen die E-Books ähnlich wie in der Musik digitale Wasserzeichen erhalten, die kein Digital Rights Enforcement beinhalten. Die Wasserzeichen schrecken viele bereits davon ab, diese Dateien illegal weiterzugeben.

Coker favors a total shareware approach, arguing that a pure honor system can work. “Consumers, on the whole, do want to support artists and writers,” he said. “The brave publishers who get rid of DRM will see greater returns from it. So I do think it’s inevitable that it will go away.”

Quelle:
Lai, Eric: DRM a drag on e-book growth, say critics:engl: in Computerworld Security

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  1. Unter Digital Rights Enforcement versteht man das Erzwingen der Einhaltung von Rechten, die mit digitalen Inhalten verknüpft sind. Digital Rights Management ist die digitale Verwaltung von Rechten, beinhaltet aber meines Erachtens nicht das technische von Rechten. Siehe dazu auch meine Magisterarbeit:pdf: , S. 26. []
  2. Gerade im Bereich Games wird das zur Zeit kritisch hinterfragt. []

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Kindle 2 – ein perfekter Start

Der Kindle 2 hat einen super Start hingelegt. In den USA seit dem 6. Februar nur vorbestellbar, ging das E-Book-Lesegerät wegen der sehr starken Nachfrage bereits am 23. Februar in den Verkauf. Das ist ein Tag früher als angekündigt. In den Amazon-Verkaufscharts im Produktbereich Elektronik liegt das Lesegerät an der Spitze, aber was das genau in Zahlen heißt, verrät der Anbieter nicht.

Die erste Version des E-Book-Readers war seit November 2008 ausverkauft, nachdem die Talkshowmoderatorin Oprah Gail Winfrey den Kindle im Fernsehen vorgestellt hatte. Im Handel war der Kindle seit November 2007.

Kindle 2 – Daten für Technikbegeisterte:
Display: Diagonale 6 Zoll, Auflösung von 600 x 800 Pixeln, E-Ink-Technik, 16 Graustufen (statt vorher 4 beim Kindle 1)
Gewicht: ca. 300 g
Dicke: ca 1 cm
Speicherkapazität: 2 GB, davon 1,4 GB für Inhalte
Audioformate: .mp3, .aa – für Musik bzw. Hörbücher
Features: urheberrechtlich umstrittene:engl: Text-to-Speech-Software

Der E-Book-Reader entwickelt sich zu einem Hype-Produkt wie der iPod. Amazon arbeitet daran, dass aus einem Zusatzprodukt wird ein Nice-to-have-Angebot und da man es in die Trendszene schafft, alle darüber schreiben und nur begrenzt Zugang dazu da ist, könnte der Sprung zu einem “Must-have” geschafft werden.

Quelle:
Kindle 2 meistverkauftes elektronisches Produkt bei Amazon via golem.de

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[Diskussion]: Buch oder E-Book

Einen weiteren sehr interessanten Beitrag zu E-Books hat Tobias Zeumer in seinem Blog Verweisungsform.de geschrieben.
Er kommt in seinem Fazit zu folgenden Erkenntnissen:

Prinzipiell scheint das alles [die benötigten Funktionen, Anm. d. Verf.] nicht unmöglich oder besonders unwahrscheinlich (am “unwahrscheinlichsten” scheint derzeit eine echte Lösung von Format und Urheberrechten). Aber wenn diese machbaren Dinge geschafft wären…

Eine Programmierung neuer Funktionen dürfte nie das Problem sein. Neue Funktionen lassen sich sicherlich immer implementieren und alte Funktionen aktualisieren oder Funktionen des Buches nachbilden. Eine Gefahr ist sicherlich eine Überladung an Möglichkeiten. Das Handy von heute kann nicht nur zum Telefonieren genutzt werden, man kann damit auch Textnachrichten ersenden, im Internet surfen, fernsehen und Fotos schießen, aber die Handhabung wird immer komplizierter und umständlicher. Außerdem stellt sich die Frage, wie viele der Funktionen man im tagtäglichen Gebrauch dann wirklich nutzt.

Schwieriger gestaltet sich die Frage nach den Formaten. Hier werden die erfolgreichsten Anbieter entsprechende Spezifika diktieren und der, der mit seinem Format die meisten Geräte verkauft, hat da wohl die besten Chancen. Hier sind vor allem die Nutzer der Geräte gefordert, ihre Wünsche durchzusetzen. Offene Formate sind auf jeden Fall proprietären E-Book-Formaten vorzuziehen. Zumindest sollte von Anfang an die Forderungen nach einer hohen Interoperabilität einen der obersten Stellenwerte innehaben. Hier ist der Kindle im Vergleich zum Sony-Reader sehr schlecht aufgestellt.

Die rechtliche Seite wird wohl die schwierigste sein, da hier weit mehr Interessen mitspielen, als man auf den ersten Blick glauben mag. So werden neben technischen Patenten immer mehr Beteiligte des Content-Angebots ihre Rechte beachtet sehen. Die Rechte lassen sich im elektronischen Bereich wesentlich detaillierter darstellen (mal ganz abgesehen davon, dass sie auch dargestellt werden müssen, weil sonst die Inhalte überhaupt nicht angezeigt werden können) und können daher auch viel genauer abgerechnet werden. Dies wird neben den Unsicherheiten, die momentan durch das Urheberrecht verursacht werden, zu einer Verkomplizierung der Rechtesituation führen und sicherlich auch zu einer Verteuerung des Produktes “E-Book”.

Für das DRMS sollte ein offenes System wie OMA für die Handysparte Pflicht werden, um für eine entsprechende Interoperabilität der Geräte sorgen zu können. Durch offene Standards kann so eventuell die Monopolisierung des E-Book-Marktes verzögert oder gar verhindert werden und somit eine flexible Preisgestaltungsmöglichkeit für E-Books erhalten.

Und trotzdem will keiner das Ding haben, weil er keinen (relevanten) Nutzen darin sieht und seine Gewohnheit ihm den Griff zum Buch diktiert? Der entscheidende Wert eines Buches liegt doch nicht in seiner “physischen” Form. Es hat sich durchgesetzt, weil es erheblich Vorteile gegenüber Mund-Gehirn/Gedächtnis-Ohren-Informationsüber/-vermittlung hat, aber nicht weil dann Stille herrscht (die vielleicht zuächst als sehr unangenehm, weil abweichend vom Gewohnten, empfunden wurde. Schließlich konnte man vorher einfach nachfragen, statt blöd rumzublättern).

Eine längere Gewöhnung an E-Book-Reader ist sicherlich notwendig. Zu untersuchen ist die Frage, wie sich das Rezeptionsverhalten des Nutzers verändern muss. Wir haben das Internet als die Informationsquelle entdeckt. Auch keine Informationsfachleute können dort sehr schnell mehr oder weniger hochwertige Informationen finden. Es ist Teil des Alltags geworden und verdrängt inzwischen auch alte Medienformen, wie die Zeitung oder das Lexikon. Informationsaffine haben ihr Nutzerverhalten entsprechend angepasst, aber wieviele Nutzer haben das Internet nicht wirklich als Informationsquelle für sich entdeckt.

Naja, ich [Tobias Zeumer, Anm. d. Verf.] bin jedenfalls gespannt, ob das Buch aufgrund so herausragender Eigenschaften wie der haptischen Qualität und des ästhetischen Regalfüllwerts (wohl die zwei entscheidenden Eigenschaften, die ein E-Book Reader nie wirklich haben kann), wahrhaft das optimale und praktischste Informationsmittel – Information im allerweitesten Sinne – bleiben wird. 😉

Wir werden uns sicherlich an immer weitere technische Neuerungen gewöhnen, werden gerne technische Veränderungen in Kauf nehmen, die einen Vorteil bedeuten, allerdings glaube ich nicht, dass dies auf Dauer akzeptiert werden wird. Neben haptischen und ästhetischen Gesichtspunkten spielt noch etwas eine Rolle, die man nicht unterschätzen sollte. Die Handhabung eines Buches ist sehr einfach. Selbst das einfachste, technische Gerät stellt höhere Anforderungen an das technische Können des Lesers und die richtige Pflege. Ein Buch zerkratzt nicht wie ein Display, besitzt keine Akkus, die veralten, es beinhaltet keine Software, die regelmäßig upgedatet werden muss und … und …und … Wer will darauf dauerhaft achten?

Warum oder besser wann sollte man sich dennoch für das Produkt E-Book entscheiden?
Die Anschaffung eines Readers kann sich für diejenigen lohnen, die eine hohe technische Affinität besitzen und viel unterwegs sind. Auch im wissenschaftlichen Bereich kann es mit entsprechenden Funktionalitäten (z.B. Unterstreichung, Annotation, Lesezeichen, Verlinkung von Querverweisen) ein Ersatz für die Zettelwirtschaft sein, kann aber nicht das paralle Lesen in verschiedenen Artikeln oder Büchern (es sei denn man hat mehrere Lesegeräte 😉 ) ersetzen.
Über das E-Book können sehr teure Werke im Rahmen von DRM vielleicht sehr günstig für einen bestimmten, aber realistisch ausreichenden, Zeitraum zugänglich gemacht werden.

Gibt es weitere Pro- oder Contra-Argumente für oder wider das E-Book? Sicherlich. Nach meiner gerade sehr spontanen “Bestandsaufnahme” überwiegen momentan deutlich die negativen Aspekte, die mich vom Kauf eines E-Book-Lesegerätes abhalten. Neben der Vielfalt der Lesegerät-Alternativen, die es momentan noch gibt, gibt es genug Nutzungsaspekte, mit denen ich nicht zufrieden wäre.
Das E-Book-Lesegerät wäre ein additives Gerät zum PC, Netbook und Handy, welches ein Gerät mit eingeschränktem technischen Nutzungsspektrum wäre (akzeptabel auf jeden Fall) und vor allem mit seinem sehr stromsparenden E-Paper-Display punkten würde. Für jemanden, der sich schlecht entscheiden kann, welches Buch er gerade lesen möchte, hätte so ein Gerät natürlich auch einen großen Vorteil… Allerdings Anschaffungspreis, schnelles Veralten der Hardware und die Dateiabhängigkeit von Formaten der Anbieter sind meiner Meinung nach das größte derzeitige Problem, das eine Anschaffung eines E-Book-Readers unrealistisch macht.

Die derzeitigen Nutzungsfunktionalitäten eines Print-Buches kombiniert mit einer Vollzeitsuche und den Möglichkeiten der digitalen Verknüpfung zu Querverweisen wäre mein E-Book 😉

Zur Diskussion siehe auch Ben Kadens Beitrag und die dazugehörigen Kommentare im IBI-Weblog vom 28.05.2008.

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Wie wird das E-Book vom Trendsetter zum Mainstream?

Was muss passieren, damit das E-Book massentauglich wird?
Morgen soll Amazon.com die neue Version des Kindle vorstellen, welche besser und billiger sein soll als die erste Version. Außerdem sollen Kindle-E-Books auch auf dem Handy zu lesen sein.
Hinzu kommt Googles Ankündigung, dass 1,5 Millionen Bücher der Public Domain kostenlos auch bald fürs Handy zugänglich sein sollen.

Dies kann dazu führen, dass das Handy bald zum bevorzugtesten E-Book-Reader wird. Das i-Phone ist hier schon ein starker Konkurrent zu bestehenden Lesegeräten.

When asked by The New York Times a year ago about the quality of the Amazon Kindle, Apple CEO Steve Jobs said, famously, that “it doesn’t matter how good or bad the product is, the fact is that people don’t read anymore.” (It was an ironic statement, because one heard it by reading — all the more so for me (Mike Elgan, Anmerkung d. Verf.), as I first read it on a Kindle.)

Nun, im Vergleich gewinnt wohl erstmal Amazons Kindle, welcher im ersten Jahr ca. 500.000 Mal verkauft wurde, während es Apples iPods nur auf 378.000 Mal schafft.

Apple mag momentan noch nicht den Wert von E-Boosk verstehen, aber die Nutzer des iPhones werden schon dafür sorgen, denn sie nutzen das iPhone auf Grund seines sehr guten und großen Displays auch zum Lesen langer Texte.

Damit sich das E-Book durchsetzt, bedarf es nicht nur guter Lesegeräte. Beantwortet werden muss auch die Frage: “Warum sollte ich ein E-Book lesen?”

Nur weil bessere und mehr Geräte vorhanden sind, heißt das nicht, dass sich das E-Book durchssetzt. Wir sind gewohnt Texte auf Papier anzustreichen und zu kommentieren, in ungewöhnlichen Positionen und Situationen zu lesen und viele lieben auch das haptische Gefühl, ein Buch in den Händen zu halten und es umzublättern. Auch das Buch als “Dekorationsgegenstand” sollte in seiner Bedeutung nicht vergessen werden.

Dennoch will Mike Elgan sechs Gründe1 ausgemacht haben, warum das E-Book sich auf eine Art und Weise durchsetzen wird, die jeden überraschen wird.

1. Die Wirtschaftlichkeit

Menschen schauen, wie sie sparen können – Geld, Platz… Preiswertere Geräte und E-Books sorgen dafür, dass sich die Anschaffung nach 20 bis 30 Büchern oder beim Abonnement von 1-2 Zeitschriften zu rentieren beginnt. Diese Möglichkeit zu sparen wird durch die Rezession noch attraktiver.
Sparfüchse werden hier allerdings skeptisch, da unklar ist, was mit den gebrauchten Büchern passiert. Da die Bücher lizensiert werden, ist eine Weiterverkauf, ein Tausch, eine Leihe i.d.R. nicht möglich, es sei denn man gibt das entsprechende Gerät weiter.

2. Die Umwelt

Umweltschutz steht immer mehr im Mittelpunkt. Das spricht dafür, die täglich aktuelle Zeitschrift oder wöchtlich bzw. monatlich erscheinende Magazine auf dem E-Book-Reader zu lesen und sich damit Unmengen an Papier und somit gefällten Bäumen zu sparen. Das wird die Akzeptanz an E-Books erhöhen.
Allerdings kann dieser so verstandene Umweltschutz auch nach Hinten losgehen. Denn wenn die Jagd auf das immer aktuellste Modell angeheizt wird, ist der Preis für gespartes Papier jede Menge giftiger Elektroschrott.

3. Pulikationsrevolution

Die Verlage sind eine der konservativsten Industrien der Wirtschaft. Sie sind eigentlich zu rückständig und überflüssig, das informationen sich fast in Realtime verbreiten lässt, der Buchdruck aber ein Überbleibsel aus dem Mittelalter ist.

Der Prozess der Veröffentlichung ist zu langwierig und es kann mehrere Monate dauern, bis ein Buch gedruckt und verlegt wird. Das umgehen die Leute, indem sie ihre Werke im Selbstverlag veröffentlichen. Dieser Selbstverlag ist für die Printverleger derzeit der einzige Geschäftsbereich der noch funktioniert. Zunehmend werden immer mehr Autoren diese Verlagssparte nicht weiter unterstützen und ihre Werke selbst elektronisch veröffentlichen. Dafür werden sie freie Lektoren engagieren und das Marketing dafür selbst übernehmen. Die Veröffentlichung eines Manuskripts wird nur ein paar Minuten statt Monate kosten.
Verleger der alten Schule werden die schlechte (inhaltliche) Qualität selbstverlegter E-Bücher bemängeln. Die Entwicklungen werden an ihnen vorbeigehen wie es beispielsweise bei den Medien und den Blogs passiert ist.

First, the media didn’t understand blogs. Then they invalidated them. Then they accepted them. And now blogs are where the credibility is. Every columnist and reporter has a blog, and now major TV news programs are built around the opinions of bloggers.

Eine ähnliche Wendung erwartet Mike Elgan in Bezug auf die Glaubwürdigkeit von Eigenpublikationen und elektronischen Büchern.

4. Zunehmend agressive E-Book-Werbung

Wie beim Übergang vom Stummfilm zu den “sprechenden Bildern” wird der Übergang zum elektronischen Publizieren sich fatal auf Nachzügler auswirken. Diese agressive Engwicklung bei den E-Books wird zunehmend die Verlagsindustrie beeinflussen. Angetrieben werden wird diese Revolution durch ein entsprechendes E-Book-Marketing.
Die neue Generation E-Book-Verleger wird sich dabei den Social Media, kontextsensitiver Werbung und anderen Innovationen bedienen. So wird jeder, der sich online aufhält, wird mit speziellen E-Book-Titeln bombardiert, die zunehmend in andere Inhalte integriert werden. Zur Zeit sind E-Books fast unsichtbar, aber bald wird man nicht mehr um sie drumherum kommen.
Zu befürchten ist meiner Meinung nach, dass hier die Grenzen zwischen Inhalt und Werbung weiter verschwimmen und man diese kaum noch wird trennen können.

5. Zunahme von Büchern, die nur für das elektronische Lesen geschrieben wurden

Durch den Wechsel von Gedruckt zu Digital wird sich auch die Natur des Buches ändern. Viele Bücher werden kürzer, aber dafür aktueller und kulturell relevanter sein. Sie werden bunter und verbindlicher geschrieben sein und ein jüngeres Lesepublikum ansprechen.

The idea that “people don’t read anymore,” especially young people, will be revealed as false. Young people today read more, and write a lot more, than any generation in history.

Zur Zeit sind sie nicht neugierig auf Bücher, Magazine und Zeitungen, weil sie mit sozialen Netzwerken und Social Media aufwachen, aber wenn Bücher digital werden, relevanter und gesellschaftlicher, werden sie anfangen sie zu lesen und selbst wie verrückt Bücher zu schreiben.

So gesehen setzten sich E-Books mit der jungen Generation durch und werden zu einem Massenphänomen, an dem jeder teilhaben kann. Die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen mehr denn je an diese zu erwartende Entwicklung angepasst werden, ansonsten wird das Urheberrecht einfach überrollt werden.

6. Der Verfall der Zeitungsindustrie

Die Zeitungshersteller sind eine sterbende Spezies.

The old method of physically delivering blog entries on dead tree pulp is obsolete.

Wie problematisch die Lage für die Zeitungsverleger ist, zeigen die Berechnungen des Silicon Valley Insider:engl: . Würde die New York Times jedem ihrer Abonnementen einen Kindle kaufen und sie würden die Hälfte der Kosten haben, als wenn sie ihnen ein Jahr eine Papierausgabe der Zeitung senden.
Eine erfolgreiche Werbemaßnahme für die Zeitschriftenverlage wäre wohl die Subventionierung von E-Book-Lesegeräten. In Kombination mit einem Abonnement wäre dies vielleicht auch die Rettung oder eine Überlebensstrategie für die Verlage.

Elgan vertritt die Meinung, dass nach all den Fehlstarts uns endlich die E-Book-Revolution bevorsteht und es die E-Books vom Trendgerät zum Gebrauchsgerät der Masse schaffen.

Quelle:
Elgan, Mike: Elgan: Here comes the e-book revolution:engl: in Computerworld

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  1. Vergleiche dazu auch die 2009 – Jahr des E-Books – Ein paar Gründe []

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Sony oder Kindle – Das Für und Wider

Wirtschaftswoche-Korrespondent Matthias Hohensee bewertet rein subjektiv das Lesegerät Sony PR 505 und den Amazon Kindle.

Aussehen:
Sony PR 505: schlankes, silbriges Gehäuse
Amazon Kindle: plastik, “hässlich”, auf der linken Seite für Rechtshänder fehlplazierte Tasten zur Bedienung

Technik und Funktionen:
Sony PR 505: muss zum Befüllen an einen Computer mit Betriebssystem Microsoft Windows gekoppelt werden, keine Notizfunktion; Achtung: Dank des US-Programmierers Kovid Goyal gibt es zumindest ein kostenloses Programm namens Libprs 500, das den Sony auch für den Mac und für Linux nutzbar macht. – nicht erwähnt wird die Formatvielfalt, die dieses Gerät darstellen kann.
Amazon Kindle: “Mobilfunkmodul” – Computer nicht notwendig, mit einem Tastendruck abstellbar, über die Tastatur eingebbare Notizen, Nachschlagefunktion für Bedeutungen von Wörten in einem integrierten Lexikon, durch Internetfunktion möglich das Abrufen von E-Mails, Erwerb neuer Literatur. Verschwiegen wird die Formatbindung für die E-Books (Mobipocket-Format, Kindle-Format).

Preis:
Amazon Kindle: 399 Dollar (in den USA gibt es dafür bereits Notebooks)

Inhalte:
Sony PR 505: nur Bücher, keine Zeitschriften o. Magazine
Amazon Kindle: aktuelle Nachrichten von bspw. Forbes, Fortune, Wall Street Journal, FAZ, – d.h. neueste Zeitungen und Magazine, schon ab 60 Cent pro Ausgabe

Größe:
Amazon Kindle: klein, leicht, handhabbar im Flugzeug
Laptop: schwerer, unhandlicher, größer

Display:
Sony PR 505: von E-Ink (leichter Grauschleier), keine Hintergrundbeleuchtung, augenschonend, ungeeignet fürs Lesen im Dunkeln
Amazon Kindle: von E-Ink (leichter Grauschleier), keine Hintergrundbeleuchtung, augenschonend, ungeeignet fürs Lesen im Dunkeln

Fazit:

Toll wäre ein Zwitter aus beiden Geräten. Amazon könnte sich auf die Inhalte konzentrieren, Sony auf die Weiterentwicklung der Hardware. Alternativ könnte Sony sein Lesegerät ebenfalls mit einem Mobilfunkmodul ausstatten. Auf jeden Fall sollten beide Hersteller ernsthaft darüber nachdenken, ihre Geräte auch in Europa anzubieten. Das Sony hat in Deutschland bereits viele Anhänger, die das Gerät über US-Internet-Händler ordern.

Quelle:
Hohensee, Matthias: Produkt-Vergleich: Digitale Lesegeräte im Test via Wirtschaftswoche

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E-Book-Reader aus Berlin

In Deutschland geht es voran mit dem E-Book. 😉 Der Berliner Hersteller txtr will einen zum Kindle und dem Sony PRS-505 konkurrenzfähigen Reader:engl: im Sommer 2009 auf den Markt bringen. Überzeugen soll das Lesegerät:engl: mit seiner E-Ink-Technik für das Display, verschiedene drahtlose Schnittstellen, einer Displaygröße von 6 Zoll und einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln. Da das Display auf der Technik von E-Ink:engl: beruht, soll wie bei echtem Papier auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine gute Lesbarkeit sichergestellt bleiben. Nach Herstellerangaben können bis zu 16 Graustufen dargestellt und sogar Animationen abgespielt werden. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Stromverbrauch, da diese Displays ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen. Strom wird nur zum Umblättern gebraucht, so dass eine Akkuladung mehrere Wochen halten soll.

Der linux-basierte Reader wird mit einem internen Flash-Speicher von 1 GByte ausgerüstet, wobei die Speicherkapazität über den SD-Karten-Slot jederzeit vergrößert werden kann. Mit zum Lieferumfang wird eine 8 GByte-Karte gehören, auf der Texte vorinstalliert sind. Über einen USB-Anschluss, per WLAN, GPRS oder UMTS können E-Books heruntergeladen werden. Ergänzt wird das Angebot über den Dienst “txtr share”. Dort können Nutzer Texte direkt zwischen zwei Geräten austauschen.

Der Nutzer kann Textdateien von der Plattform textr.com, die bereits existiert, direkt auf sein Lesegerät übertragen. Die E-Texte stammen teilweise sogar von Nutzern, aber das Angebot wird durch einen Shop für digitale Bücher ergänzt, so dass die Leser Titel aus Verlagsprogrammen erwerben können.

Der E-Book-Reader kann laut Hersteller alle digitalen Dokumentenformate darstellen. Dazu gehören neben verschiedenen E-Book-Formaten auch Powerpoint-Präsentationen oder verschiedene Textverarbeitungsformate. Kombiniert mit einem Bluetooth-Headset wird aus dem Reader ein Vorleser, der Audiodateien im MP3-Format abspielt.

Wenn der Preis des Gerätes mithalten kann mit den Preisen für die Reader der großen Konkurrenten, wird sich dieses Lesegerät sicherlich behaupten können.

Quelle:
txtr reader – der E-Book-Reader aus Berlin via golem.de

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E-Book-Reader – Was ist die Zukunft?

Die Zukunftswerkstatt wirft in ihrem Beitrag “e-Book-Reader oder was-Reader?” die Frage auf, welcher Reader sich durchsetzen wird und welche Eigenschaften er haben muss.
Aufhänger war die Veröffentlichung der javabasierten Software PG Mobile – Project Gutenberg’s Mobile Edition des Gutenberg Projekts, mit der die Texte des Projektes und auch dazugehörige Bilder in eine handylesbare Form umgewandelt werden können. Damit lassen sich über 25.000 E-Books auf den Handys lesen.

Das Projekt Gutenberg fragt bei der Ankündigung der Readersoftware:engl: :

Why using Amazon’s proprietary Kindle when you can use your mobile phone instead?

Handydisplays können mit Helligkeit und Kontrast punkten. Sicherlich ist auch die Rechenleistung der einzelnen Handys gut genug, um damit E-Books gut lesen zu können. Und Handys besitzen im Gegensatz z.B. zum Sony-Reader oder eben zum Kindle bereits viele. Warum sollte man also in ein großes, zusätzliches Lesegerät investieren? Die Zukunftswerkstatt fragt zudem:

Wollen Sie das Gerät auch jeden Tag mitschleppen, wenn Sie sowieso schon ein Laptop als „großes” Lesergerät benutzen?

Ein Grund für eine zusätzliche Reader-Hardware ist sicherlich der bessere Lesekompfort durch die größeren Displays. Außerdem ist bei beiden Readern auch das Angebot an Titeln ausreichend (vom englischen Angebot ausgehend). Der Sony-Reader bietet zudem ebenfalls die Möglichkeit, E-Books des Projekts Gutenberg zu lesen.
Für den proprietären Kindle ist es möglich ca. 170.000 Titel bei Amazon zu erwerben und weitere kostenlos verfügbare Titel (im Internet:engl: , bei Bibliotheken:engl: )auf das Gerät zu laden. Allerdings unterstützt Kindle im Gegensatz zum Sony-Reader weder das PDF- noch das epub-Format.

Bei den Handys lassen sich diese Formate bequem anzeigen. Der Vorteil eines größeren Displays der reinen Reader-Hardware schwindet auch hier zunehmend, das Handys mit einem immer größeren Display ausgestattet werden und Textgrößen mit einer Fingerbewegung angepasst werden, so beispielsweise beim iPhone.

Laut der Horizon-Report:engl: wird Mobilität in nächsten zwei bis drei Jahre ein großes Thema, durch technische Entwicklung wie zum Beispiel neue Handys (mit großem Display) und eBook-Reader wird die Informationsbeschaffung immer ortsunabhängig. Wenn wir Kindle als ein Mobilgerät betrachten, ist das noch zu erwarten, ob das reine „Lesegerät” von ihren Kunden angenommen wird. Hier meine ich nicht nur die Multifunktionalität, sonder auch die technische Einschränkung von eInk -basierte eBook-Reader, damit die Grafik und Videos nicht anzeigen kann.

Das E-Paper mit der Verknüpfung von Papier- und Computerbildschirmqualität kann für die Reader eine Chance sein, besonders bei kurzen Werken mit Wegwerfqualitäten. Im Zeitungsbereich beginnt man hier langsam damit zu experimentieren.

Das Magazin Esquire brachte am 8. September 2008 zum 75. Jahrestag als erstes Magazin ein Cover mit elektronischem Papier:engl: :video: heraus.[7] Die “Special Collector’s Edition” wurde 100.000 mal hergestellt. Elektronisches Papier

Ob das Elektronische Papier eine wirkliche Chance für eigenständige Geräte ist, muss sich erst noch erweisen.

Über die Zukunft der eigenständigen Reader-Hardware werden ihre Funktionalitäten entscheiden. Neben dem Bedien- und Lesekompfort werden ihre Offenheit verschiedensten Text-Formaten gegenüber, Annotationsmöglichkeiten, Lesezeichenfunktionen, ihre Synchronisierbarkeit mit anderen Lesemöglichkeiten, Aktualisierbarkeit der darauf enthaltenen Software, Datensicherheit, Benutzungseinschränkungen durch DRM oder proprietäre Beschränkungen, Speicher- und Akkukapazitäten und viele andere Kleinigkeiten mit für Erfolg oder Niederlage entscheidend sein. Allerdings schätze ich die Chancen für diese eigenständigen Geräte derzeit als sehr gering ein, zumal der Trend zu Multifunktionsgeräten und größtmöglicher Mobilität ungebrochen ist.

Quelle:
Jintan: e-Book-Reader oder was-Reader? via Zukunftswerkstatt

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E-Books – Startet jetzt auch der deutsche Markt endlich?

E-Books scheinen in Deutschland seit der Frankfurter Buchmesse das Thema zu sein. Das Blog “Nachrichten für Öffentliche Bibliotheken in NRW” berichtet:

Der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels (MVB) hat auf der Frankfurter Buchmesse die Erweiterung der Online-Volltextsuche libreka! um einen E-Book-Shop angekündigt.

Bereits im ersten Halbjahr 2009 sollen nun über die Plattform libreka! E-Books im offenen E-Book-Format EPUB der:engl: vertrieben werden.
EPUB als Format ist eine kluge Wahl, denn:

“”EPUB” allows publishers to produce and send a single digital publication file through distribution and offers consumers interoperability between software/hardware for unencrypted reflowable digital books and other publications.”1

E-Book-Leser von Sony-Geräten könnten damit diese Bücher herunterladen und lesen.

“Mit der Ankündigung, den Sony Reader PRS 505 ab Frühjahr 2009 zusammen mit mehreren Tausend E-Book-Titeln im deutschen Buchhandel anzubieten, haben Libri, Thalia und Sony das Rennen um das E-Book-Geschäft in Deutschland eröffnet. 2

Mit dem E-Book-Jahr 2009 scheint der erste ernsthafte Kampf um den zahlenden E-Book-Kunden auszubrechen. Zum ersten Mal kann man glauben, dass sich das E-Book mit den immer besser werdenden Lesegeräten zumindest in den technikaffinen Bereichen der Gesellschaft durchzusetzen vermag.

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  1. International Digital Publishing Forum (IDPF):engl: []
  2. Das E-Book-Rennen im Buchhandel ist eröffnet via Börsenblatt.net []

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E-Paper-Fabrik und das E-Book-Jahr 2009

Lambert merkte in seinem Kommentar zu 2009 – Jahr des E-Books zurecht kritisch an:

Schön und gut, aber mit Prognosen sollte man in diesem Bereich vorsichtig sein. Der Journalist Guy Kewney hat vor zwei Jahren zurecht darauf hingewiesen, daß bisher jedes Jahr seit 2000 als DAS Jahr des eBooks vorausgesagt worden sei.

Dennoch scheint 2009 enorm Bewegung in den Markt der E-Books zu kommen. Nach den Ankündigungen und Entwicklungen von Amazon zu Kindle und Sony zu seinem Sony-Reader, tritt hier in Deutschland ein neuer Anbieter auf den Markt.
In Dresden wurde heute die Erste Produktionsstätte für E-Paper-Bildschirme eröffnet. Der britische Elektronik-Hersteller Plastic Logic Limited will ab dem kommenden Jahr jährlich mehrere Hunderttausend E-Paper-Bildschirme in Serie herstellen. Diese Bildschirme sind sehr leicht und biegsam und eigenen sich mit ihrem guten Kontrast hervorragend für Texte, Tabellen und Graustufendarstellungen.

Für Mitte 2009 sei die Markteinführung eines neuen Lesegerätes dieser Art geplant […]. Der Preis werde zwischen 200 und 600 Euro liegen.

Quelle:
Erste Produktionsstätte für E-Paper-Bildschirme bei RP online

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