Ein Nachtrag zum diesjährigen Träger des Diversity Awards in Großbritannien

5.08.2010 | von Wolfgang Kaiser | Keine Kommentare » |

Wie wird dem Gedanken  der (kulturellen) Vielfalt im Bibliothekswesen Großbritanniens Rechnung getragen? Bereits die letzte Regierung unter der Federführung von Tony Blair forcierte eine Politik der Chancengleichheit und Eingliederung aller Kulturen, die auch aufgrund der EU-Richtlinien 2000/43/EG und 2000/78/EG vorgeben wurde. Vielfalt als Bereicherung und als Vorteil zu betrachten steht dort meiner Meinung nach viel mehr im Fokus als hierzulande. Hinzu kommt der im April diesen Jahres verabschiedete Equality Act, der sich zum Ziel gesetzt hat die bisherige Gesetzgebung zu vereinfachen und zu stärken.  Aus diesem Grund hängt die Vergabe öffentlicher Gelder oftmals davon ab, ob Vielfalts- und Gleichberechtigungsquoten erfüllt werden. Öffentlichen Institutionen kann Geld verweigert werden, wenn nicht genügend Angehörige ethnischer Minderheiten an deren Aktivitäten partizipieren. Es gibt demnach kaum öffentliche Einrichtungen, die in ihren Richtlinien und Leitbildern nicht die Grundsätze der Gleichheit und Vielfalt betonen. Dies hat auch Auswirkungen auf die Bibliotheksarbeit. Das Chartered Institute of Library and Information Professionals (CILIP) verfügt über eine eigene Diversity Gruppe, welche die Vielfalt in der Nutzer- und Mitarbeiterstruktur gezielt fördert. Diese Gruppe besitzt auch eine Fanseite auf Facebook. Seit 2002 gibt es den vom CILIP ins Leben gerufenen Diversity Award, der alle zwei Jahre vergeben wird. Das Statement des  ehemaligen Vorsitzenden der Diversity-Gruppe des CILIP, Kale Dale, macht deutlich, welche Bedeutung und Wertschätzung Vielfalt innerhalb der Bibliothekswelt zukommt: "Library and information services also have a responsibility to provide and promote career opportunities and development for all their staff. But while a great deal of important work is done in the promotion of diversity through library services up ...

Tag der Bibliotheken

23.10.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |

Der morgige Tag der Bibliotheken erinnert an die 24. Oktober 1928 eröffnete Schulbibliothek von Großenhain. Diese wurde nach Karl Benjamin Preuskers (1786-1871) Plan zur ersten deutschen Stadtbibliothek (Bürgerbibliothek) erweitert. Seit 1995 stehen die ca. 11.500 Bibliotheken Deutschlands im Mittelpunkt. Es soll mit unterschiedlichsten Veranstaltungen auf das umfangreich Angebot und ihre vielfältigen Leistungen aufmerksam gemacht werden, um zu verdeutlichen, dass es sich bei Bibliotheken um unverzichtbare Kultur- und Bildungseinrichtungen handelt. An diesem Tag verleiht der Deutsche Bibliotheksverband (DBV) zusammen mit der ZEIT-Stiftung Gerd und Ebelin Bucerius die Auszeichnung "Bibliothek des Jahres". Dies ist der einzige nationale Bibliothekspreis, der mit 30.000 Euro dotiert wird. Die diesjährige Auszeichnung "Bibliothek des Jahres" geht an die Stadtbücherei Biberach an der Riß. Ebenfalls an diesem Tag vergibt die Deutsche Literaturkonferenz die Karl-Preusker-Medaille für ein besonderes Engagement für öffentliche Bibliotheken. Die Medaille geht dieses Jahr an Marion Schulz, die Leiterin der Stiftung Frauen-Literatur-Forschung e. V. Quellen Tag der Bibliotheken - 24. Oktober - Informationsseite des DBV „Veränderung ist die einzige Konstante“: Die Stadtbücherei Biberach an der Riß ist die “Bibliothek des Jahres 2009“, Pressemitteilung des DBV, 09.06.2009 Hastedt, Sabine: Verleihung der Karl-Preusker-Medaille an Marion Schulz, frauenseiten.bremen.de

Wikimedia und der Preis für Wissenschaftsbeiträge

14.08.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |

Der Wikimedia Deutschland e.V. hat zusammen mit der "Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur" sowie der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" loben nun zum dritten Mal eine Zedler-Medaille für den Autor des besten geisteswissenschaftlichen und zum zweiten Mal des besten naturwissenschaftlichen deutschsprachigen Wikipedia-Lexikoneintrag aus. Das Preisgeld für den jeweiligen Gewinnerbeitrag beträgt 2500,00 Euro. Zusätzlich zum Wikipedia-Eintrag werden diese beiden Artikel auch auf der Website von Spektrum der Wissenschaft veröffentlicht. Eingereichte Artikel sollen ein Thema beschreiben, das von enzyklopädischer Bedeutung ist. In die Wikipedia können dabei auch Lemmata aufgenommen werden, die in herkömmlichen Nachschlagewerken keine oder nur eine unzureichende Darstellung erfahren. Ein Beitrag für eine allgemeine Enzyklopädie muss ihren Gegenstand zwar wissenschaftlich korrekt in einer fachlich präzisen Sprache darstellen, zugleich aber einem interessierten Laien möglichst allgemeinverständlich den Zugang zum Thema erlauben. Um eine bessere Vergleichbarkeit herzustellen, sollen die Zedler-Beiträge nicht mehr als 6.000 Wörter umfassen. Einsendungen müssen bis zum 15. Oktober 2009. Die Preisverleihung der Zedler-Medaille findet am 8. Dezember 2009 im Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main unter dem Motto „Evolution des Wissens“ statt. Quellen: Wer schreibt gewinnt Pressemitteilung von Wikimedia Deutschland Zedler-Medaille via Wikimedia Deutschland

[Kurz] Gratulation Voebb!

30.01.2009 | von Dörte Böhner | Comments Off |

Die BIENE wird für barrierefreie Websites vergeben. Dieses Jahr war der Andrang so groß wie noch nie. Seit 2003 zeichnen die Aktion Mensch und die Stiftung Digi­tale Chancen die besten barriere­freien Websei­ten mit einer BIENE aus. Bis­lang haben sich mehr als 1.000 Unter­nehmen, Orga­nisa­tionen und Behör­den am Wett­bewerb be­teiligt – allein in diesem Jahr wieder 340. Das Internetangebot der Öffentlichen Bibliotheken Berlin "www.voebb.de" war für das Finale des Wettbewerbes für barrierefreies Internet in der Kategorie "Komplexe Einkaufs- und Transaktionsangebote" nominiert. Heute ist die Entscheidung gefallen: Sie durften dafür eine silberne Biene für ihre Internetpräsenz entgegennehmen.

Preis für die Wikipedia

21.08.2008 | von Dörte Böhner | 1 Kommentar » |

Diesmal schreibt die Wikipedia keinen Preis aus, sondern erhält selbst einen. Die Onlineenzyklopädie erhält am Tag der Einheit die mit 25.000 Euro dotierte Quadriga 2008. Seit 2003 zeichnet Verein Werkstatt Deutschland vier Persönlichkeiten oder Institutionen pro Jahr aus. Diese haben sich "durch ihr Engagement ein Zeichen für Aufbruch, Erneuerung und Pioniergeist setzen", so der Verein. Ort der Verleihung ist auch diesesmal die Komische Oper in Berlin. Die Quadriga wird der Gründer der Onlineenzyklopädie Jimmy Wales entgegennehmen. Das Preisgeld soll der Verein Wikimedia Deutschland erhalten. Der Verein [Werkstatt Deutschland, A.d.V.] ehrt die Wikipedia für ihre "Mission der Aufklärung". Das Onlinelexikon verwirkliche den alten Menschheitstraum, das Wissen der Welt an einem Ort zu sammeln. Die drei anderen Preisträger des Jahres 2008 sind: der Franziskaner Eckart Höfling mit seinem Engagement für Jugendliche in Brasilien der serbische Präsident Boris Tadic mit seinem Ziel, Serbien in die Europäische Union zu führen Musiker Peter Gabriel, Gründer der Gruppe Witness. Diese Gruppe dokumentiert Menschenrechtsverletzungen mit Videos im Internet. Quelle: Wikipedia wird ausgezeichnet via golem.de

Wikimedia-Preis für Wissenschaftsbeiträge

18.08.2008 | von Dörte Böhner | 2 Kommentare » |

Der Wikimedia Deutschland e.V. hat zusammen mit der "Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur" sowie der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" bereits zum zweiten Mal eine Zedler-Medaille für den Autor des besten geistes- und erstmals des besten naturwissenschaftlichen deutschsprachigen Wikipedia-Lexikoneintrag ausgelobt. Ziel der Ausschreibung ist es, einen Anreiz zur breitenwirksamen Aufbereitung wissenschaftlicher Themen zu geben und diese damit für ein breiteres Publikum sichtbar zu machen. Das Preisgeeld für jeden Gewinnerbeitrag beträgt je 2.500 Euro und wird durch den Verlag Spektrum der Wissenschaft gestiftet. Die Autoren können ihre Beiträge bis zum 19. Oktober 2008 einreichen. Dabei kann es sich um ein Thema handeln, welches bisher noch gar nicht in der deutschsprachigen Wikipedia behandelt wurde, aber es kann auch ein Beitrag zu einem Thema sein, wobei ein bestehender Lexikon-Eintrag deutlich verbessert wurde. Im Jahr 2007 wurde nur ein Preis für Geisteswissenschaften vergeben. Diesen gewann der Schweizer Übersetzer und Autor Josef Winiger:x: für einen Artikel über den deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach. Die Jury wird aus Autoren der Wikipedia, Wissenschaftlern der Mainzer Akademie und Journalisten des Heidelberger Wissenschaftsverlags bestehen, die über die Vergabe des Preises entscheiden. Der Namensgeber Johann Heinrich Zedler gab das 68-bändige "Zedlersche Universallexikon" heraus, Welches im 18. Jahrhundert als das größte gedruckte Universallexikon galt. Quellen: Zedler-Medaille 2008 ausgeschrieben Presseerklärung von Wikimedia Deutschland e.V. Pluta, Werner: Wikimedia schreibt Preis für Wissenschaftsbeiträge aus via golem.de