Archiv für die Kategorie ‘Berufsbild’
22.08.2010 | von Dörte Böhner | Keine Kommentare » |
Jess deCourcy Hinds aus Long Island City ist eine Schulbibliothekarin und sieht in ihrem Job nur das Aushändigen von 3.500 Textbüchern und dem Betteln, dass die Schüler achtsam mit den Büchern umgehen. Sie berichtet in der Beschwerdebox des Times-Blogs über ihre Erlebnisse, so z.B. die Rückgabe es Englischtextbuches, welches wie sein Titel aussah: "Things Fall Apart". Es war zerstört, der Einband mit Tomatensoße bespritzt, so als ob man ihm ins Herz geschossen hat. Der rückgebende Vater bemerkte nicht einmal ihr entsetztes Gesicht.
Seit der Rezession steigerte sich nicht nur die Bibliotheksbenutzung sondern auch die Mißhandlung der Bücher. Die junge Generation sind begeisterte Lese, aber sie sind im digitalen Zeitalter nicht mehr gewöhnt, die Körperlichkeit des Buches richtig und immer zu beachten. Eselsohren werden in die Sieten geknickt wie ein Mausklick, ohne zu bemerken, welchen dauerhaften Schaden die Bücher dabei nehmen. Auch die Kindle-lesenden Eltern haben die Grundlagen im Umgang mit den büchern scheinbar vergessen.
Die 1980 geborene Bibliothekarin zählt sich zu der inzwischen veralteten Generation, die noch zusammenzuckt, wenn sie einen Bleistiftstrich in einem unschuldigen Bibliotheksbuch entdeckt. Ihre Freunde und sie bastelten noch Schutzumschläge für Bücher und dekorierten diese mit Zeichnungen und Aufklebern.
Manchmal entdeckt die Bibliothekarin auch "passende" Beschädigungen, etwa einen Vampirroman mit Bisspuren oder ein Kochbuch, das in Soße gebeizt wurde. Zwar sind die Buchbeschädigungen an ihrer Schule gering, aber es regt sie dennoch immer auf und sie weiß, es geht immmer noch schlimmer. Sie verfolgt eine Mailingliste von Schulbibliothekaren, wo immer öfter über die Mißhandlung von Büchern berichtet wird.
My in-box was flooded with e-mails, ...
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21.08.2010 | von Wolfgang Kaiser | 1 Kommentar » |
Vor wenigen Tagen veröffentlichte das bekannte Weblog Huffington Post eine Lobeshymne an BibliothekarInnen in amerikanischen Filmen (in Form einer Slideshow), die auch hierzulande größtenteils bekannt sein dürften.
Warum wurden diesmal BibliothekarInnen ausgewählt? Im Eingangstext heißt es über "uns":
"While writers might seem more glamorous, librarians are the quiet heroes of the literary world. They stand up against censorship, they uncover ancient mysteries, they laugh in the face of computerization and stop the corporate world dead in its tracks."
Spätestens seit der Masterarbeit von Ute Engelkenmeier wissen wir, wie das Bild der BibliothekarInnen in Film und Fernsehen ist. Auch Monika Bargmann hatte zuletzt am 30.04.2010 zum 20. Gebrtstag der Genderbibliothek einen interessanten und heiteren Multimediavortrag in Berlin (“Die Liebe nur aus Büchern kennen : das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer BibliothekarInnen zur Paarungszeit”) gehalten, in dem auch zahlreiche Ausschnitte aus bekannten Filmen vorkamen. Huffington Post dagegen listet fast nur Filme auf, in denen BibliothekarInnen nicht den klassischen Klischees entsprechen und zählt meiner Meinung nach zu den wenigen Medien weltweit, die in regelmäßigen Abständen Lobbyarbeit für Bibliotheken und BibliothekarInnen leisten. Bisher ist mir kaum ein anderes Medium bekannt, das derart positive Botschaften verbreitet, um den Einfluß und den Wert von Bibliotheken und BibliothekarInnen hervorzuheben. Aus diesem Grunde will ich an dieser Stelle die 11 Filme auflisten:
"The Music Man" (1962): Barbara Cook als "Marian the Librarian"
"The Mummy" (1999): mit Rachel Weisz als Bibliothekarin
"Party Girl" (1995): mit Parker Posey als Bibliothekarin
"National Treasure" (2004): mit Diane Kruger als Bibliothekarin
"Desk Set" (1957): mit Katherine Hepburn als Bibliothekarin Bunny Watson ...
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3.06.2010 | von Dörte Böhner | Keine Kommentare » |
Die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur wirbt mit "Videoclips zum Studium Informationswissenschaft" für diesen Studiengang. In den Videos sprechen Dozenten, Studierend, Alumnis und Experten über ihre Erfahrungen und Vorstellungen zur Informationswissenschaft.
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13.05.2010 | von Dörte Böhner | Keine Kommentare » |
Sie sind keine SchulbibliothekarInnen sondern Lehrbibliothekare. Und das ist wortwörtlich zu nehmen.
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10.05.2010 | von Dörte Böhner | Keine Kommentare » |
Wir beklagen uns über ausbleibende Nutzer und immer mehr geschlossene Bibliotheken. Wir kommen negativ in der Presse herüber und dann arbeiten einige scheinbar auch noch aktiv weiter an diesem verstaubten Image, wie der Artikel der Volksstimme über den 7. Bibliothekstag des Landes Sachsen-Anhalt verdeutlicht:
Kein DVD-Verleih, sondern Besinnung auf das Kerngeschäft
Wie wollen wir unsere Daseinsberechtigung begründen, wenn wir anfangen, Abstriche dort zu machen, wo sich unsere Nutzer befinden?
Auf dem 7. Bibliothekstag wurde am 28.04. in der Stadt- und Kreisbibliothek Haldensleben schwerpunktmäßig über ein moderns Qualitätsmanagement gesprochen. Der Landesverband der Bibliotheken lud zusammen mit dem Landesverwaltungsamt BibliothekarInnen ein, um ihnen das derzeit laufende Projekt eines Qualitätsmanagement-Verbundes vorzustellen und schmackhaft zu machen. Mit einer Zertifizierung von Bibliotheksangeboten soll die Servicequalität der teilnehmenden Bibliotheken erhört und eine größere Kundenzufriedenheit erreicht werden. Das Projekt endet Juni 2011.
Wer über die Qualität der Angebote spricht, muss sich auch mit denjenigen auseinandersetzen, welche zukünftig durch die Bibliotheken erbracht werden und die den Nutzer in die Bibliothek locken sollen. Ein Qualitätsmanagement kann dabei helfen, die Bibliotheken im Land besser aufzustellen. Es wird gerade auch vor dem realen Hintergrund der Sparzwänge des Landes, der Landkreise und Kommunen notwendig. Einsparungen haben fast abenteuerliche Züge, da häufig nicht mehr fachliche Überlegungen bei Entscheidungen im Vordergrund stehen.
In Sachsen-Anhalt gibt es 206 kommunale Bibliotheken. Eine statitische Zahl, die sicher den Eindruck vermitteln kann, dass das Land damit gut aufgestell ist. Doch sind zunehmende Anpassungen an den demografischen Wandel des Landes notwendig, denn der Alterdurchschnitt steigt stetig. Auch die finanziellen Rahmenbedingungen werden schlechter, während die Ansprüche der Nutzer wachsen und ...
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29.04.2010 | von Dörte Böhner | Keine Kommentare » |
Humoristischer Blick auf die Arbeit der "Modernen Bibliothek" im Jahre 1987
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20.04.2010 | von Dörte Böhner | Keine Kommentare » |
Auch für die junge Generation ist es interessant zu erfahren, in welcher Form sich deutsch-deutsche Bibliothekare während der Teilung von 1949 bis 1989 austauschten. Dieser Frage möchte sich Dr. Georg Ruppelt, Direktor der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek - Niedersächsische Landesbibliothek Hannover, widmen und sucht daher für seine geplante Publikation nach persönlichen Berichte und Dokumente, die über Kontakte zwischen Bibliothekaren aus Ost und West erzählen. Bibliothekare aus Ost und West, bitte tragen Sie mit Ihren persönlichen Erinnerungen und Zeugnissen dazu bei, diese Zeit auch für uns jüngere KollegInnen erleb- und nachvollziehbar zu machen. Falls Sie selber noch nicht zu dieser Zeit tätig waren, sprechen Sie bitte auch Ihre KollegInnen an.
Genauere Informationen entnehmen Sie bitte dem nachfolgend zitierten Schreiben von Dr. Ruppelt.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in zahlreichen Gesprächen über Kontakte zwischen Bibliothekaren aus Ost und West in Zeiten der deutschen Zweistaatlichkeit ist häufig der Wunsch an mich herangetragen worden, man solle doch Berichte über diese Kontakte einmal aufschreiben, sammeln und publizieren, und zwar vor allem solche Begebenheiten, die sich außer- oder unterhalb der offiziellen Ebene zwischen Ost und West ereigneten. Kolleginnen und Kollegen aus Ost aus West gaben mir bereitwillig zu Fragen in diesem Zusammenhang Auskunft oder sprudelten geradezu über, wenn sie sich an besondere, auch besonders traurige oder besonders heitere Vorkommnisse erinnerten.
Vor diesem Hintergrund erlaube ich mir heute die Frage und Bitte an Sie, ob es Ihnen möglich wäre, Ihre Erinnerungen an Kontakte zur jeweils "anderen Seite" zu beschreiben und/oder über einzelne Ereignisse zu berichten. Geplant ist eine Veröffentlichung dieser Erinnerungen, ohne sie auszuwerten oder zu ...
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25.03.2010 | von Dörte Böhner | Keine Kommentare » |
Song from the Joe Uveges-When Freedom Calls concert on November 2, 2007 in Colorado Springs
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21.01.2010 | von Dörte Böhner | Keine Kommentare » |
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